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Hatte Gerstenmayer nicht Kontakt zu Moltkes Kreisauer Kreis? Ansonsten hat Coriolan Recht. Es sei daran erinnert, dass Globke, Mitautor der Nürnberger Gesetze, Unterhändler bei den deutsch-israelischen Verhandlungen zur "Wiedergutmachung" war. Die Israelis protestierten nicht dagegen. Sie machten sich die Situation zu Nutze. Ich kann es ihnen nicht verdenken.
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Nicht nur das: Als die Hatz gegen Globke begann, warf sich eine Reihe von US-Senatoren für den Beschuldigten in die Bresche.
1960 ging infolge der Kölner Synagogenschmierereien und des Eichmann-Prozesses eine Welle antideutscher Emotionen durch die westliche Welt, deren Überschwappen auf die Bundesrepublik angeblich durch Waffenlieferungen nach Israel mit Mühe und Not verhindert werden konnte. Als Nebenkläger beim Eichmann-Prozeß trat übrigens der Ostberliner Rechtsanwalt Friedrich Karl Kaul auf, welcher der in Jerusalem versammelten Weltpresse weitere Enthüllungen über bundesdeutsche Politiker in Aussicht stellte. Kurze Zeit später machte die DDR mithilfe westdeutscher Presseorgane (STERN, konkret) die Vorwürfe gegen Bundesvertriebenenminister Theodor Oberländer publik. Der Minister wurde rehabilitiert, aber die SPD, indem sie drohte, den gerade Rehabilitierten des "Antisemitismus" zu bezichtigen, erzwang Oberländers Rücktritt (das muß man sich auf der Zunge zergehen lassen: Die Unterstellung, Oberländer habe, als Offizier eines Bataillons „Nachtigall“, an Massenerschießungen teilgenommen, hatte sich in Luft aufgelöst - aus welcher die SPD dann prompt den Antisemitismusvorwurf griff. Some things never seem to change). Nicht anders in den Fällen Lübke und Gerstenmeyer. Bei der Haltung der SED zum nichtkommunistischen Widerstand verwundert es nicht, daß ihre Lügenpropaganda auch vor einem Mann wie Gerstenmeyer nicht haltmachte. Von Coriolan am Mi, 4.3.2009, 16:32, bearbeitet, (1x) |
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Einer der dicksten Maulwürfe, die der KGB im Inneren eines westlichen Dienstes installiert hat, war Heinz Felfe, ein ehemaliger SS-Führer. Felfe war in den ersten Nachkriegsjahren vom britischen Geheimdienst CIC rekrutiert, aber wegen des Verdachts, ein Sowjetagent zu sein, bald wieder fallengelassen worden. Seine Enttarnung im Jahre 1961 lieferte den Auftakt zum größten Geheimdienst-Skandal der deutschen Nachkriegsgeschichte.
Nicht nur SED und KPD setzten im Kampf gegen die Westbindungspolitik der frühen Bundesrepublik auf die "nationale Karte"; auch die Unterwanderungsstrategien des KGB stützten sich vorzugsweise auf ehemalige Nationalsozialisten. CIA-Dokumente zum Fall Felfe Von Coriolan am Fr, 6.3.2009, 3:17, bearbeitet, (1x) |
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Eine lesenswerte Rezension, nämlich ein Verriß, dazu von Kellerhoff in der Welt:
Es begann im Dreißigjährigen Krieg |
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...und noch `n paar Kontinuitäten:
Gerhard Wessel (1913-2002); 2. Chef BND. Nachruf auf Indepedent.co.uk in dessen Amtszeit sich seltsame Dinge ereigneten: Time Magazine-Artikel vom 01. November 1968 über eine ominöse Suizidserie in der westdeutschen Intelligence Community: West Germany: Of Suicide And Espionage "The future`s so bright, I gotta wear shades" Von Coriolan am Di, 1.6.2010, 20:53, bearbeitet, (1x) |
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...und hier `ne Kontinuität der etwas anderen Art, eine, die stellvertretend für viele andere steht; in der DDR, aber eben auch in Westdeutschland:
Rolf Vellay.
Zitat:
Einer dieser Genossen heißt Rolf Vellay, und der singt, wie schon kurz gehört, den Schweißer leidenschaftlich gerne an, lebt in Datteln (Ruhr), hat Klassenverrat begangen und ist 1953 der KPD beigetreten, obwohl er doch, was er niemals zu erwähnen vergißt, 1927 “als Sohn einer Offiziers- und Grundbesitzerfamilie in Schlesien” tatsächlich hochwohlgeboren wurde und das gar nicht nötig gehabt hätte. Er tat‘s aus tieferer Einsicht in den geheimen Heilsplan der Weltgeschichte. Das Rentnerdasein vertreibt er sich mit Agitprop und hält am liebsten Vorträge darüber, daß die kommunistische Zukunft in der Vergangenheit begraben liegt (“Vorwärts in der revolutionären Weltbewegung heißt heute: Zurück zu Stalin!”), weiterhin darüber, daß die “Anti-Stalin-Hetze” nichts sei als “Greuelpropaganda”. Sein Lourdes ist das Moskau der Stalin-Zeit, und als FDJler hat er 1957 gerade noch “das Glück gehabt”, die Mumie des proletarischen Pharao selbst in Augenschein nehmen zu können. Es muß dies eine derart überwältigende Erweckung gewesen sein, daß kein aufrichtiger Nationalist, dem es ernst ist mit den Interessen des deutschen Volkes, der ungeheuren marxistisch-leninistischen Agitation hätte widerstehen können, die die Führermumie noch immer abstrahlte. Und das ihm, dem hochwohlgeborenen Junker, der doch, wie er ebenfalls nie zu sagen unterläßt, “mit 17 Jahren noch 1944 freiwillig Soldat” wurde! aus: Joachim Bruhn; Völkischer Geist, von Stalin verschweißt (1994) "The future`s so bright, I gotta wear shades" Von Coriolan am So, 1.8.2010, 1:27, bearbeitet, (2x) |
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