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In der taz, gefunden via PT, sehr treffend:
Toter Briefkasten im Netz
Zitat:
Doch all die Mühe und der Erfolg von Wikileaks können über eines nicht hinwegtäuschen: Die Durchschlagskraft der digitalen Alternativmedien hat Grenzen. Was von klassischen Medien nicht weitertransportiert wird, nimmt die Mehrheit der Menschen nicht wahr. Beim digitalen toten Briefkasten Wikileaks fristen viele Dokumente ein trauriges Dasein in Ignoranz. Grund: Kaum eine Redaktion gibt Geld dafür aus, solche Mengen an Material zu sichten, die nicht exklusiv sind. Die Offenheit der Daten sorgt paradoxerweise dafür, dass sie verborgen bleiben. |
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Aus einem zwei, drei Tage alten FAZ-Artikel:
Zitat:
In der Tat steht die Organisation vor einer Bewährungsprobe, wie man wachsen kann, ohne die klandestine Struktur zu belasten. Denn so einfach es ist, in der ganzen Welt Server zu mieten, so schwierig ist es, Freiwillige zu finden, die eingereichte Dokumente beurteilen können. Also haben nun anscheinend auch die sammelwütigen Anti-Geheimdienstler das Problem, das sammelwütige Geheimdienstler seit eh und je haben - was Wunder.
Zitat:
Mit Algorithmen allein lässt sich die Welt nicht erschließen. Zu wirklich großer Form liefe Wikileaks allerdings erst auf, wenn es nicht mit - geheimen - Informationen aus der freien Welt aufwartet, sondern mit solchen über jene Regimes, welche die Pressefreiheit seit jeher bekämpfen. http://www.faz.net/s/Rub510A2EDA82C ... pl~Ecommon~Scontent.html# Ferner heute die Zeit nach PT:
Zitat:
Auf der ersten Seite bescheidet Andrea Böhm Wikileaks und andere Unbefugte, dass zu großer Enthüllungseifer nicht immer zum Besten des Volkes sei: "Das 'Leak', die Weitergabe vertraulicher Informationen ist nicht an sich schon ein Segen. Die Geheimhaltung in der Politik ist nicht nur dazu da, um Kriege zu verschleiern und die Bevölkerung zu belügen. Oft dient sie auch dazu, Schlimmeres zu verhindern." http://www.perlentaucher.de/feuilletons/2010-07-29.html#a28188 |
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Zitat:
Der Sinn von Wikileaks besteht doch weniger darin, Dokumente inhaltlich zu beurteilen, sondern vielmehr geheime Dokumente der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Insofern muss von Seiten Wikileaks vor allem die Authentizität der eingereichten Dokumente geprüft werden. Die inhaltliche Beurteilung müssen andere vornehmen.
Also haben nun anscheinend auch die sammelwütigen Anti-Geheimdienstler das Problem, das sammelwütige Geheimdienstler seit eh und je haben - was Wunder.
Zitat:
Das mag zwar sein, widerspricht in seinem Kern jedoch dem Wesen der Demokratie. Wenn Demokratie die Herrschaft des Volkes ist, benötigt das Volk auch die Informationen, diese Herrschaft auszuüben.
Die Geheimhaltung in der Politik ist nicht nur dazu da, um Kriege zu verschleiern und die Bevölkerung zu belügen. Oft dient sie auch dazu, Schlimmeres zu verhindern. Allein aus diesem Grund ist die Charakterisierung des gegenwärtigen Systems als Demokratie auch mehr als fraglich. |
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