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Die Piratenpartei scheint gerade das zu machen, was von Politamateuren neugegründete Parteien dann immer recht schnell machen: nämlich sich selbst zu zerfleischen:
http://wiki.piratenpartei.de/Benutz ... _Koenig#Unterst.C3.BCtzer Auch die Grünen wäre ohne die Leute mit K-Gruppen-Hintergrund wie Trittin nie eine erwachsene Partei geworden - ohne "die Leute, die wissen, wie man in Minderheitenparteien Mehrheiten organisiert", wie es in der FAZ mal vor Jahr und Tag sehr hübsch hieß. |
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Habs jetzt nur überflogen, aber... klar, das machen die schon lang und es war absehbar und es ist eine unausweichliche Folge von Basisdemokratie, zumal dann, wenn sie öffentlich zelebriert wird.
Es gibt nur zwei Möglichkeiten: Sie wachsen daran - oder sie gehen daran unter. Das Eigentümliche bei Adorno ist, dass man nie recht weiß, was er eigentlich will. (Hanns Eisler) |
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An der grafischen Überschrift stach mir als erstes "SEX" ins Auge: "Gegen Recht-Sex-Tremismus". Freudscher Verleser?
Das Eigentümliche bei Adorno ist, dass man nie recht weiß, was er eigentlich will. (Hanns Eisler) |
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Also, das wird sich kaum anders als freudsch deuten lassen.
Es fällt aber wirklich ins Augen, wenn das Wort in Versalien geschrieben wird. Das hier gefällt mir: RECHT SEX TRËMA |
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Tja, völkische Mobilisierung funktioniert heutzutage eben nur noch über den "Kampf gegen Rechts".
Dazu gehört, daß man mit dem Pathos der belagerten Minderheit auftritt; während ein Blick aus dem Fenster genügen würde, um einen darüber zu belehren, daß man die große Meute längst auf seiner Seite hat. Don`t pee on my leg and tell me it`s raining |
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Dem ist leider nix hinzuzufügen.
Schade, denn "gegen Rechts" ist mir wirklich ein Anliegen und ein paar von den Anliegen der PP auch. So aber... dumme Jungstudis, die mit Ach und Krach das Abi geschafft haben, das auch nur weil ihre Mathe-Noten soooo toll waren, dass man sie wegen Deutsch und Geschichte nicht durchrasseln lassen wollte. - Kommt mir jedenfalls des öfteren so vor. Das Eigentümliche bei Adorno ist, dass man nie recht weiß, was er eigentlich will. (Hanns Eisler) |
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Die haben da einem ihrer Mitglieder, das zufällig Antifant ist, erlaubt, das Partei-Logo im Kopf seines Antifanten-Blogs zu verwenden. Das ist alles.
Nebenbei, der "Kampf gegen Rechts" ist nicht etwa nur ein Surrogat für "nationale Identität" o. dgl....er ist definitiv deren heutige Form bzw. deren heute einzig noch mögliche Form; das Banner, hinter dem sich vom lallenden Penner bis zum BMW-Vorstand alle scharen können; nicht der größte, sondern der einzige gemeinsame Nenner, auf den sich die Mehrheit bewußtseinsmäßig noch bringen läßt. Darüber hinaus ist er aber auch ein Programm der linken Selbstverstümmelung. Je mehr sich die Linke auf den Antifaschismus hat vergattern lassen, desto mehr ist sie zur Stütze des vorherrschenden globalisierten Kapitalismus geworden. Wenn die Linke sich z.B. verordnet, das internationale Finanzkapital nicht zu kritisieren, dann tut sie`s aus antifaschistischer Motivation (oder was man heute dafür hält), getreu der Formel: Kritik an der Zirkulationssphäre = verkürzte Kapitalismuskritik = struktureller Antisemitismus. Don`t pee on my leg and tell me it`s raining Von Coriolan am Sa, 6.3.2010, 1:03, bearbeitet, (2x) |
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Bin ich jetzt zu müde um drüber nachzudenken. Antifaschismus war mal eine IDEE. Heute ist es offenbar eine Art von Religion. Mangels eigener Gedanken betet man nach, was irgendwer sagt und ist sich sicher, bei den passenden Leuten Applaus zu finden. Amen, ich sage euch: Selig die arm sind im Geiste, denn ihrer ist das Web 2.0.
Das Eigentümliche bei Adorno ist, dass man nie recht weiß, was er eigentlich will. (Hanns Eisler) |
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Aaron König ist fortan Ex-Pirat. Und ich kann es ihm nicht verdenken - bei der Hatz auf ihn.
Zitat:
Der Rückschlag in Nordrhein-Westfalen zeigt, dass die Piraten es nicht geschafft haben, sich auf eine Weise auf neue Themen zu einigen, die die Wähler überzeugt. Die übliche Kritik, dass das Themenspektrum der Piratenpartei zu eng sei, traf in NRW ja nicht zu. Der Landesverband NRW hat - keineswegs zur Begeisterung der "Wir-müssen-bei-den-Kernthemen-bleiben"-Fraktion - bewusst zu einer Vielzahl von Themenpunkten wie Umwelt, Bildung, Gesundheit, Drogen etc. programmatisch Stellung bezogen. Doch die Vorschläge, das bemerkt Tillmann Prüfer vom Zeit-Magazin ganz richtig, "könnten wahlweise aus den Programmen der Grünen, der SPD und der FDP abgeschrieben sein". Innovative, mutige Konzepte, die im besten Wortsinn "radikal" sind, nämlich an die Wurzel der Probleme gehend: Fehlanzeige. http://aaron-koenig.blogspot.com/2010/05/viel-gluck-piraten.html Tja, und aus dem Grund habe ich sie eben bei der Landtagswahl nicht nochmal gewählt. Dennoch sehe ich meine Stimme zur BTW nicht als verschwendet. |
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@klandestina
Ich habe die Ergebnisse der "Anderen" mit einigem Interesse zur Kenntnis genommen. Die Piraten als immerhin noch stärkste derselben bei 0,9 Prozent - also eine Halbierung, wenn man von der Bundestagswahl 09 ausgeht. http://de.wikipedia.org/wiki/Landta ... stfalen_2010#Wahlergebnis Und es war ja sogar auch meine Rede: Wenn ich grüne Politik wählen wollte, könnte ich auch das Original wählen und muß mich nicht an die unbedarften Nerds halten... |
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1,5 Prozent waren es dann aber doch.
Es sei denn, Du legst alle Wahlberechtigten zu Grunde und nicht nur die tatsächlich Wählenden. Na, ich denke eben, dass die 2% zur Bundestagswahl die anderen Parteien doch etwas aufgeschreckt und sensibilisiert haben. Was das Thema Internet angeht! Und nur darum ging es mir. Mit meiner Stimme für die FDP hätte ich dazu eher nicht beigetragen. |
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Ach, Himmel, wie dumm von mir! Ich war in der falschen Spalte, nämlich bei den Erstwählern! Ja, natürlich, Du hast recht.
Ja, aus ähnlichen Gründen habe ich die Piraten bei der Europawahl gewählt - aber eben nicht mehr bei der Bundestagswahl, auch, weil da schon die absehbaren Peinlichkeiten kamen... |
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Ende September 2009 schrieb ich:
Zitat:
Die Typen haben gestern einen völlig unerwarteten und nahezu unerklärlichen Triumph erzielt: 2 %, 850.000 Wähler beim ersten Antreten bei einer Bundestagswahl. Bei den Grünen waren es 1980 gerade einmal 1,5 %. Und die Nerds haben im Gegensatz zu den Grünen damals keine charismatischen Führerfiguren, keine Bastians, keine Kellys. Und Apparatschiks wie Trittin, die wissen, wie man in Minderheitenparteien Mehrheiten organisiert, haben sie auch nicht. Heute schreibt der SpOn:
Zitat:
Internet und Datenschutz, diese Formel reichte der Piratenpartei zu einem beachtlichen Aufstieg. Doch damit ist es jetzt vorbei: Die inhaltliche Ausrichtung ist unklar, die Führung rein männlich - und der letzte Parteitag geriet zur Farce. Weitere Wahlerfolge sind denkbar unwahrscheinlich. Und ferner schreibt er:
Zitat:
Dagegen zog sich der Parteitag in Bingen quälend, inhaltsleer und altbacken hin. Allein zehn Stunden brauchten die Piraten, um einen neuen Vorstand zu küren. Der besonnene, doch letztlich farblose Parteichef Jens Seipenbusch setzte sich mit 52,6 Prozent der Stimmen gegen sieben weitere Kandidaten durch, er darf die Piraten ein weiteres Jahr verwalten. Auch die übrigen Posten gingen an Männer. Gegen die Piraten sieht selbst der CSU-Vorstand aus wie eine Frauenclique. |
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SpOn schreibt eine Menge Blödsinn, wenn der Tag lang ist und die Damen und Herren Qualitätsjournalisten zu faul zum Recherchieren.
Mich ärgern solche Artikel, und mich ärgert diese ganze, total überflüssige Gender-Debatte in der und um die PP. Internet und Gender ist einfach kein Thema, Datenschutz und Gender ebensowenig. Diese Männerverein-Vorwürfe sind total unsinnig, ich hab seit 20 Jahren intensiv mit IT-Leuten Kontakt und da ist Gleichberechtigung der Geschlechter tatsächlich kein Thema, weil sie völlig selbstverständlich gelebt wird. Jedenfalls nach meiner Erfahrung. Vielleicht sollte Lena Simon ein Internet-Startup gründen und der Welt beweisen, dass auch eine Frau das kann. Ich bin übrigens für eine Frauenquote bei den IT-Milliardären. Warum sind Bill Gates, Steve Jobs und Mark Zuckerberg Männer? Ist doch einfach ungerecht! Das Eigentümliche bei Adorno ist, dass man nie recht weiß, was er eigentlich will. (Hanns Eisler) |
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