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Nun also doch noch dazu...
In der FAZ ein Totalabschuß des Films, ist schon etwas älter:
Zitat:
Filmkritik
Die wirklich plattesten Plattheiten Von Michael Althen 10. Januar 2007 Also gut. Man lacht in dem Film ungefähr zweieinhalb Mal. Einmal, wenn der Schauspiellehrer Grünbein (Ulrich Mühe) aus dem KZ Sachsenhausen als geschundene Kreatur in die Reichskanzlei gebracht wird und Goebbels (Sylvester Groth) ihn jovial fragt: „Na, wo haben wir Sie denn aufgescheucht?“ Als habe man ihn aus der Sommerfrische geholt. Das zweite Mal, wenn Hitler (Helge Schneider) genervt Goebbels nachäfft und „Wollt ihr den totalen Krieg?“ so affektiert runterleiert, als könne er den Satz nicht mehr hören, und schon gar nicht von Goebbels. [...] Weiter... Mich stören die unausgesetzten Vergleiche zu Charlie Chaplin auch, aber aus einem ganz anderen Grund. Ich habe CC-Filme seit ich zurückdenken kann, für unerträglich blöd und albern gehalten - wenn ich mich recht erinnere, wirklich schon als Kind. Ich habe bei keinem einzigen Charlie-Chaplin-Film auch nur ein einziges Mal das Bedürfnis verspürt zu lachen. Nicht einmal ein Zucken im Mundwinkel. |
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Ich werde mir ihn trotzdem anschauen. Alleine die Szene mit der Bismarck und dem Führer in der Badewanne.
Harki hat geschrieben:
Ich habe bei keinem einzigen Charlie-Chaplin-Film auch nur ein einziges Mal das Bedürfnis verspürt zu lachen. Nicht einmal ein Zucken im Mundwinkel.
Ich auch nicht. Slapstick. Der Urgrossvater der "Comedians" eben. Mein Humor ist deutlich subtiler, es darf gerne etwas britisch sein. Monty Python, Fawlty Towers etc. ("dont mention the war!") - das ist meine Art. Was ich jedoch auch mal gerne sehe, ist einfach die total Veralberung à la Tom Gerhardt. Wobei den Charakteren seines "Hausmeister Krause" eine tiefere, gesellschaftskritischere Metapher innewohnt.
[Ey Tommy, nicht in Flugzeug! ] |
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Also, ich wollte auch niemandem Charlie Chaplin miesmachen. Wer das witzig findet: bitte. Aber was mich wirklich stört, ist dieses Cineasten-Gesülze, dieses reflexartige In-die-Saiten greifen, wenn auch nur der Name fällt. Darüber rege ich mich übrigens auch auf, wenn es um Sergei Eisenstein geht: Beide scheinen bei denen - meiner Ansicht nach zu Unrecht - einen Heiligenschein zu haben.
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Zitat:
Was ich jedoch auch mal gerne sehe, ist einfach die total Veralberung à la Tom Gerhardt. Wobei den Charakteren seines "Hausmeister Krause" eine tiefere, gesellschaftskritischere Metapher innewohnt. Freundlich Endlich jemand der es erkannt. Ich muss sagen Ballermann 6, Voll Normal und Hausmeister Krause sind mir deutlich lieber als Mein Führer. Ich hab ihn vor einer Woche im Kino gesehen und außer Goebbels ist da gar nichts lustig. Viel zu inkonsequent der Film. |
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Zitat:
Also, ich wollte auch niemandem Charlie Chaplin miesmachen. Wer das witzig findet: bitte. Aber was mich wirklich stört, ist dieses Cineasten-Gesülze, dieses reflexartige In-die-Saiten greifen, wenn auch nur der Name fällt. Darüber rege ich mich übrigens auch auf, wenn es um Sergei Eisenstein geht: Beide scheinen bei denen - meiner Ansicht nach zu Unrecht - einen Heiligenschein zu haben. Mir aus der tiefsten Seele gesprochen.
Ihr wißt ja, ich bin ein leidenschaftlicher Cineast, kann aber diese kanonisierten heiligen Kühe auch nicht ausstehen. Der "Führer"-Film ist grottenschlecht und von einer erzpeinlichen Bewältigungssülze umgeben. Der "jüdische Schauspiellehrer" wird von dem trockenen Langweiler Ulrich Mühsam gegeben, und der darf dauernd stolz, aufrecht, ernst sein, damit ja keiner glaubt, hier werden auch die Joden und der Holo vereiert... Lieber das hier gucken!!: http://www.youtube.com/watch?v=wMDDmYVfTqk Shantih, shantih, shantih. |
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Ach herrje, als ich das geschrieben hatte, hatte ich nicht bedacht, daß wir hier ja auch einen an Board haben, der sich als Cineasten systematisiert. Ich werde nie mehr ein guter Foren-Admin, sondern bin und bleibe ein Troll.
Aber Du hast es ja offensichtlich nicht in den falschen Hals bekommen. *uff*
Eisenstein. Was mich an dem stört, sind die wahnsinnig primitiven Karikaturen: Die orgelspielenden westlichen Mönche in Alexander Newski (in der Orthodoxie gibt es eben keine Orgeln), die als Judenkarikaturen gezeichneten Spanier in Iwan der Schreckliche. Da kann mir kein Mensch was von Expressionismus etc. erzählen. Das ist einfach russisches Propaganda-Niveau. Veit Harlan hätte Selbstmord begangen, wenn er in einer schwachen Stunde so etwas gemacht hätte. |
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Harki, bastel uns einen Smiley, der wie Adolf aussieht!
Du mußt ihm ja bloß einen Bart und einen Scheitel machen! Bittebitte! Shantih, shantih, shantih. |
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( )
Ich glaube ich habe da was...: http://www.ben-newman.de/smilie/index.php?category=characters http://www.cliquenseite.de/misc.php?do=showsmilies |
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Zitat:
Eisenstein. Was mich an dem stört, sind die wahnsinnig primitiven Karikaturen: Die orgelspielenden westlichen Mönche in Alexander Newski (in der Orthodoxie gibt es eben keine Orgeln), die als Judenkarikaturen gezeichneten Spanier in Iwan der Schreckliche. Da kann mir kein Mensch was von Expressionismus etc. erzählen. Das ist einfach russisches Propaganda-Niveau. Veit Harlan hätte Selbstmord begangen, wenn er in einer schwachen Stunde so etwas gemacht hätte. In Alexander Newski gibt es auch diese blonden Bestien von deutschen Ordensrittern, die kleine Kinder ins Feuer werfen (die Szene fehlt in manchen deutschen Fassungen), Bischöfe mit Hakenkreuzen (!) an der Mütze ... es stimmt, dafür wäre sich Veit Harlan zu gut gewesen. Auch die frühen Filme sind voll mit Schwarz-Weiß Stereotypen und allerplattesten Propagandaklischees. Die Cineasten knien da zum Teil vor schierem Kitsch oder schierer Niedertracht, und merken es nicht einmal. Die Filmgeschichtsschreibung, zumal die deutsche, ist da sehr träge. Und auch "revisionismusfeindlich" (wenn wunderts?) Shantih, shantih, shantih. |
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"Leonid installiert eine Zinkbadewanne, UdSSR, 1952"
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Vinneuil hat geschrieben:
Harki, bastel uns einen Smiley, der wie Adolf aussieht! Du mußt ihm ja bloß einen Bart und einen Scheitel machen! Bittebitte!So, die Herausforderung konnte ich nicht auf mir sitzen lassen. Ein Meisterwerk ist das nicht, aber es sollte halt schnell gehen, und ich bin hier unter Linux, d.h. also GIMP, mit dem ich nicht so toll vertraut bin. Die Farben sind auch suboptimal. Aber immerhin. Und es sollte unbedingt ein 15x15-Smilie sein... ( )
Code:
:adolf: Von Harki am Do, 11.1.2007, 1:25, bearbeitet, (1x) |
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# Mehrheit der Deutschen lehnt Hitler- Satire ab
# Hitler- Komödie "Mein Führer": Der Gröfatzke # Hitler- Komödie "Mein Führer": Der Jud tut gut # "Mein Führer"- Regisseur Dani Levy: "Hitler hätte in Therapie gehört" # "Mein Führer": Schneider distanziert sich von Hitler- Film http://www.spiegel.de/kultur/ SPON veranstaltet einen riesen Kult um diesen Film, der es ja nicht wert ist. Daniel Haas (Der Gröfatzke) fängt auch mit dem CC vergleich an, er feiert das ganze als eine neue Stufe der Vergangenheitsbewältigung.
Zitat:
Sie behauptet, anders als die Dokufiction, nicht die Möglichkeit der Zeitgenossenschaft, nicht die Kompetenz einer Erklärung, sondern erzwingt eine peinliche Nähe zu jener Figur, die selbst in ihren krassesten Verteufelungen Respektsperson geblieben ist. Hier jedoch wird sie dekonstruiert: Hitler, ein brutaler Kindskopf, der das wirtschaftliche, kulturelle und politische Begehren einer Nation auf sich vereinigen konnte; ein perverser Einzelfall und zugleich Symptomträger seiner Zeit. Die Pointe von Hitler-Parodien im Fernsehen/Kino sind für mich oft zu berechenbar und somit kaum noch lustig. Helge Schneider fand ich noch nie lustig
Link "Jede vergangene Zeit war besser" - Jorge Manrique |
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Also, den "Bonker" fand ich ganz witzig - aber dieser Clip... neee.
Da wird mri zusehr stereotypisiert - aber nicht wirklich witzig. Da war der Qualtinger als der Herr Karl einfach göttlich!!! Oder der Merkatz als der Bockerer - das war genial! |
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Zitat:
Also, den "Bonker" fand ich ganz witzig - aber dieser Clip... neee. Der Bonker darf hier natürlich keinesfalls fehlen: Link |
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