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Ja, ich hatte auch so eine GK-Lehrerin!! Genauso eine! Popper-Jüngerin, übrigens. (Und 14 Punkte
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Edit: Na ja, fast so ein. Linksliberal war sie eigentlich nicht... Edit 2: Ach so, Deine war linksradikal, nee meine net. (Hantelnstemmen und Forenschreiben gleichzeitig ist keine so gute Ideee...) |
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Coriolan hat geschrieben:
Meine Gemeinschaftskundelehrerin war auch linksradikal; was sie nicht davon abhielt, mir 15 Punkte zu geben. Das Problem sind weniger die linksradikalen sondern die linksliberalen Lehrer Lady Basildon: Ah! I hate being educated! Mrs. Marchmont: So do I. It puts one almost on a level with the commercial classes, doesn't it? -- ![]() |
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Meine Lehrerin war zudem sehr attraktiv; wenn auch auf eine Art und Weise, die man als 18-, 19jähriger Himbeerbubi nicht zu schätzen wußte: streichholzkurzes, hennarotes Haar, kupferfarbener Teint, groß (1,75 m), durchtrainiert. Trug nicht den damals ubiquitären Schlabberlook, sondern kam wie aus dem Ei gepellt; manchmal im engen, schwarzen Lederrock. Fuhr zweimal wöchentlich nach Hannover, wo sie Rhetorikkurse an der Universität gab.
In den ersten Jahren nach dem Abitur hab ich sie hin und wieder auf `nen Kaffee getroffen. Das letzte Mal liegt aber auch schon lange zurück. Muß zu der Zeit gewesen sein, als Mobiltelefone in Mode kamen. Don`t pee on my leg and tell me it`s raining Von Coriolan am Di, 9.3.2010, 23:07, bearbeitet, (3x) |
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Zitat:
Meine Lehrerin war zudem sehr attraktiv; Ich sehe, die Ähnlichkeiten zwischen Deiner und meiner Lehrerin sind doch geringer, als von mir zunächst im Eifer des Gefechts angekommen. |
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Alle mal herhören! Lesebefehl:
Lehrer und Schüler passen nicht zueinander
Zitat:
Heutzutage kann man froh sein, wenn man in eine stinknormale Schule gegangen und von den Segnungen jedweder Internats-Erziehung verschont geblieben ist. Wir wollen jetzt zunächst gar nicht vom sexuellen Missbrauch reden, dem man dadurch möglicherweise entgangen ist, sondern nur davon, dass es in vielerlei Hinsicht vernünftig ist, wenn sich die Wege von Schülern und Lehrern mittags trennen. Schüler und Lehrer passen eigentlich nicht zusammen. Von Harki am Mi, 10.3.2010, 11:39, bearbeitet, (1x) |
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Zitat:
Schüler und Lehrer passen eigentlich nicht zusammen. Sie sind natürliche Gegner. Da ist was dran und das sieht man erst einige Jahre später anders
Zitat:
Einen Vormittag lang müssen sich Lehrer und Schüler zusammenreißen, bevor sie sich wieder in ihre jeweiligen Lebenswelten verabschieden. Also ich empfand es immer als Erleichterung, die Hausaufgaben gemacht zu haben (Kontrolle durch die Frau Mama, versteht sich ) und in den freien Nachmittag, diesem wunderbaren, frei zur Verfügung stehenden Etwas "entlassen" zu werden. |
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Zitat:
und in den freien Nachmittag, diesem wunderbaren, frei zur Verfügung stehenden Etwas "entlassen" zu werden. Ja, natürlich. Und ich bedauere die Schüler von heute, die das nicht mehr haben. Nun gut, nun ist aus mir auch nicht viel geworden, und ich kann das kaum als vorbildlich hinstellen. Eben nur als humaner im unschwülstigen Sinne, und das ist ja auch schon was. Edit: Und ich finde es sehr gut, daß sich Fuhr auf Internats-Erziehung im allgemeinen einschießt - und nicht nur aus "linke" (liberale) oder "rechte" (katholische) Internate. Von Harki am Mi, 10.3.2010, 11:56, bearbeitet, (1x) |
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Harki hat geschrieben:
Edit: Und ich finde es sehr gut, daß sich Fuhr auf Internats-Erziehung im allgemeinen einschießt - und nicht nur aus "linke" (liberale) oder "rechte" (katholische) Internate. Und nun möglicherweise auch bei den Roten... |
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Dieser wirklich freie Nachmittag ist in der Tat ein Geschenk gewesen*, und wenn ich heutzutage lese, was die Kinder (meist ab der 5. Klasse schon) alles an Hausaufgaben etc. haben, wird davon ja nicht mehr viel bleiben. Ganz abgesehen von Nachmittagsunterricht, wo dann die Erledigung der Hausaufgaben sich bis in die Abendstunden reinziehen kann.
Und wenn die Kinder noch Turnen, Musikunterricht, Reiten etc. haben, bleibt ihnen nicht mehr viel Zeit, einfach Kind zu sein. Würden die Kinder mehr draußen spielen, bräuchten sie keinen aufoktroyierten Turnunterricht mehr. *Dieses tolle Gefühl der Freiheit hatte ich übrigens in der Schule in Südafrika noch viel mehr, da wir nach dem Unterricht, kaum zu Hause angekommen, als allererstes aus der Schuluniform raus und in Spielklamotten rein sind! Da war klar - der Nachmittag gehört uns! |
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"Jetzt bloß keine Hexenjagd"
Zitat:
Dieser Text ist eine Grenzüberschreitung. Er hat auch in der Redaktion Diskussionen ausgelöst. Weil er provoziert und Gefühle verletzen könnte. Wir drucken ihn als Dokument. Der Schriftsteller Joseph Haslinger erzählt von seiner Jugend mit pädophilen Priestern und erklärt, warum das Strafgesetzbuch allein nicht weiterhilft PT dazu:
Zitat:
Der bislang wichtigste Text zum Thema pädophile Priester. Der österreichische Schriftsteller Joseph Haslinger erzählt von seiner Zeit im Internat, als Erziehung bedeutete, dass er und seine Mitschüler erniedrigt und mit dem Stock geschlagen wurden. "Die Pädophilen waren in dieser Sphäre von klösterlicher Gewalt eine Oase der Zärtlichkeit. Das Kloster war ein Exzess in dieser und jener Richtung." Heute ist es das wichtigste, dass Kinder geschützt werden - das macht Haslinger unmissverständlich klar, aber eine "Hexenjagd" auf Pädophile, deren Taten längst verjährt sind, lehnt er ab. "Ich hatte zu Gleichaltrigen und Älteren dieselben Kontakte wie andere auch. Ich war kein sozial gestörtes Kind, das hilflos dem Triebleben sakraler Päderasten ausgeliefert war. Ich war verstört, weil ich zu dieser Zeit ja auch noch ein sehr religiöser Mensch war und selbst Priester werden wollte. Die moralische Verstörung war weitaus übler als die erotische Konfusion. Es liegt mir daran, in einem Moment, in dem alle Welt sich plötzlich über solche Vorgänge entrüstet, als hätten sie keine Tradition, nicht nur über die Verstörung, sondern über alle Gefühle Auskunft zu geben. Gefühle, die man gehabt hat, sollte man im Nachhinein nicht einfach zugunsten einer moralischen Entrüstung abschütteln, als hätte es sie nicht gegeben. Es war nicht nur eine Last, ein solches Geheimnis zu haben, es war auch etwas Besonderes." Edit: Ich schließe mich der Wertung des Perlentauchers an, siehe auch hier: http://delicious.com/url/bb3f4e2daf8b9a999758fa69df7f7eb1 Von Harki am Sa, 13.3.2010, 18:43, bearbeitet, (2x) |
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Interessant zu beobachten sind die zwei Lager, die sich momentan in der Debatte bilden. Das linksliberale Lager, speziell SPON und SZ vertreten mit missionarischem Eifer eine Art säkularisierte Version des ursprünglich protestantische Rom-Hasses, wonach die RKK die Hure Babylon, der Papst der Antichrist und die Kirche ein Sumpf sexueller Ausschweifungen sei. Wenn z.B.in Ettal ehemalige Schüler zu ihrer Schule und Lehrern stehen, wird dies mit ärgerlichem Unterton berichtet.
Auf der anderen Seite findet sich die FAZ, die sich auf die Reformpädagogik (und damit auch "68") einschießt und Cohn-Bendit und Amelie Fried als Kronzeuginnen aufruft. Dort schreibt ein Kaube dann über die Reformpädagogik, die sich (mindestens implizit) auf eine von "Opferblut dampfende, auf Sklavenhaltung gegründete, päderastischen" griechischen Antike berufe und deswegen kein Sozialmodell sein könne. Lady Basildon: Ah! I hate being educated! Mrs. Marchmont: So do I. It puts one almost on a level with the commercial classes, doesn't it? -- ![]() Von frei_sein am Sa, 13.3.2010, 18:37, bearbeitet, (1x) |
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Exakt.
Und in einem weiteren Sinne geht mir erheblich auf die Nerven, in welchem Maße mittlerweile Kindesmißbrauch von allen möglichen Gruppen zu allen möglichen Zwecken instrumentalisiert und damit sozusagen wiederum mißbraucht wird. Twitternde Hausfrauen und linksliberale Social-Media-Spastis schreien damit gegen die RKK (oder auch einmal gegen Roman Polanski) an, die FAZ nun gegen den 70er-Linksliberalismus, Leyen hätte Kindesmißbrauch gerne gegen das Netz verwendet gehabt, die NPD fordert damit die Todesstrafe. Mich stört der durchweg hysterische Tonfall, schon die Omnipräsenz des Begriffes "Kinderschänder". Man kann geteilter Meinung sein, aber mich stört der Konsens der Wohlmeinenden, mich stört der offenbar gesellschaftlich erwünschte Reflex, daß einem nur noch "Kinderschändung!!!" einzufallen habe, wenn man nach einem besonders schlimmen Verbrechen gefragt wird. Als offenbar altmodischer Mensch halte ich Mord immer noch für ein schlimmeres Verbrechen als Vergewaltigung. Schon daher fand ich den Text von Haslinger so wichtig. Von Harki am Sa, 13.3.2010, 22:25, bearbeitet, (1x) |
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Mich nervt einerseits die in meinen Augen ungerechte Berichterstattung.
Andererseits ist es offenbar so, dass die kirchlichen Würdenträger entweder nur noch buckeln oder sich total auf die Ungerechtigkeiten der Medien fixieren. Irgendwie fehlt da eine meistens eine mehr abgeklärte Herangehensweise. Grüppchen wie WsK oder so nehme ich nicht ernst, muss man auch nicht. |
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Also, meine Zwischenbilanz aus diesen ganzen Affären:
Peng. Kampf aller schwulen Männerbündelei im Erziehungswesen, Kampf im weiteren Sinne aber auch allen Formen von "Esprit de Corps" und Lebensbund/born-Romantik dort. Von Harki am So, 14.3.2010, 16:38, bearbeitet, (2x) |
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Harki hat geschrieben:
Kampf aller schwulen Männerbündelei im Erziehungswesen, Kampf im weiteren Sinne aber auch allen Formen von "Esprit de Corps" und Lebensbund/born-Romantik dort. Aus einem auch ansonsten lesenswerten (freilich recht langen) Artikel von Heike Schmoll zu den geistigen Grundlagen der Odenwaldschule:
Zitat:
Ohne die prägenden geistesgeschichtlichen Strömungen der damaligen Zeit, den Kulturprotestantismus, die Homosexuellenemanzipation, die Lebensreformbewegung und den pädagogisch-platonischen Eros lassen sich die Anfänge der Landerziehungsheimbewegung mitsamt ihrer Erlösungsrhetorik nicht verstehen. http://www.faz.net/s/Rub594835B6727 ... pl~Ecommon~Scontent.html# |
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