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... ist hier bislang noch nicht thematisiert worden - eigenartig für eine derartigen Umgebung
Nun denn: praktizieren außer mir noch andere das christliche Gebot "Geben ist seliger denn nehmen" im Ring, im Dojo oder auf anderer Kampffläche? |
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Ich hatte fast schon erwartet, daß Du dazu demnächst was schreiben würdest.
Sportler, halt.
Seit wann machst Du eigentlich Kampfsport? Du hattest mal geschrieben "seit vielen, vielen Jahren"? Von Harki am Mi, 13.9.2006, 20:08, bearbeitet, (1x) |
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Vercel hat geschrieben:
Nun denn: praktizieren außer mir noch andere das christliche Gebot "Geben ist seliger denn nehmen" im Ring, im Dojo oder auf anderer Kampffläche? Ich interessiere mich seit Jahren - insbesondere seit meiner Mishima-Lektüre - für Kendo bzw. Iaido, habe hier allerdings (bisher) keine Trainigsmöglichkeit in vertretbarer Entfernung finden können. |
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Wieso hattest Du so etwas erwartet?
Begonnen habe ich vor mehr als 25 Jahren und habe mich in der Zeit - mit einigen familiär und beruflich bedingten Unterbrechungen - durch verschiedene Systeme durchgearbeitet, mal mit mehr, mal mit weniger Erfolg. Im Augenblick (will meinen in den letzten Jahre) habe ich mich wieder intensiv dem Iaido gewidmet (Muso Jikiden Eishin-Ryu Stil). Einen meiner alten Karatelehrer habe ich neulich wieder getroffen und er will mich überreden, doch wieder einzusteigen (hatte damals kurz vor der Danprüfung aufgrund Bundeswehr aufhören müssen) - ich glaube aber, daß ich das wohl sein lasse ... ich hätte wohl Schwierigkeiten, beim Freikampf "Sportkarate" zu machen ... |
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Ich habe eine zeitlang Ju-Jutsu gemacht, allerdings ist es aufgrund vielfältiger Verpflichtungen eingeschlafen. Weiterhin stört mich die breitensportliche Ausrichtung, das Verbandsgetue inklusive Funktionäre etc. Was ich sehr schätze, ist die strenge Ordnung und die Philosophie die beim Budo dahintersteht. Nun, vielleicht finde ich ja mal einen neuen Dojo ...
Ansonsten lese ich gerne mal Dinge über den Bushidō, z.B. "Das Buch der fünf Ringe" von Miyamoto Musashi oder das Hagakure. (siehe auch hier: http://konjunktiv2.de/beitrag16735.html#16735) |
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Früher machte ich mal Judo, jetzt nur noch Schiess-Sport. Wie haltet Ihr das mit dem, neben Kicken, Treten und Schlagen? z.B. so Kriegsspiele auf dem Feld und sonstiger "Wehr-Sport" im kleineren Rahmen?
"Unnütz, jemandem einen Gedanken erklären zu wollen, dem eine Anspielung nicht genügt." |
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Ion Mota hat geschrieben:
Wie haltet Ihr das mit dem, neben Kicken, Treten und Schlagen? z.B. so Kriegsspiele auf dem Feld und sonstiger "Wehr-Sport" im kleineren Rahmen? Du meinst vermutlich Airsoft, Paintball etc. Damit hat man es in Deutschland schwer. Neben der waffenrechtlichen Komponente (Erfordernis befriedeter Grundstücke) steht auch der bei uns allgemeine und allgegenwärtige Pazifismus. "Kriegsspiele" sind böse und pfui, weil "menschenverachtend" und "kriegsverherrlichend". Daher haben die Liebhaber derselben bisweilen Probleme mit den Behörden (Verbot von Spielen etc.) und weichen häufig ins Ausland aus. Das, was man in der Schweiz im allgemeinen unter "Wehrsport" versteht (Mehrkampf), ist hierzulande natürlich erst recht tabu, es sei denn, man ist bei der Bundeswehr. Leider.
In der BRD finden selbst Veranstaltungen des Reservistenverbandes in Zivil statt, damit man den armen Bürgern nicht den Anblick von Uniformen zumuten muß.
Ion Mota hat geschrieben:
... jetzt nur noch Schiess-Sport. Schön, daß ich nicht der einzige Waffeninterssierte hier bin. Von Paul am Do, 14.9.2006, 16:04, bearbeitet, (3x) |
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Zitat:
(Verbot von Spielen etc.) Eeeecht? Schon damit gibt es Schwierigkeiten?! Unfaßbar. (Die Materie liegt mir einfach fern, weil ich überhaupt keinen Draht zu mannschaftssportartigen Sachen habe, generell nicht zu Spielen jedweder Form. Dazu bei Gelegenheit mehr. Ich höre Pauls Erläuterungen aber dennoch mit Entsetzen.)
Zitat:
Das, was man in der Schweiz im allgemeinen unter "Wehrsport" versteht (Mehrkampf), ist hierzulande natürlich erst recht tabu, es sei denn, man ist bei der Bundeswehr. Hätte einer von Euch vielleicht einen Link parat oder ein kurze Erläuterung zu geben, was man in der Schweiz darunter versteht? Jawohl nicht so etwas wie Modernen Fünfkampf, oder? |
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Ja ich rede von Airsoft. Was wunderbares was mich seit einigen Wochen völlig "gepackt" hat. Leider auch ziemlich teuer. War es aber Wert. Ich weiss das wir hier in der Schweiz damit noch weniger Probleme haben aber auch hier gilt bald ein neues Waffengesetz. Aber im Moment ists doch schön, da es in der Schweiz erlaubt ist ohne Waffenschein Gewehre mit Vollautomatik und einer Stärke von über 1 Joule zu besitzen und zu benutzen. (Natürlich nur wenn auch nur 6mm Plastikkügelchen heraus kommen) Jedenfalls ist mein gutes Stück auf 30m in Seriefeuer genau. Was man aber noch aufrüsten kann. Z.B. bekommt mein Bruder in den nächsten Wochen ein Scharfschützengewehr das auf sage und schreibe 60-70 m genau trifft. Mit Zielfernrohr und allem. Vielleicht gibts zu Weihnachten dann mal noch eine Gatlin? He he. Das wäre wundervoll.
Hierzulande gilt, es ist erlaubt mit Airsoft auf andere zu schiessen, wenn diese das einverständnis dazu geben und es auf Privatbesitz geschieht. Leider haben wir zurzeit noch keine Bewilligung eines Bauern o.Ä. eingeholt. Zurzeit spielen wir eher illegal auf Feld und im Wald. Störte aber bis jetzt trotzdem noch niemand. "Unnütz, jemandem einen Gedanken erklären zu wollen, dem eine Anspielung nicht genügt." |
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Harki hat geschrieben:
hätte einer von Euch vielleicht einen Link parat oder ein kurze Erläuterung zu geben, was man in der Schweiz darunter versteht? Jawohl nicht so etwas wie Modernen Fünfkampf, oder? Euer Wunsch sei mir Befehl: http://www.military-pentathlon.ch/ In der Tat eigentlich einfach eine von den Disziplinen her etwas militarisierte Abart des modernen Fünfkampfes. Keinerlei Ähnlichkeiten zu Wehrsportgruppe Hoffmann & Co. also
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Dávila hat geschrieben:
In der Tat eigentlich einfach eine von den Disziplinen her etwas militarisierte Abart des modernen Fünfkampfes. Keinerlei Ähnlichkeiten zu Wehrsportgruppe Hoffmann & Co. also Danke!
Auf mich wirkt das auf Anhieb wie ein entaristokratisierte, modernisierte Version des Modernen Fünfkampf, der ja schon militärisch ist. Nur wird hier (Schweizer Variante) mit dem Gewehr geschossen, nicht mit der Pistole, und Reiten und das Fechten fällt weg. Hinzu kommt dafür das Handgranatenwerfen und die Rödelbahn. |
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entaristokratisiert trifft den Punkt wohl genau. Zumindest für Offiziere müsste Fechten / Reiten nach wie vor zur Pflicht gehören
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Na ja, lassen wir's unter "Körperertüchtigung" laufen. Auch ganz nett. Obschon für den heutigen High-tech Krieg ist ja noch nicht mal mehr das vonnöten ist R: |
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Na, die Schweiz hat ja ihre größten militärischen Triumphe (als Gemeinwesen) gegen Adelheere (Habsburg, Burgund) erzielt - warum sollte sie da nicht auch den Modernen Fünfkampf infanterisieren dürfen?
Zur Frage der Bedeutung von Körperertüchtigung im modernen Krieg dürfte der Verfasser des Ausgangsposts eine andere Meinung haben. |
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Dávila hat geschrieben:
entaristokratisiert trifft den Punkt wohl genau. Zumindest für Offiziere müsste Fechten / Reiten nach wie vor zur Pflicht gehören .
Na ja, lassen wir's unter "Körperertüchtigung" laufen. Auch ganz nett. Obschon für den heutigen High-tech Krieg ist ja noch nicht mal mehr das vonnöten ist R: Zum Reiten: Hotlinksperre: http://www.fnfal.com/falfiles/images/greys.jpg Und zum Thema "Körperertüchtigung ist in den heutigen High-tech Kriegen nicht mehr vonnöten" äußere ich mich nicht - da hast Du sicher mehr Ahnung als ich ... |
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na na, dass ich da mal nicht falsch verstanden werde: selbstredend ist die körperliche Leistungsfähigkeit nach wie vor unabdingbar. Die Aussage war
I. so natürlich nicht ganz ernst gemeint und II. bezog sie sich - im "erstgemeinten Teil" - lediglich auf die "Wargames-Komponente" des Krieges. Dass es in der asymmetrische Kriegsführung (vulgo: Partisanenkampf) wie wir sie heute erleben, nicht ohne Körperkraft, Ausdauer etc. geht, steht wohl ausser Zweifel. Die Sache mit den Adelsheeren kommt so auch nicht ganz hin. Für die grossen, sog. Freiheitsschlachten, die über die Jahrhunderte quasi mythologisiert worden sind, mag das stimmen. In späteren Zeiten, von der klassischen Reisläuferzeit bis hin zu den Tagen des kleinen Emporkömmlings aus Korsika, war die Gegnerschaft jeglicher Couleur. Den revolutionären Pöbel von Paris beim Tuileriensturm wollen wir ja nicht im Ernst mit einem burgundischen Ritterheer vergleichen, oder
R: Nachtrag: ich seh grad, dass Du ja vom "Gemeinwesen" gesprochen hast. Da hätt ich mir die Ausführungen sparen können, soweit stimmt die Aussage natürlich mehrheitlich. |
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