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Griechenland (Harkis Schimpf-und-Schanden-Thread... )

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konjunktiv 2 » Publikums-Rubriken » Politik » Griechenland (Harkis Schimpf-und-Schanden-Thread... ) (48 / 3033)
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homo ludens
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k2
12493 – XII.04
Kappe linksWebsite von Harki besuchen: Amyklai - Ein TagschattenbuchKappe rechts
vor 123 Tagen: Mi, 5.5.2010, 18:09 Kurz-URL Beitrag Nach oben
Na, vor allen Dingen wird da ein möglicherweise ganz netter Mensch großen Ärger bekommen haben. ;)

http://konjunktiv2.de/lastfm_Harki_12.png
vor 123 Tagen: Mi, 5.5.2010, 18:09 Antworten mit ZitatNach unten
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VIII.MMVI
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Huldra
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581 – IV.09
vor 123 Tagen: Mi, 5.5.2010, 18:12 Kurz-URL Beitrag Nach oben
Auch das ... ;)
vor 123 Tagen: Mi, 5.5.2010, 18:12 Antworten mit ZitatNach unten
Coriolan
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M
1887 – I.07
vor 123 Tagen: Mi, 5.5.2010, 18:12 Kurz-URL Beitrag Nach oben
Hör bloß auf, mit dem verdammten Saftladen :übel: , bei dem die rechte Hand nicht weiß, was die linke tut, habe ich derzeit einen Riesenärger. :grr:

"The future`s so bright, I gotta wear shades"
vor 123 Tagen: Mi, 5.5.2010, 18:12 Antworten mit ZitatNach unten
Huldra
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D
581 – IV.09
vor 123 Tagen: Mi, 5.5.2010, 18:16 Kurz-URL Beitrag Nach oben
Oje, das klingt nicht gut ... :eek:
vor 123 Tagen: Mi, 5.5.2010, 18:16 Antworten mit ZitatNach unten
Coriolan
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1887 – I.07
vor 123 Tagen: Mi, 5.5.2010, 18:23 Kurz-URL Beitrag Nach oben
Bis jetzt haben sich die Leute vom Callcenter nicht einigen können, ob die Zähler falsch angeschlossen waren oder nicht.

Ich erwäge einen Anbieterwechsel.

Der Vertrag wegen der Photovoltaic-Anlagen wäre davon nicht berührt.

"The future`s so bright, I gotta wear shades"
vor 123 Tagen: Mi, 5.5.2010, 18:23 Antworten mit ZitatNach unten
frei_seins Avatar
k2
3224 – I.05
Kappe linksWebsite von frei_sein besuchenKappe rechts
vor 121 Tagen: Fr, 7.5.2010, 22:48 Kurz-URL Beitrag Nach oben
Nun, nachdem das Hilfspaket durch ist, können wir Wetten abgeben, wann trotzdem eine Umschuldung kommen wird. Griechenland hat sich übernommen wie jemand, der seine Versandhandelskredite nicht mehr bezahlen kann weil er zwar arbeitet, aber leider zu wenig verdient. Wie soll Griechenland eine Staatsverschuldung abbauen, die 130% bis 150% des BIP beträgt, wenn Deutschland schon unter seinen bald 80% (bis vor der Krise rund 60%) -bei niedrigerem Zinssatz- ächzt?

Auch ohne Keynesianer zu sein, erscheint es mir logisch, daß das Sparpaket in Griechenland kontraproduktiv für das Wirtschaftswachstum sein wird, denn Verbrauchssteuererhöhung und Gehaltskürzung dürften nicht gerade Konsum und Investitionen ankurbeln. Dann sinken die Steuereinnahmen und die Regierung muß noch stärker sparen, was sicherlich mit erneuten Unruhen einhergehen wird. Und wie man gesehen hat, sind die griechischen Linksextremisten durchaus zu Morden bereit.

Ich denke, ohne eine Umschuldung, die Kredit- und Zinslast deutlich reduziert, wird es auf Dauer nicht gehen, es sei denn, die Regierung haben noch einen verborgenen Steuerschatz der bisherigen EU-Profiteure, was aber wohl eher unwahrscheinlich ist.

Mit den Tributzahlungen des attischen Seebundes wurde wenigstens noch die Akropolis gebaut, wir verhindern mit unseren gerade mal, daß uns die Südöstflanke unmittelbar wegbricht.

Lady Basildon: Ah! I hate being educated! Mrs. Marchmont: So do I. It puts one almost on a level with the commercial classes, doesn't it?

--

http://img810.imageshack.us/img810/1433/56022200.gif


Von frei_sein am Fr, 7.5.2010, 22:58, bearbeitet, (2x)
vor 121 Tagen: Fr, 7.5.2010, 22:48 Antworten mit ZitatNach unten
Coriolan
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1887 – I.07
vor 120 Tagen: Sa, 8.5.2010, 0:17 Kurz-URL Beitrag Nach oben
Im Grunde kommt alles so, wie ich es seit 9/11 erwartet habe. Die Geschichte wiederholt sich eben doch. Am Ende wird man wahrscheinlich wieder einen Krieg führen, um die strukturelle Verwertungskrise zu beheben. Nur daß diese selbst durch einen Krieg nicht zu beheben ist...

"The future`s so bright, I gotta wear shades"


Von Coriolan am Sa, 8.5.2010, 0:30, bearbeitet, (2x)
vor 120 Tagen: Sa, 8.5.2010, 0:17 Antworten mit ZitatNach unten
frei_seins Avatar
k2
3224 – I.05
Kappe linksWebsite von frei_sein besuchenKappe rechts
vor 120 Tagen: Sa, 8.5.2010, 12:09 Kurz-URL Beitrag Nach oben
Coriolan hat geschrieben:
Im Grunde kommt alles so, wie ich es seit 9/11 erwartet habe. Die Geschichte wiederholt sich eben doch. Am Ende wird man wahrscheinlich wieder einen Krieg führen, um die strukturelle Verwertungskrise zu beheben. Nur daß diese selbst durch einen Krieg nicht zu beheben ist...


Das halte ich nach momentanen Lage der Dinge für eher unwahrscheinlich.


Zitat:
„Wir werden den Euro verteidigen, was immer es kosten mag“, versprach EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso nach dem Sondergipfel in Brüssel.


Wollen wir mal hoffen, daß es sich hierbei nicht um Durchhalteparolen à la Comical Ali oder Reichssender Berlin handelt, sondern lediglich um ein Signal an die Marktteilnehmer, das wohl implizit bedeuten soll, daß man den Euro im Zweifel zwar nicht verteidigen könne, aber bereit sei, den Gegnern größtmöglichen Schaden zuzufügen. Sozusagen die Übernahme der spieltheoretischen Überlegungen zur Sanktionierung unkooperativen Verhaltens, wie sie im Kalten Krieg z.B. der massive retaliation zugrunde lagen.

Lady Basildon: Ah! I hate being educated! Mrs. Marchmont: So do I. It puts one almost on a level with the commercial classes, doesn't it?

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vor 120 Tagen: Sa, 8.5.2010, 12:09 Antworten mit ZitatNach unten
Coriolan
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1887 – I.07
vor 120 Tagen: Sa, 8.5.2010, 12:56 Kurz-URL Beitrag Nach oben
Zitat:
Das halte ich nach momentanen Lage der Dinge für eher unwahrscheinlich.


Ich wollte auch nicht akute Kriegsgefahr beschwören, sondern lediglich daraufhin hinweisen, daß die Krise, die uns seit vier Jahrzehnten getreulich begleitet, inzwischen in ein Stadium eingetreten ist, in welchem letztes Mal der Vorlauf zum Zweiten Weltkrieg begann. Ich denke schon, daß es Erkenntnisgewinn verspricht, den Zweiten Weltkrieg unter dem Aspekt der Krisenbewältigung zu sehen.

"The future`s so bright, I gotta wear shades"
vor 120 Tagen: Sa, 8.5.2010, 12:56 Antworten mit ZitatNach unten
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k2
3224 – I.05
Kappe linksWebsite von frei_sein besuchenKappe rechts
vor 120 Tagen: Sa, 8.5.2010, 21:45 Kurz-URL Beitrag Nach oben
Die FAZ stimmt meiner spieltheoretischen Analyse zu ;)

Zitat:
Die EU stellt eine praktisch grenzenlose Haftung für schwächelnde Euro-Staaten in Aussicht – in der Hoffnung, dass die Garantie nie gezogen werden muss, weil die Spekulanten davon abgeschreckt werden.


http://www.faz.net/s/Rub3ADB8A210E7 ... Tpl~Ecommon~Sspezial.html

Ansonsten ist der Artikel recht ernüchternd, die europäische Anleihe kommt, der kleine Franzose freut sich über eine „veritable Wirtschaftsregierung im Euro-Raum“ und daß die Beschlüsse „zu 95 Prozent“ auf französische Vorstellungen zurückgehen. Der Stabilitätspakt ist noch mehr Geschichte, als er ohnehin schon seit Jahren war. Ach ja, und die EZB wird natürlich auch noch Staatsanleihen monetarisieren, was der zeitgemäße Terminus für das Äquivalent zum Gelddrucken in den 20er Jahren ist ;)

Zitat:
Die Parole ist nun eine andere, ausgegeben von Barroso: „Wir werden den Euro verteidigen, was immer es kosten mag.“ Das lässt sich zugespitzt auch anders ausdrücken: Der Euro-Raum hat nur noch zwei Optionen. Entweder hat die von Sarkozy initiierte Rettungsaktion Erfolg. Dann wird die Währungsunion endgültig zu einer französisch inspirierten, sehr teuren Transferunion. Oder sie hat keinen Erfolg, und das Ende des Euro ist absehbar.


Ich kann natürlich nicht beurteilen, ob dieses Ergebnis in dieser Situation unausweichlich war. Daß sich Deutschland aber zur Getriebenen und Merkel zur Statistin hat machen lassen, ist natürlich der Politik der letzten Jahre/Jahrzehnte anzulasten. Sarko und Silvio haben Moskau abgesagt, Merkel fährt aber hin, was wohl heißt, sie hat in Brüssel zumindest in dieser Angelegenheit nichts mehr zu melden.

Nun warten wir die nächste Woche ab, ob die Androhung von massive retaliation den Euro-Frieden erhält, oder sich, wie es im Kalten Krieg gewesen wäre, ihr tatsächlicher Einsatz für Deutschland desaströs entwickelt.

---
@Coriolan

Die Kriegsrhetorik dient bisher nur zum Verkaufen des Putsches gegen die Verträge ("Die Märkte interessiert die Rechtsgrundlage nicht"), also Angriffe gegen den Euro, den wir koste es was es wolle verteidigen werden und dazu mit einer "Generalmobilmachung" "ohne Gnade gegen die Spekulation kämpfen werden", wie es Juncker, Barroso und Sarko formulieren.

Lady Basildon: Ah! I hate being educated! Mrs. Marchmont: So do I. It puts one almost on a level with the commercial classes, doesn't it?

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Von frei_sein am Sa, 8.5.2010, 22:27, bearbeitet, (6x)
vor 120 Tagen: Sa, 8.5.2010, 21:45 Antworten mit ZitatNach unten
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k2
3224 – I.05
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vor 118 Tagen: Mo, 10.5.2010, 12:24 Kurz-URL Beitrag Nach oben
Scheinbar hat sich Deutschland nur in einem Punkt durchgesetzt, nämlich den Putsch der Kommission und der EU-Beamtenschaft gegen die Nationalstaaten dadurch zu entschärfen, daß man eine weitere Ebene ("Zweckgesellschaft") eingezogen hat, also die Kommission nicht direkt Anleihen ausgeben kann. Wer in dieser Gesellschaft wie viel zu sagen hat, und ob es damit wirklich ein Erfolg war, wird sich allerdings erst zeigen müssen.

Letztendlich schient auf uns ein potenzierter Länderfinanzausgleich zuzukommen, bei dem die vernünftig wirtschaftenden Länder abgestraft werden, weil die schwächeren Länder, wie auch innerhalb Deutschlands, über ein gewisses Erpressungspotential verfügen.

Die neuen Möglichkeiten der EZB (alsoGeld zu drucken), die ihre Unabhängigkeit aufgeben und fortan politischen Direktiven folgen muß, werden jedenfalls dazu führen, dass sich EZB und FED nun gegenseitig in einen Inflationierungs- und Abwertungswettlauf begeben können, wenn sie das für richtig erachten. Etwas, was insbesondere amerikanische Professoren, schon seit der Gründung der EZB angemahnt haben. Denn bekanntlich ist die FED im Gegensatz zur Bundesbank ja ein Erfolgsmodell für die breite Masse der Bevölkerung ;)

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Von frei_sein am Mo, 10.5.2010, 12:32, bearbeitet, (1x)
vor 118 Tagen: Mo, 10.5.2010, 12:24 Antworten mit ZitatNach unten
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k2
3224 – I.05
Kappe linksWebsite von frei_sein besuchenKappe rechts
vor 118 Tagen: Mo, 10.5.2010, 20:46 Kurz-URL Beitrag Nach oben
Europäische Staatsanleihen (zumindest Mittel- oder gar Langläufer) würde ich jedenfalls auch dann nicht in mein Depot zur Altersvorsorge aufnehmen, wenn ich dem Staat nicht schon aus Prinzip kein Geld leihen würde ;) Die nächsten Jahre dürften von Helmut Schmidts Diktum "lieber 10% Inflation als 10% Arbeitslosigkeit" geprägt werden, um am Ende beides zu haben. Von einer Rückzahlung einer 30jährigen Bundesanleihe würde ich zum Fälligkeitszeitpunkt heute nicht ausgehen. Wenn sie nicht vorher schon inflationär entwertet wurde, dürften in 30 Jahren die Steuerzahler fehlen, um die Staatsschulden und Rentenverpflichtungen zu bedienen. Auf einen alternativen Innovations- und Investitionsboom mit entsprechenden Produktivitätsfortschritten würde ich hierzulande nicht warten wollen, zumal es danach aussieht, als ob die bisherige Entwicklung, daß jede Generation besser ausgebildet (und im Schnitt schlauer) als ihre Vorgängergeneration war, an ihrem, zumindest vorläufigen, Scheitelpunkt angekommen ist.

Denn die momentane Lage ist ja folgende: Die Regierungen haben die Banken in der Finanzkrise gerettet, worauf die Banken die notwendigen Summen für den Bailout und die Konjunkturprogramme den Regierungen zur Verfügung stellen konnten (dank billigen Zentralbankgeldes). Mit sinkender Bonität der Regierungen geraten nun wieder die Banken unter Druck, die Regierungen müssen also wieder ihre Finanziers stützen, d-h- die Bonität möglicher Pleitestaaten sichern / erhöhen (und drucken zusätzlich Geld, auch wenn die EZB sich um eine direkte Monetarisierung zu verhindern zunächst nur auf dem Zweitmarkt und nicht direkt mit Staatsanleihen eindecken soll).

Das EU-Paket sorgt nun dafür, daß das vorerst weiter funktionieren kann. Man hofft wohl, durch kontrollierte Inflation die Budgets mittelfristig wieder aus der Gefahrenzone bringen zu können. Gleichzeitig werden die Märkte weiter extrem nervös bleiben, denn das Grundproblem der exorbitanten Staatsverschuldung bleibt absehbar bestehen. Zudem können je nach Bedarf weitere Horrormeldungen über von den Staaten ausgestellte, ungedeckte Schecks (z.B. Beamtenpensionen) auftauchen.

Man darf auch nicht vergessen, daß das jetzige EU-Paket ein Signal an die Märkte sein soll (siehe oben). Sollte es tatsächlich zur Auszahlung an schwache Länder kommen, also seinen Zweck zu drohen und zu beschwichtigen, um nicht auszahlen zu müssen, nicht erfüllen, wird es die Erhöhung der Staatsschulden aller beteiligten EU-Länder bedeuten und somit deren Bonität wieder senken, was wiederum die Banken bedroht.

Abgesehen davon kann es, wie der SPON auch richtig schreibt, vor einer Auszahlung noch innenpolitischen Streitigkeiten kommen, und der Schirm der EU letztendlich auf tönernen Füßen stehen, wenn Merkel die 130 Mrd. nicht durch den Bundestag kriegt. Schon bei der Griechenlandhilfe haben ja einzelne Staaten gestreikt.

Wie gesagt, man droht und beschwichtigt, um zu verhindern, wirklich zahlen zu müssen. Das kann gut gehen, wenn es aber scheitert, sieht es ziemlich bitter aus, um nochmal die Strategie im Kalten Krieg zu bemühen.

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Von frei_sein am Mo, 10.5.2010, 23:04, bearbeitet, (5x)
vor 118 Tagen: Mo, 10.5.2010, 20:46 Antworten mit ZitatNach unten
Coriolan
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1887 – I.07
vor 105 Tagen: So, 23.5.2010, 18:55 Kurz-URL Beitrag Nach oben
Life in the German Empire - Kanadischer Artikel, den Abendland-Apokalyptikern der Neuesten Rechten wärmstens empfohlen.

Auch die Kommentare sind lesenswert.

"The future`s so bright, I gotta wear shades"
vor 105 Tagen: So, 23.5.2010, 18:55 Antworten mit ZitatNach unten
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k2
3224 – I.05
Kappe linksWebsite von frei_sein besuchenKappe rechts
vor 105 Tagen: So, 23.5.2010, 19:27 Kurz-URL Beitrag Nach oben
Ich wüßte jetzt nicht, wo ich in diesem Artikel eine für Deutschland (und sogar Europa) erfreuliche Zukunft rauslesen soll ;) Letztendlich besagt der Artikel, daß das deutsche Wirtschafts-Empire eine ähnliche Bürde darstellt, wie das amerikanische Militär-Empire. Die Bevölkerung beider Nationen nimmt Wohlstandseinbußen hin, weil - unter dem Status Quo - alle anderen Alternativen noch schlechter wären. Auch historisch betrachtet, ist wirtschaftliche Dominanz Deutschland nie so gut bekommen ;)

Letztendlich ist es eine Prestigefrage und das Problem, daß man Dinge aneinanderkettet, die nichts miteinander zu tun haben. Die Amerikaner brauchen objektiv gesehen keine riesige Militärpräsenz in Japan und Südkorea, sind aber weithin anderer Überzeugung und werden darin von den Ländern, die davon profitieren*), bestärkt. Das kennen wir aus Europa ("keep the Americans in") freilich auch.

Das hysterische "Fällt der Euro fällt Europa" ist das hiesige Analog dazu. Zum einen müßte ein Ausscheren Griechenlands et al. keineswegs einen Fall des Europa bedeuten, zum anderen ist es pervers, die europäische Idee an einer Währung festzumachen. Man kann die europäische Einigung nicht am Devisenkurs festmachen.

--

Abgesehen davon weiß ich nicht, welche deutschen Banken er meint, die angeblich größere Marktanteile in Südeuropa hätten. Auf europäischer Bühne ist gerademal die Deutsche Bank nennenswert, und hat ihren Fokus ganz woanders, gegenüber der französischen, wie italienischen und spanischen Konkurrenz spielen die deutschen Institute keine große Rolle.

Zitat:
Money cannot sit still, and nature abhors a vacuum, so German banks disposed of those heaps of surplus export-payment cash by lending it to companies, especially property developers, in those same countries at low interest rates.


Eben, u.a. mit deutschem Geld wurden die Immobilienblasen in Spanien (und auch den USA) finanziert was weder Spanien noch den deutschen Investoren viel geholfen hat.

Wie gesagt, ich bin mir nicht sicher, ob das alles nicht trotzdem die beste aller schlechten, aber unausweichlichen, Alternativen ist ;)

---

*) Japan gibt z.B., pro Kopf gerechnet, nur 1/5 der Summe für den Verteidigungsetat aus, wie die USA.

Lady Basildon: Ah! I hate being educated! Mrs. Marchmont: So do I. It puts one almost on a level with the commercial classes, doesn't it?

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Von frei_sein am So, 23.5.2010, 20:00, bearbeitet, (6x)
vor 105 Tagen: So, 23.5.2010, 19:27 Antworten mit ZitatNach unten
Coriolan
Vibrant as a Vuvuzela
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M
1887 – I.07
vor 104 Tagen: Mo, 24.5.2010, 1:25 Kurz-URL Beitrag Nach oben
Zitat:
Ich wüßte jetzt nicht, wo ich in diesem Artikel eine für Deutschland (und sogar Europa) erfreuliche Zukunft rauslesen soll


Ich auch nicht. ;)

"The future`s so bright, I gotta wear shades"
vor 104 Tagen: Mo, 24.5.2010, 1:25 Antworten mit ZitatNach unten
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