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Das verstehe ich nicht. Neoliberalismus ist der Kampfbegriff der Linken gegen Wirtschaftsliberalismus. Und für Neoliberalmus steht eigentlich nur die FDP gerade, alle anderen huldigen mehr oder weniger dem "fürsorgenden" Sozialstaat. Und diese anderen sind federführend die 68'er und ihre Zöglinge, die das Restbürgertum vor sich herttreiben.
Was Gesinnungseleite mit "neuen Mittelstand" zu tun hat, ist mir auch nicht begreiflich.
Zitat:
Das finde ich konstruiert. Man kann selbstverständlich autonom handeln und sich seinen Wurzeln verpflichtet fühlen. Gleichmacherei (Egalitarismus), nicht Liberalismus, wurde durch die 68er common sense in unserer Gesellschaft. Autonomie leugnet die Abhängigkeit des Menschen von seiner Herkunft, Tradition, Nation. |
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Zitat:
68 ist die Avantgarde des Neoliberalismus gewesen Sehr richtig. 1968 lieferte den Auftakt eines jahrzehntelangen Prozesses, in dessen Verlauf alle traditionellen, vor- und frühmodernen Bindungen und Loyalitäten (zu Familie, Landschaft, Klasse, Kirche, Vaterland etc.) verdampften, sodaß am Ende eine atomisierte Gesellschaft von Geldmonaden zurückblieb. Und hier liegt auch die Verbindung zum Nationalsozialismus: Dieser hatte die genannten Bindungen teils gezielt (Familie, Klasse, Landschaft, Kirche etc.), teils in der Konsequenz seines katastrophalen Scheiterns (Vaterland) nachhaltig geschwächt. Vor dem Hintergrund dieser Entwicklung wird die Rede von der "Restauration", die in den frühen Jahren der Bundesrepublik stattgefunden habe, erst verständlich: Die Restauration war der Versuch, die durch NS und Krieg zerstörte bürgerliche Gesellschaftsordnung wiederherzustellen. Dieser Versuch war schon deswegen zum Scheitern verurteilt, weil in der deutschen Nachkriegsgesellschaft die väterliche Autorität empfindlich geschwächt war (der in den sechziger Jahren ausbrechende Generationenkonflikt tat ein übriges). Nicht umsonst war von der "vaterlosen Gesellschaft" die Rede. 1968 ff. hat die Kräfte der Dekomposition, die seit Jahrzehnten schleichend den Gesellschaftskörper unterminierten, gebündelt und in einem gewaltigen, paradoxen Modernisierungsschub zur Eskalation gebracht. Von Coriolan am Di, 24.3.2009, 16:14, bearbeitet, (1x) |
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Toledo hat geschrieben:
Das verstehe ich nicht. Neoliberalismus ist der Kampfbegriff der Linken gegen Wirtschaftsliberalismus. Und für Neoliberalmus steht eigentlich nur die FDP gerade, alle anderen huldigen mehr oder weniger dem "fürsorgenden" Sozialstaat. Und diese anderen sind federführend die 68'er und ihre Zöglinge, die das Restbürgertum vor sich herttreiben Man sollte das System als Ganzes sehen, nach dem Wegfall der traditionellen Institutionen wird der therapeutische Staat als Reparaturbetrieb natürlich dringend benötigt. Neben "68" gibt es vereinzelte gestandene Linke (bitte nicht miteinander verwechseln!), die sich tatsächlich ernsthaft mit dem Kapitalismus auseinandersetzen, beispielsweise Jürgen Elsäßer, der die Konzentration des Kapitals geißelt und neue Koalitionen sucht, um den Mittelstand zu stärken. Die Gegnerschaft der 68er zum Neoliberalismus ist eine reine Etikette, ähnlich wie das Che-Poster aus dem übernächsten Supermarkt auch nicht wirklich den echten Revolutionär ausmacht. Man muss die geistige Struktur der Bundesrepublik untersuchen, ihre tragenden Grundideen, und unbedingt bedenken, dass diese parteiübergreifend ist. Das Gedankengut "68" wird hoffnungslos unterschätzt, der Niederschlag der Kulturrevolution lässt sich problemlos auch in der Union nachweisen. Oder wo kommen eigentlich Paulis Bestrebungen her, die CSU in eine Art "Selbsterfahrungsgruppe" umzumodeln? [/quote] Das finde ich konstruiert. Man kann selbstverständlich autonom handeln und sich seinen Wurzeln verpflichtet fühlen. Gleichmacherei (Egalitarismus), nicht Liberalismus, wurde durch die 68er common sense in unserer Gesellschaft. [/quote] Ich sprach nicht von Individualismus, Autonomie als einem Wert von mehreren, sondern von ABSOLUTER Autonomie, das ist ein Unterschied ums Ganze. Selbstverständlich gibt es ein Konzept von Autonomie UND Bindung, dieses ist sehr sinnvoll, ich habe es in diesem Kontext aber nicht angesprochen. Versuch, es anhand bestimmter Beispiele deutlicher zu erklären: Es gibt bestimmte "Sozialarbeitersprüche": "jedes Kind ist sein eigener, bester Experte für sich selbst". Das hat überhaupt und in keiner Weise zu tun mit der tatsächlichen Unreife eines 8-Jährigen, dessen Bedürfnissen, dessen Lebenswelt, ist aber schon mal eine gute Voraussetzung, als Erwachsener nicht mehr so viel Verantwortung für den Lütten zu übernehmen, vielleicht ist er sowieso in den Heimen der van-der-Leyenschen, staatstherapeutischen Betreuung besser versorgt. In jeder öffentlich-medialen Diskussion wird der Autonomie ein hoher Rang eingeräumt, es ist aber nicht möglich, im gleichen Maße die Bindung zu thematisieren. Herman bei JBK, kam irgendwie nicht so gut 'rüber, also die Betonung der Bedeutung der familiären Bindung (hatten wir das nicht 33 schon mal?), Bindungen zu größeren Ordnungen wie der Nation, nein, das geht gaaar nicht. 68 hat alle Strukturen (Mutterschaft, Elternschaft, Familien, Schulen, Bildungskanon, Vereine, Kirchen, Heimat, Deutschland ... ) "kritisch durchleuchtet", diese institutionellen Barrieren stehen in der Landschaft nun nicht mehr so im Weg herum, kurz und gut: genügend Durchfahrtmöglichkeiten für die Globalplayers. Fällt mir gerade noch ein, dass ich 68 nicht wahrgenommen habe als Gegner der Installierung des Privatfernsehens in den 80ern, habe nichts Böses gehört aus dieser Ecke bezüglich der Bachelorisierung der Universitäten nach Bologna und bezüglich der Zerschlagung des Bildungssystems, um dieses den Gestaltern der Economy zur Verfügung zu stellen, ist 68 sehr aktiv, auch gegen das GenderDesigning des neuen Menschen in Richtung allzeit bereiter androgyner Arbeitsbienen habe ich aus diesen Kreisen noch keinen Widerstand vernommen. Aber angeblich hat doch nicht Chuck Berry, sondern 68 den Rock'n Roll erfunden, nicht Pille oder Kolle den freien Sex, sondern 68 (wer jetzt wegen Birkenstocks ablästert ist einfach nur fies!), also bitte: nicht "bashen", seid bitte ganz lieeeb zu ihnen. Pardon, aber mir geht es jetzt auch schon wieder ein bisschen besser, nichts für ungut, mit netten Grüßen! |
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Zitat:
alle anderen huldigen mehr oder weniger dem "fürsorgenden" Sozialstaat Immerhin war es die rot-grüne Koalition mit ihrer Agenda 2010, die die Abkehr vom alt-bundesrepublikanischen wohlfahrtstaatlichen Konsens eingeleitet hat. Keine bürgerliche Regierung hätte dergleichen vermocht - sowenig, wie die Regierung Kohl Deutschland erstmals seit 1945 in einen Krieg hätte führen können. Joschka Fischers Auschwitz-Diktum war ein Schlüsselmoment: Nur ein Kabinett von alten `68ern war in der Lage, dem Kriegskurs einer deutschen Regierung eine politisch-korrekte Begründung zu geben. Da zu befürchten stand, daß eine deutsche Beteiligung am Kosovokrieg gerade wegen Auschwitz (!) im In- und Ausland massiven Widerstand hervorrufen würde, brauchte es eine Regierung, deren Anführer durch ihre eigene Geschichte die Wandlung D`lands zur "Gutweltmacht" glaubhaft verkörperten. Merke wohl, daß der Kosovokrieg in allen kriegführenden Ländern ein Herzensanliegen der Linksliberalen war (der linke US-General Wesley Clarke sagte: "Es darf in Europa keine ethnisch homogenen Staaten mehr geben"). Hätte die rot-grüne Koalition mit der Agenda 2010 nicht den Bann gebochen, die Union hätte wohl oder übel weitergewirtschaftet wie bisher. Sie hätte nicht anders gekonnt. Mit der SPD an der Regierung bestand wenigstens die Aussicht, daß die sozialdemokratisch-gewerkschaftliche Klientel stillhielt. Dafür sind Sozis da (Noske, Zörgiebel, Helmut Schmidt...und wie sie alle heißen).
Wenn die Sozis in Umfragen noch immer bei 37 Prozent lägen - keiner ihrer Anführer dächte im Traum daran, das Reformwerk der Ära Schröder anzutasten. Denen steht das Wasser bis zum Hals, deshalb geben sie vor, sich auf ihre "Wurzeln" zu besinnen. Aber das hat bei der SPD Tradition. Helmut Schmidt leitete den NATO-Doppelbeschluß in die Wege; kaum in der Opposition, warf die Partei sich der Friedensbewegung an den Hals. Egal, wie ernst Beck und diejenigen, die seinen Kurs unterstützen, es subjektiv meinen - die aktuelle Linkswendung der SPD hat objektiv den Zweck, eine Massenabwanderung der Arbeitnehmer zur Linkspartei zu verhindern. Ist dieses Ziel erreicht, wird die Partei, sobald sie wieder Regierungsverantwortung trägt, auch wirtschaftspolitisch in die "Neue Mitte" zurückwandern. Wie heißt die liebste talkshow-Phrase bundesdeutscher Politikaster: Man muß die Leute da abholen, wo sie stehen. Vor zehn Jahren, als der Regierungswechsel sich ankündigte, ergingen Schröder und andere SPD-Politiker sich in law and order-Phrasen. Das freilich geht heute nur noch, wenn es sich nicht ausdrücklich gegen Ausländer richtet. Von Coriolan am Di, 24.3.2009, 16:18, bearbeitet, (2x) |
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Hier ist sehr viel zutreffendes geschrieben worden denke ich, im großen und ganzen würde ich mich Coriolans Sichtweise anschließen und erspare es mir und allen dasselbe jetzt nochmal zu schreiben.
Mir geht aber vor allem die Frage durch den Kopf, wies denn weitergehen köntne oder sollte. Nicht nur die Regierungspolitik ist ja von den 68er durchdrungen worden, auch die Gesellschaft. Die "neue Bürgerlichkeit" ist ja manchmal ganz nett zu beobachten, aber in meinem Augen handelt es sich da um umgekleidete 68er mit etwas verfeinertem Geschmack. Ein großflächiges Abrücken von 68er-Positionen kann ich aber trotz allem nicht beobachten. |
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peterfreimann hat geschrieben:
Ich sprach vom fürsorgenden nicht therapeutischen Staat. Fürsorge bedient die Bequemlichkeit von Menschen. Das macht sie aber auch steuerbarer im Sinne der Linken und hat mit Neo-Liberalismus nichts, rein garnichts zu tun.
Man sollte das System als Ganzes sehen, nach dem Wegfall der traditionellen Institutionen wird der therapeutische Staat als Reparaturbetrieb natürlich dringend benötigt.
Zitat:
Gestandene Linke ... Neben "68" gibt es vereinzelte gestandene Linke (bitte nicht miteinander verwechseln!), die sich tatsächlich ernsthaft mit dem Kapitalismus auseinandersetzen ist ja ganz was Neues.
Richtig ist: "Die 68er" sind heterogen. Was sie gemeinsam haben ist ihre Antibürgerlichkeit, in dieser Attitüde gleichen sie den Nationalsozialisten. Es gab, ums grob zu machen, die Dogmatiker und die Spontis. Letztere weisen eine erstaunliche Geschmeidigkeit auf, haben sich u.a. zum Teil zu Liberalen gewandelt. Aber diese Fraktion bzw. Ausfaserung der 68'er ist mir lieber als die Dogmatiker. Ich hoffe mit den dogmatischen Linken meinst Du nicht die "gestandenen Linken", für mich sind es die Unbelehrbaren. Und zwischen den Geschmeidigen und Unbelehrbaren gibts ein munteres Spektrum, aber ihnen allesamt werfe ich vor: - Im Stil ihre Unverschämtheit, die im Endeffekt Intoleranz aus Mehrheitsbewusstsein ist. - Das fehlende Eingeständnis und die fehlende Reue über die Irrungen und Wirrungen und deren heutigen Konsequenzen. - Ihr Drang zum Egalitarismus. Zu Deinem Parforceritt bezüglich "Autonomie" diesen Satz als Angelpunkt:
Zitat:
Autonomie ist nicht das Ergebnis der 68'er, sondern ein gesellschaftlicher Wandel, der der Verstädterung ("Stadtluft macht frei"), dem Wohlstand und der Mediasierung der Gesellschaft geschuldet ist. Totzdem sucht das Individuum Bindungen, weil es sie zur Identitätsstiftung braucht.
In jeder öffentlich-medialen Diskussion wird der Autonomie ein hoher Rang eingeräumt, es ist aber nicht möglich, im gleichen Maße die Bindung zu thematisieren. Und dieser Satz:
Zitat:
Zwar werden Werte und Traditionen bekämft, um den Neuen Menschen zu schaffen. Es wird jedoch nicht originär der bindungslose Mensch angestrebt, sondern "nur" der "Tabula rasa - Mensch", um ihn kalkulierbar in eine egalitäre Gesellschaft einzubinden. Dieses Streben klappt nicht so ganz und in die Lücke stossen in der Tat "Globalplayers". Nur sind MacDonalds, Coca Cola, Nike etc. nicht doch die erfolgreichsten Egalitaristen? Marktwirtschaft schafft zwar unter den modernen Bedingungen egalitäre Konsumenten, jedoch besteht weiterhin die Möglichkeit auszuscheren - was geschieht und was die Linken stört. Die Marktwirtschaft bleibt für den Linken Teufelszeug, da er die Menschen frei und unberechenbar hält. Der Gegensatz ist Liberalismus und Egalitarismus. Egalitarismus bedingt "Tabula rasa", Liberalismus nicht. 68 hat alle Strukturen (Mutterschaft, Elternschaft, Familien, Schulen, Bildungskanon, Vereine, Kirchen, Heimat, Deutschland ... ) "kritisch durchleuchtet", diese institutionellen Barrieren stehen in der Landschaft nun nicht mehr so im Weg herum, kurz und gut: genügend Durchfahrtmöglichkeiten für die Globalplayers. |
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Nikodemus hat geschrieben:
So gehts mir auch, ich hätte das ein oder andere anders gesagt, aber die aktuelle Analyse stimmt.
...im großen und ganzen würde ich mich Coriolans Sichtweise anschließen und erspare es mir und allen dasselbe jetzt nochmal zu schreiben.
Zitat:
Ein Ansatz ist für mich in die Kerbe eines "Anti-Egalitarismus" zu schlagen, "Anti" kommt ja gut an (und wird daher von den Linken auch exzessiv bemüht). Hier kann man wie beim Judo den linken Schwung der Minderheitenverehrung nutzen und die Unterschiede zwischen Menschen herausstellen und als wünschens- und erhaltenswert manifestieren, aber das egalisierende Apparate wie die EU und seinerzeit die UdSSR, und überhaupt eine linke Weltanschauung, diese Vielfalt kaputt machen.
Mir geht aber vor allem die Frage durch den Kopf, wies denn weitergehen köntne oder sollte. Nicht nur die Regierungspolitik ist ja von den 68er durchdrungen worden, auch die Gesellschaft. Die "neue Bürgerlichkeit" ist ja manchmal ganz nett zu beobachten, aber in meinem Augen handelt es sich da um umgekleidete 68er mit etwas verfeinertem Geschmack. Ein großflächiges Abrücken von 68er-Positionen kann ich aber trotz allem nicht beobachten. Zweiter Ansatz ist es die bedrohte Freiheit zu thematisieren und dann zuspitzen wer sie bedroht: Der Islam und ein allgegenwärtiger Staat. Die Verknüpfung ist notwendig, weil letzteres für sich allein der kurzfristigen Bequemlichkeit dient, während der Islam eine augenfällige Bedrohung ist. Ein werteloser, antiseptischer Staat, wie er sich nun mal darstellt, spielt dem Islam in die Hände. |
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Toledo hat geschrieben:
Ein Ansatz ist für mich in die Kerbe eines "Anti-Egalitarismus" zu schlagen, "Anti" kommt ja gut an (und wird daher von den Linken auch exzessiv bemüht). Hier kann man wie beim Judo den linken Schwung der Minderheitenverehrung nutzen und die Unterschiede zwischen Menschen herausstellen und als wünschens- und erhaltenswert manifestieren, aber das egalisierende Apparate wie die EU und seinerzeit die UdSSR, und überhaupt eine linke Weltanschauung, diese Vielfalt kaputt machen. Ich will hier ja nicht den Geist spielen, der stets verneint, aber meine Befürchtung ist stark, dass spätestens dann, wenn die Leute merken, dass Anti-Egalitarismus bedeutet, dass sie nicht automatisch das Meiste bekommen und man neben Verteilungsgerechtigkeit auch Leistungsgerechtigkeit stark macht und die Anerkennung der Unterschiede auch mal zu ihrem Nachteil ausfallen kann, dass sie dann doch lieber alle gleich sind und sich die Ungleichheit auf die Auswahl von RTL 2 und Super-RTL zum Abendprogramm beschränkt.
Zitat:
Zweiter Ansatz ist es die bedrohte Freiheit zu thematisieren und dann zuspitzen wer sie bedroht: Der Islam und ein allgegenwärtiger Staat. Die Verknüpfung ist notwendig, weil letzteres für sich allein der kurzfristigen Bequemlichkeit dient, während der Islam eine augenfällige Bedrohung ist. Ein werteloser, antiseptischer Staat, wie er sich nun mal darstellt, spielt dem Islam in die Hände. Wobei der wertelose Staat hier weitgehend eine wertelose Gesellschaft spiegelt. Kurz gefasst: Alle wollen Werte (am besten von der Kirche), aber danach leben will niemand... Ich bin kritisch, ob die 68er-Masche, solange sie "funktioniert", überhaupt abzulösen ist, da sie sich so fest gesetzt hat und meistens auch als bequem erlebt wird. Erst wenn/falls die ganze Masche nicht mehr zieht, weil offensichtlich wird, dass die Einstellung als solche der Holzweg ist wird sich die Lage wirklich ändern - wie auch immer. Ich könnte mir denken, dass sogar manchen Politiker heute etwas weniger 68ertum lieber wäre, aber wenn man da wirklich an was kratzt, kommt man in der Wählergunst sehr schnell an Grenzen, da die ganze Gesellschaft auf 68er-Kurs getrimmt wurde. |
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Zitat:
sich die Ungleichheit auf die Auswahl von RTL 2 und Super-RTL zum Abendprogramm beschränkt. Die Wahlfreiheit zwischen RTL ("Rammeln, Töten, Lallen"), RTL2 und einem öffentlich-rechtlichen Fernsehen, das dem privaten immer ähnlicher wird, ist ihrerseits ein Produkt wirtschaftlicher Liberalisierung, nämlich der Liberalisierung der Medienlandschaft. In den achtziger Jahren haben viele Konservative sich von der Einführung des Privatfernsehens eine Durchbrechung des linksliberalen Medienmonopols versprochen. Erreicht wurde, daß die Schlammflut zeitgeistiger Propaganda heute aus 20 Kanälen in unsere gute Stube stürzt. Von Coriolan am Di, 24.3.2009, 16:22, bearbeitet, (2x) |
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Coriolan hat geschrieben:
In den achtziger Jahren haben viele Rechte sich von der Einführung des Privatfernsehens eine Durchbrechung des linksliberalen Medienmonopols versprochen. Erreicht wurde, daß die Schlammflut zeitgeistiger Propaganda heute aus 20 Kanälen in unsere gute Stube stürzt. Exakt - weil die (damals noch "rechte") CDU nicht mit der politischen Blindheit und Unbedarftheit der Wirtschaft gerechnet hatte. Weil man sich gedacht hatte: "Na, wenn erst die Wirtschaft entscheidet, wie das Programm aussieht, dann werden schon die richtigen Kommentatoren zu Wort kommen." Sozusagen ein marxistischer Ansatz. Aber nein, die Wirtschaft interessiert sich gar nicht für Politik, solange die Kasse klingelt. |
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Kleiner Quiz: Wer schrieb dies ? Es wurde viel von Revolution geredet. Höchste Zeit, sich zu entsinnen, welche revolutionäre Potenz das Antlitz der Welt tatsächlich verändert hat. Uralt, wie er ist, hat der untenstehende Passus nichts von seiner Wahrheit eingebüßt; ja, er ist heute unendlich wahrer als zur Zeit seiner Entstehung.
Zitat:
Die große Industrie hat den Weltmarkt hergestellt, den die Entdeckung Amerikas vorbereitete. Der Weltmarkt hat dem Handel, der Schiffahrt, den Landkommunikationen eine unermeßliche Entwicklung gegeben. Diese hat wieder auf die Ausdehnung der Industrie zurückgewirkt, und in demselben Maße, worin Industrie, Handel, Schiffahrt, Eisenbahnen sich ausdehnten, in demselben Maße entwickelte sich die Bourgeoisie, vermehrte sie ihre Kapitalien, drängte sie alle vom Mittelalter her überlieferten Klassen in den Hintergrund. Wir sehen also, wie die moderne Bourgeoisie selbst das Produkt eines langen Entwicklungsganges, einer Reihe von Umwälzungen in der Produktions- und Verkehrsweise ist.
Jede dieser Entwicklungsstufen der Bourgeoisie war begleitet von einem entsprechenden politischen Fortschritt. Unterdrückter Stand unter der Herrschaft der Feudalherren, bewaffnete und sich selbst verwaltende Assoziation in der Kommune [3] , hier unabhängige städtische Republik, dort dritter steuerpflichtiger Stand der Monarchie, dann zur Zeit der Manufaktur Gegengewicht gegen den Adel in der ständischen oder in der absoluten Monarchie, Hauptgrundlage der großen Monarchien überhaupt, erkämpfte sie sich endlich seit der Herstellung der großen Industrie und des Weltmarktes im modernen Repräsentativstaat die ausschließliche politische Herrschaft. (...) Die Bourgeoisie hat in der Geschichte eine höchst revolutionäre Rolle gespielt. Die Bourgeoisie, wo sie zur Herrschaft gekommen, hat alle feudalen, patriarchalischen, idyllischen Verhältnisse zerstört. Sie hat die buntscheckigen Feudalbande, die den Menschen an seinen natürlichen Vorgesetzten knüpften, unbarmherzig zerrissen und kein anderes Band zwischen Mensch und Mensch übriggelassen, als das nackte Interesse, als die gefühllose »bare Zahlung«. Sie hat die heiligen Schauer der frommen Schwärmerei, der ritterlichen Begeisterung, der spießbürgerlichen Wehmut in dem eiskalten Wasser egoistischer Berechnung ertränkt. Sie hat die persönliche Würde in den Tauschwert aufgelöst und an die Stelle der zahllosen verbrieften und wohlerworbenen Freiheiten die eine gewissenlose Handelsfreiheit gesetzt. Sie hat, mit einem Wort, an die Stelle der mit religiösen und politischen Illusionen verhüllten Ausbeutung die offene, unverschämte, direkte, dürre Ausbeutung gesetzt. Die Bourgeoisie hat alle bisher ehrwürdigen und mit frommer Scheu betrachteten Tätigkeiten ihres Heiligenscheins entkleidet. Sie hat den Arzt, den Juristen, den Pfaffen, den Poeten, den Mann der Wissenschaft in ihre bezahlten Lohnarbeiter verwandelt. Die Bourgeoisie hat dem Familienverhältnis seinen rührend-sentimentalen Schleier abgerissen und es auf ein reines Geldverhältnis zurückgeführt. Die Bourgeoisie hat enthüllt, wie die brutale Kraftäußerung, die die Reaktion so sehr am Mittelalter bewundert, in der trägsten Bärenhäuterei ihre passende Ergänzung fand. Erst sie hat bewiesen, was die Tätigkeit der Menschen zustande bringen kann. Sie hat ganz andere Wunderwerke vollbracht als ägyptische Pyramiden, römische Wasserleitungen und gotische Kathedralen, sie hat ganz andere Züge ausgeführt als Völkerwanderungen und Kreuzzüge. Die Bourgeoisie kann nicht existieren, ohne die Produktionsinstrumente, also die Produktionsverhältnisse, also sämtliche gesellschaftlichen Verhältnisse fortwährend zu revolutionieren. Unveränderte Beibehaltung der alten Produktionsweise war dagegen die erste Existenzbedingung aller früheren industriellen Klassen. Die fortwährende Umwälzung der Produktion, die ununterbrochene Erschütterung aller gesellschaftlichen Zustände, die ewige Unsicherheit und Bewegung zeichnet die Bourgeoisepoche vor allen anderen aus. Alle festen eingerosteten Verhältnisse mit ihrem Gefolge von altehrwürdigen Vorstellungen und Anschauungen werden aufgelöst, alle neugebildeten veralten, ehe sie verknöchern können. Alles Ständische und Stehende verdampft, alles Heilige wird entweiht, und die Menschen sind endlich gezwungen, ihre Lebensstellung, ihre gegenseitigen Beziehungen mit nüchternen Augen anzusehen. Das Bedürfnis nach einem stets ausgedehnteren Absatz für ihre Produkte jagt die Bourgeoisie über die ganze Erdkugel. Überall muß sie sich einnisten, überall anbauen, überall Verbindungen herstellen. Die Bourgeoisie hat durch ihre Exploitation des Weltmarkts die Produktion und Konsumtion aller Länder kosmopolitisch gestaltet. Sie hat zum großen Bedauern der Reaktionäre den nationalen Boden der Industrie unter den Füßen weggezogen. Die uralten nationalen Industrien sind vernichtet worden und werden noch täglich vernichtet. Sie werden verdrängt durch neue Industrien, deren Einführung eine Lebensfrage für alle zivilisierten Nationen wird, durch Industrien, die nicht mehr einheimische Rohstoffe, sondern den entlegensten Zonen angehörige Rohstoffe verarbeiten und deren Fabrikate nicht nur im Lande selbst, sondern in allen Weltteilen zugleich verbraucht werden. An die Stelle der alten, durch Landeserzeugnisse befriedigten Bedürfnisse treten neue, welche die Produkte der entferntesten Länder und Klimate zu ihrer Befriedigung erheischen. An die Stelle der alten lokalen und nationalen Selbstgenügsamkeit und Abgeschlossenheit tritt ein allseitiger Verkehr, eine allseitige Abhängigkeit der Nationen voneinander. Und wie in der materiellen, so auch in der geistigen Produktion. Die geistigen Erzeugnisse der einzelnen Nationen werden Gemeingut. Die nationale Einseitigkeit und Beschränktheit wird mehr und mehr unmöglich, und aus den vielen nationalen und lokalen Literaturen bildet sich eine Weltliteratur. Die Bourgeoisie reißt durch die rasche Verbesserung aller Produktionsinstrumente, durch die unendlich erleichterten Kommunikationen alle, auch die barbarischsten Nationen in die Zivilisation. Die wohlfeilen Preise ihrer Waren sind die schwere Artillerie, mit der sie alle chinesischen Mauern in den Grund schießt, mit der sie den hartnäckigsten Fremdenhaß der Barbaren zur Kapitulation zwingt. Sie zwingt alle Nationen, die Produktionsweise der Bourgeoisie sich anzueignen, wenn sie nicht zugrunde gehen wollen; sie zwingt sie, die sogenannte Zivilisation bei sich selbst einzuführen, d. h. Bourgeois zu werden. Mit einem Wort, sie schafft sich eine Welt nach ihrem eigenen Bilde. Die Bourgeoisie hat das Land der Herrschaft der Stadt unterworfen. Sie hat enorme Städte geschaffen, sie hat die Zahl der städtischen Bevölkerung gegenüber der ländlichen in hohem Grade vermehrt und so einen bedeutenden Teil der Bevölkerung dem Idiotismus des Landlebens entrissen. Wie sie das Land von der Stadt, hat sie die barbarischen und halbbarbarischen Länder von den zivilisierten, die Bauernvölker von den Bourgeoisvölkern, den Orient vom Okzident abhängig gemacht. Die Bourgeoisie hebt mehr und mehr die Zersplitterung der Produktionsmittel, des Besitzes und der Bevölkerung auf. Sie hat die Bevölkerung agglomeriert, die Produktionsmittel zentralisiert und das Eigentum in wenigen Händen konzentriert. Die notwendige Folge hiervon war die politische Zentralisation. Unabhängige, fast nur verbündete Provinzen mit verschiedenen Interessen, Gesetzen, Regierungen und Zöllen wurden zusammengedrängt in eine Nation, eine Regierung, ein Gesetz, ein nationales Klasseninteresse, eine Douanenlinie. Die Bourgeoisie hat in ihrer kaum hundertjährigen Klassenherrschaft massenhaftere und kolossalere Produktionskräfte geschaffen als alle vergangenen Generationen zusammen. Unterjochung der Naturkräfte, Maschinerie, Anwendung der Chemie auf Industrie und Ackerbau, Dampfschiffahrt, Eisenbahnen, elektrische Telegraphen, Urbarmachung ganzer Weltteile, Schiffbarmachung der Flüsse, ganze aus dem Boden hervorgestampfte Bevölkerungen – welches frühere Jahrhundert ahnte, daß solche Produktionskräfte im Schoß der gesellschaftlichen Arbeit schlummerten. Wir haben also gesehen: Die Produktions- und Verkehrsmittel, auf deren Grundlage sich die Bourgeoisie heranbildete, wurden in der feudalen Gesellschaft erzeugt. Auf einer gewissen Stufe der Entwicklung dieser Produktions- und Verkehrsmittel entsprachen die Verhältnisse, worin die feudale Gesellschaft produzierte und austauschte, die feudale Organisation der Agrikultur und Manufaktur, mit einem Wort die feudalen Eigentumsverhältnisse den schon entwickelten Produktivkräften nicht mehr. Sie hemmten die Produktion, statt sie zu fördern. Sie verwandelten sich in ebenso viele Fesseln. Sie mußten gesprengt werden, sie wurden gesprengt. Weil Revolutionen ihre eigenen Kinder fressen, hat diese Revolution - man könnte schlechthin vom Modernisierungsprozeß sprechen - die Klasse überflüssig gemacht, die ihn einst angestoßen und vorangetrieben hatte: Die Umwandlung des produktiven Vermögens in Aktienkapital nach 1870 war der Anfang vom Ende des industriellen Besitzbürgertums. Vielleicht lag in der Emanzipation des großen Kapitals von individuellen Eigentumsverhältnissen die wahre "kommunistische" (!) Revolution.
Zumeist bestimmt - wie indirekt und vermittelt auch immer - die wirtschaftliche und technische Entwicklung diejenige in Staat und Gesellschaft. Wenn aber die wirtschaftliche und gesellschaftliche Evolution durch anachronistische mentale und kulturelle Verhältnisse blockiert ist, macht sie zuweilen Protagonisten eines kulturellen Wandels zu ihren unbewußten Agenten. So geschehen 1968 ff. Von Coriolan am Mo, 10.12.2007, 3:22, bearbeitet, (2x) |
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Diese Passage Marxens wird in letzter Zeit vermehrt zitiert. Gerne auch von nationalen Linken, z.B. Volks- und Querfrontlern wie Elsässer
, vor allem im Hinblick auf deren Analyse, z.B. des Irakkrieges bzw. generell der Politik der USA.
Was natürlich nicht heißt, daß sie wegen des "falschen" Autors oder der "falschen" Rezipienten nicht erhellend sein kann. Lady Basildon: Ah! I hate being educated! Mrs. Marchmont: So do I. It puts one almost on a level with the commercial classes, doesn't it? -- ![]() |
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Toledo hat geschrieben:
Autonomie ist nicht das Ergebnis der 68'er, sondern ein gesellschaftlicher Wandel, der der Verstädterung ("Stadtluft macht frei"), dem Wohlstand und der Mediasierung der Gesellschaft geschuldet ist. Totzdem sucht das Individuum Bindungen, weil es sie zur Identitätsstiftung braucht.
Und dieser Satz:
Zitat:
Zwar werden Werte und Traditionen bekämft, um den Neuen Menschen zu schaffen. Es wird jedoch nicht originär der bindungslose Mensch angestrebt, sondern "nur" der "Tabula rasa - Mensch", um ihn kalkulierbar in eine egalitäre Gesellschaft einzubinden. Dieses Streben klappt nicht so ganz und in die Lücke stossen in der Tat "Globalplayers". Nur sind MacDonalds, Coca Cola, Nike etc. nicht doch die erfolgreichsten Egalitaristen? Marktwirtschaft schafft zwar unter den modernen Bedingungen egalitäre Konsumenten, jedoch besteht weiterhin die Möglichkeit auszuscheren - was geschieht und was die Linken stört. Die Marktwirtschaft bleibt für den Linken Teufelszeug, da er die Menschen frei und unberechenbar hält. Der Gegensatz ist Liberalismus und Egalitarismus. Egalitarismus bedingt "Tabula rasa", Liberalismus nicht.68 hat alle Strukturen (Mutterschaft, Elternschaft, Familien, Schulen, Bildungskanon, Vereine, Kirchen, Heimat, Deutschland ... ) "kritisch durchleuchtet", diese institutionellen Barrieren stehen in der Landschaft nun nicht mehr so im Weg herum, kurz und gut: genügend Durchfahrtmöglichkeiten für die Globalplayers. Hallo Toledo, zunächst mal meine Zustimmung, der Apell zum Anti-Egalitarismus wird von mir sofort unterschrieben! Ich befürchte ja, dass wir auf eine merkwürdige Art und Weise "elegant aneinander vorbeigeredet haben"! Für mich ist es wichtig, zwischen der Motivation 68s und den Ergebnissen der Kulturrevolution, die - auch! - 68 ausgelöst hat, streng zu unterscheiden. Der Unterschied zwischen "Tabula-rasa-Mensch" und dem bindungslosen Menschen erschließt sich mir noch nicht so recht. Weitere These meinerseits: der reine, pure Liberalismus, nicht eingebettet in Hintergründe der Kultur, der Traditon, der Nation usw. hat eine gewaltige, nivellierende Egalität zur Folge, er kann sich aus sich selber heraus auch nicht reproduzieren, Marktwirtschaft ist sinnvoll und genau dann und nur dann, wenn diese in ein Umfeld von sozialen Bindungen, von Kultur, regionaler Verortung usw. eingebettet ist. Somit mag ich den Gegensatz von Liberalismus und Egalitarismus nicht unterschreiben, plädiere für die Unterscheidung liberal-liberalistisch, ich glaube, wir haben uns möglicherweise in den Konnotationen einiger Begriffe ziemlich verheddert. Mit netten Grüßen |
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[quote="Coriolan] Wenn aber die wirtschaftliche und gesellschaftliche Evolution durch anachronistische mentale und kulturelle Verhältnisse blockiert ist, macht sie zuweilen Protagonisten eines kulturellen Wandels zu ihren unbewußten Agenten. So geschehen 1968 ff.[/font][/size][/quote]
Dem ist so, die systemischen Wechselwirkungen, das Sein bestimmt das Bewusstsein, aber m.E. - auch! - das Bewusstsein das Sein. Mir stellt sich die Frage, ob nicht mittlerweile - im Jahre 2007 - das "Ideengut 68s" eine Gefährdung des "Wirtschafts-, Wissenschafts- und Bildungsstandortes Deutschland" darstellt. |
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Zitat:
von nationalen Linken, z.B. Volks- und Querfrontlern wie Elsässer Vielleicht hat niemand zuvor es so konzise auf den Punkt gebracht; aber grundsätzlich stimmt Marxens Sichtweise hierin noch mit der um das Fortschrittstheorem zentrierten bürgerlich-aufklärerischen Geschichtsphilosophie überein. Jedenfalls hatte diese Sichtweise für die Zeitgenossen eine so überwältigende Evidenz, daß Charles Darwin die gesamte Naturgeschichte nach ihrer Maßgabe zu erklären unternahm. Elsaesser & Co sollten den Text lieber nicht zitieren: Schließlich beweist er, daß ihre Gegner die marxistische Orthodoxie auf ihrer Seite haben. Wer die restlose kapitalistische Durchdringung der Welt ablehnt und bekämpft, wäre ein Reaktionär, der sich gegen das Unvermeidliche stellt. Nicht erst bei Spengler, auch bei Marx kann man nur das Notwendige wollen oder garnichts. Von Coriolan am Di, 24.3.2009, 16:24, bearbeitet, (2x) |
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