konjunktiv 2
Zufallsthema: Von SuSE Linux 10.1 zu OpenSUSE 10.3 - Wurzels Lust und Leid mit Linux (Rubrik: Natur & Technik)
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German Angst

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konjunktiv 2 » Publikums-Rubriken » Politik » German Angst (31 / 4859)
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vor 1414 Tagen: Mi, 26.4.2006, 12:02 Kurz-URL Beitrag Nach oben
Was ist so reizvoll an Sensationsmeldungen? Dazu haben schon viele fähige Geister glanzvolle Analysen abgeliefert. Doch welche Interessen sollen gewahrt bleiben, wenn bestimmte Meldungen plaziert werden? Wer ist hier wem gefällig? Auch das wurde erforscht. http://vogelgrippe.4dem.de

Der Erfolg einer Propaganda hängt letztendlich vom zahlenden Publikum ab. Die Römer kannten Brot und Spiele. Wir kennen "Fressen, Saufen und F..." wie Timo Rieg meint. Ich habe den Eindruck, daß immer mehr kritische Bürger sich nicht mehr jeden Bären aufbinden lassen, weil es volkswirtschaftlich den Ruin beschleunigt.

Warum gibt es kritische Bürger? Sind sie es trotz der fluoridisierten Zahnpasten oder nur, weil sie diese wunderbaren Angebote verschmähen?

Zum Leidwesen gewisser Kreise ist der Versuch fehlgeschlagen, durch eine Trinkwasser-Fluoridisierung fast alle Menschen in diesem unseren Lande zu vergiften. Da die Fluoridisierung von Zahnpasten auch nur die Masse der Bevölkerung erreicht, wächst das Potential an kritischen Bürgern über die Sieben-Prozent-Hürde hinaus.

Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis die Stimmung im Volke kippt und solche Szenarien wie das Vogelgrippen-Theater nicht mehr machbar sind.

Grazyna Fosar und Franz Bludorf schreiben dazu: "Noch alarmierender ist jedoch die Wirkung auf die menschliche Psyche. Fluor schaltet langsam, aber sukzessive den freien Willen des Menschen aus. Dies ist keineswegs Ausgeburt einer "Verschwörungstheorie", sondern einwandfrei beweisbar durch die Tatsache, daß weltweit etwa 60 Psychopharmaka Fluor als wichtigsten Bestandteil enthalten."
Quelle: http://www.fosar-bludorf.com/cfids/toxi.htm
vor 1414 Tagen: Mi, 26.4.2006, 12:02 Antworten mit ZitatNach unten
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frei_seins Avatar
k2
3051 – I.05
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vor 1375 Tagen: So, 4.6.2006, 10:49 Kurz-URL Beitrag Nach oben
frei_sein hat geschrieben:

Seit zwei Jahrzehnten werden die Kinder indoktiniert, daß eigentlich schon ihre pure Existenz der "guten" Mutter Natur schadet.


Dazu ein Artikel im SpOn:

Zitat:
Jugendlichen sei eine "übertriebene Waldmoral" eingepflanzt worden, sagte der Soziologe vom Marburger Universitäts-Institut für Erziehungswissenschaft. Es überwiege eine "bambihafte Verniedlichung der Natur" in den Köpfen, die sich in Leitsätzen wie "Tiere nicht stören", "Im Wald auf Wegen bleiben", "Pflanzen nicht beschädigen" oder "Nichts wegschmeißen" erschöpfe. Viele denken, es sei verboten, Frösche oder Würmer spontan in die Hand zu nehmen. Oft hielten Schüler die Natur für "immer gut" und jegliche Nutzung für schlecht. Natur diene ihnen hauptsächlich als "Kulisse für Feste und Sport".


http://www.spiegel.de/unispiegel/schule/0,1518,415947,00.html

Diese Naturverherrlichung ist selbstverständlich ein Produkt der Urbanisierung und stammt aus einem eigentlich naturfernen Milieu.


Von frei_sein am So, 4.6.2006, 12:09, bearbeitet, (2x)
vor 1375 Tagen: So, 4.6.2006, 10:49 Antworten mit ZitatNach unten
homo ludens
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k2
11048 – XII.04
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vor 1375 Tagen: So, 4.6.2006, 12:47 Kurz-URL Beitrag Nach oben
Klar. Und das sind dann die gleichen Leute, die - wenn sie groß sind - in Nutzwäldern unbedingt Bären und Wölfe aussiedeln möchten. :roll: Vgl. den aktuellen Fall mit dem Braunbären oder die Parallelgeschichte aus den Pyrenäen. Oder die Schikanierung der Bauern an der schleswig-holsteinischen Nordseeküste wegen irgendwelcher Singvögel. Und, und, und.

In allen Fällen sind es die in diesem grünen Kindergarten-Milieu sozialisierten Asphalt-Bürokraten, die die Leuten auf dem Land unbedingt in die Heile Welt zurückprügeln möchten. :roll:

Und die gleichzeitig dafür sorgen, daß die deutschen Kulturlandschaften flächendeckend durch Windräder entstellt werden. :übel:

Vielleicht fehlt in D einfach eine wahre rurale Widerstandsbewegung wie in in F oder in PL... (;))

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vor 1375 Tagen: So, 4.6.2006, 12:47 Antworten mit ZitatNach unten
homo ludens
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k2
11048 – XII.04
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vor 1375 Tagen: So, 4.6.2006, 12:56 Kurz-URL Beitrag Nach oben
Aus dem Spon-Artikel:

Zitat:
"Fehlende Erlebnisse im Freien führen zu einem diffusen, teils verklärten Naturbild", betonte Jochen Borchert, Präsident des Jagdschutzverbandes. "Die Jugendlichen erklären den Wald zum verletzlichen und schutzbedürftigen Natur-Symbol schlechthin und verurteilen seine Nutzung." Dabei werde verkannt, "dass unser Wald das Ergebis behutsamer Bewirtschaftung über Generationen hinweg ist".


Das kann ich nur haargenau bestätigen! Ich bin ja so zwischen 2002 und 2005 mit Ex-Arbeitskollegen regelmäßig im Harz gewandert - nicht mit Jugendlichen, aber doch mit jungen Leuten, meist anfang der Zwanziger. (Leider ist diese Fast-Schon-Tradition nun ein bißchen eingeschlafen.) Und die gingen (explizit oder zumindest instinktiv) davon aus, daß der Wald da "Urwald", oder so, sei. Daß der ganze Harz im Hochmittelalter kahl gewesen ist wie heute Irland, weil das Holz zum Silberschmelzen verbraucht worden war, wußten die nicht. Ist ja auch keine Schande, aber die Aversion, sich das auch nur erzählen zu lassen, war schon bemerkenswert: Der deutsche Nutzwald schlechthin mußte eben aus mentalen Gründen unbedingt unberührte Natur sein.

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vor 1375 Tagen: So, 4.6.2006, 12:56 Antworten mit ZitatNach unten
homo ludens
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k2
11048 – XII.04
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vor 1232 Tagen: Mi, 25.10.2006, 23:59 Kurz-URL Beitrag Nach oben
Gna, das hätte ich mal vorher wissen sollen: Ich bin gerade auf ARD in eine meines Erachtens sehr gute Doku hineingerutscht: "Die Angst-Industrie".

Da haben wirklich sehr viele Panik-Macher ihr Fett wegbekommen, nämlich die, die Angst machen vor: Asbest, BSE, Handy-Masten, Vogelgrippe, Feinstaub. Ferner der TÜV.

(Habe ich übrigens nie verstanden, wozu der TÜV eigentlich da ist, außer dazu, Gebühren einzusacken. Kein Mensch kommt ums Leben, weil die Leute Klapperkisten fahren, aber Zehntausende, weil Prolls zu starke und zu neue Kisten fahren, mit denen sie nicht umgehen können.)

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vor 1232 Tagen: Mi, 25.10.2006, 23:59 Antworten mit ZitatNach unten
homo ludens
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k2
11048 – XII.04
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vor 32 Tagen: Sa, 6.2.2010, 19:36 Kurz-URL Beitrag Nach oben
Noch kurz nachgetragen ein Lesehinweis. In der Welt ein recht amüsanter Text über die German Angst im Spiegel der Sachbücher, die die Leute hier so lesen:

http://www.welt.de/die-welt/kultur/ ... Fenster-vor-der-Welt.html

Zitat:
Liest man alle Titel hintereinander, weiß man: Die Deutschen sitzen in der Kälteregion des Daseins, frösteln vor der Zukunft, versuchen zähneknirschend glücklich zu sein, leben mit ihren Ängsten auf du und du und irren furchtsam durch die Jahre wie ein im Wald ausgesetztes Kind. Ihre Maßnahmen dagegen heißen Ich-Bezogenheit, Flucht ins Private und der Rat an alle Leidensgenossen: Verhängt die Fenster gegen die dahin rasende Zeit. Anders schaffen es die Deutschen wohl nicht mehr. Wer kann sich schon eine Auszeit aus dem Einerlei der Tage leisten?

Nach einem Hörsturz und der Entfernung seiner Gallenblase war es für Hape Kerkeling "allerhöchste Zeit zum Umdenken". Er beschließt den Jakobsweg entlang zu pilgern, um "zu Gott und damit auch zu mir zu finden". - "Wer bin ich?" ist seine erste Frage, noch bevor er aufbricht. Herberge für Herberge teilt er dem Leser im Anschluss mit: "Lachen ist die beste Medizin", oder: "Öffne dein Herz und knutsche den Tag", oder: "Ich bin in mir zu Hause!", schließlich: "Hier und da gibt es das Paradies auf Erden!"


:übel:

So, und nun gehe ich, Haß auf und Hohn für meine Landsleute im Herzen, laufen. :) *sausssss*

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vor 32 Tagen: Sa, 6.2.2010, 19:36 Antworten mit ZitatNach unten
Coriolan
dental floss tycoon
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529 – I.07
vor 32 Tagen: Sa, 6.2.2010, 23:13 Kurz-URL Beitrag Nach oben
Von den Büchern, die Schuster da aufzählt, mag man nun halten, was man will - die Tendenz, die er in sie hineinliest, ist aus diesen Büchern sicher nicht zu destillieren.

Daß diese Tendenz besteht, ist nun freilich keine ganz neue Erkenntnis. und eine Tendenzwende wird nicht eintreten, solange die Altersgruppe der zwischen 1940 und 1955 Geborenen, die "Generation der Hypochonder" (K.R. Röhl), die Führungspositionen in Politik, Kultur und Wirtschaft besetzt hält. Es sind die 55- bis 70jährigen, die hierzulande noch immer das juste milieu bilden. Zu Aussagen wie denen Schusters kann nur sich versteigen, wer diesen (zugegebenermaßen: wichtigen, artikulierten) Teil für das Ganze nimmt.
Mit diesem Teil verhält es sich wie mit der Friedens- und Ökologie-Bewegung der 80er Jahre: Diese brachte zuweilen Hunderttausende auf die Straße, und über Multiplikatoren wie Lehrer, Pfarrer, Schriftsteller und Journalisten war ihr Einfluß bis tief in die junge Generation hinein spürbar. Trotzdem bestand nie der leiseste Zweifel daran, daß die überwältigende Mehrheit der westdeutschen Bevölkerung der Friedens- und Öko-Bewegung mit einer Haltung gegenüberstand, die von Mißtrauen und Ablehnung bis zum Haß reichte.


Zitat:
Schliesslich leben wir in einer hypochondrischen Gesellschaft, die ihre Wehwehchen unablässig besprechen muss, jedenfalls solange ihr grösseres Leid erspart bleibt und sie nichts Grösseres mehr vorhat.



Schlechte Laune begann ziemlich genau in dem Moment sich auszubreiten, als die Generation der Kriegs- und Nachkriegsjahre in die gesellschaftlichen Führungspositionen einrückte. Die Weltuntergangsstimmung der frühen 80er, der erste Paroxysmus der Schwarzgalligkeit, war zweifelsohne ein Reflex auf das Scheitern der revolutionären Hoffnungen der vorangegangenen Dekade. Wenn man die Welt schon nicht verändern konnte, tröstete man sich damit, wenigstens das Datum ihres Untergangs zu kennen. Sten Nadolny hat diese Mentalität (und ihre Überwindung) am Beispiel einer seiner Romanfiguren verdeutlicht:


Zitat:
Ja, er fand die Welt schön, und die Menschen waren nett. Das war damals vertretbar, als man aus dieser Tiefschwärze der Studentenbewegung auftauchte, wo wir überall nur Charaktermasken sahen und Leute, die sich was vormachten. Wir waren ja so ungeheure Entlarver und Durchblicker. Alles, was Lust bereitete, war nur Schein. Hedonistische Linke, dass ich nicht lache. Daraus ging dieser junge Kerl hervor.



Offensichtlich hat Nadolny, als er den Entschluß fasste, diesen Roman zu schreiben, gespürt, dass seine Generation nichts nötiger bedurfte, als einer solchen Wandlung.

Offenkundig ist ferner, dass die hypochondrische Ich-Bezogenheit nicht Sache derer ist, denen es objektiv schlecht geht. Schlechte Stimmung verbreiten jene, die gerade, weil sie gegen jeden Wechselfall des Daseins gewappnet sind, 2 oder mehr Lebensversicherungen haben, stets mit dem Schlimmsten rechnen. Es sind die palavernden Klassen, in denen der Lebensüberdruß seine originale Heimstatt hat, diejenigen, mit einem Wort, die müßig genug sind, sich die Ausgeburten ihres Kopfes über den Kopf wachsen zu lassen.

Les choses sont contre nous


Von Coriolan am Sa, 6.2.2010, 23:36, bearbeitet, (2x)
vor 32 Tagen: Sa, 6.2.2010, 23:13 Antworten mit ZitatNach unten
frei_seins Avatar
k2
3051 – I.05
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vor 32 Tagen: Sa, 6.2.2010, 23:42 Kurz-URL Beitrag Nach oben
Coriolan hat geschrieben:
Offenkundig ist ferner, dass die hypochondrische Ich-Bezogenheit nicht Sache derer ist, denen es objektiv schlecht geht. Schlechte Stimmung verbreiten jene, die gerade, weil sie gegen jeden Wechselfall des Daseins gewappnet sind, 2 oder mehr Lebensversicherungen haben, mit dem Schlimmsten rechnen. Es sind die palavernden Klassen, in denen der Lebensüberdruß seine originale Heimstatt hat, diejenigen, mit einem Wort, die müßig genug sind, sich die Ausgeburten ihres Kopfes über den Kopf wachsen zu lassen.


David Goldman hat anläßlich der Selbstmordserie bei der France Telecom, einen bitterbösen "Spengler" verfasst, der u.a. die Mentalität dieser Klasse etwas beleuchten könnte.

Zitat:
But it is not dissipation of one's substance, but the desire for security that accounts for the two dozen suicides at the French telephone company. It seems inexplicable that healthy and affluent people would end their lives over the prospect of having to go out and find a new job, unless we consider that there is a bit of death built into the craving for security to begin with. Life is risky, and to withdraw from it is to embrace death. That is why the sort of person who seeks a lifetime sinecure at a state monopoly is more likely to tumble into despair at the first intrusion of uncertainty.


French Angst, sozusagen. ;)

http://www.atimes.com/atimes/Global_Economy/LA05Dj06.html

Lady Basildon: Ah! I hate being educated! Mrs. Marchmont: So do I. It puts one almost on a level with the commercial classes, doesn't it?
vor 32 Tagen: Sa, 6.2.2010, 23:42 Antworten mit ZitatNach unten
Coriolan
dental floss tycoon
Coriolans Avatar
D
529 – I.07
vor 31 Tagen: So, 7.2.2010, 1:46 Kurz-URL Beitrag Nach oben
Leider wird der Text, wo er positiv wird, sogleich hanebüchen.
Wo nimmt der Kerl bloß die demographischen Zahlen her ? Wenn wir die Fruchtbarkeit unserer Immigranten der Mehrheitsgesellschaft zu Buche schrieben, stünden wir auch nicht schlechter da als die Amerikaner; die mit einer durchschnittlichen Kinderzahl von 1,5 pro Frau eben auch nicht wirklich gut dastehen. Auch dort bekommen vorzugsweise die verkehrten Leute viele Kinder.


First things, wo Spengler normalerweise schreibt, ist eine neocon-katholische Publikation, herausgegeben von dem zum Katholizismus konvertierten früheren anglikanischen Clergyman Pater Richard John Neuhaus.

Kurz gesagt, Spengler verliert sich, je länger sein Text dauert, desto mehr in durchsichtiges Eurobashing. Ein Amerikaner, der seine Informationen über Europa ausschließlich aus solchen Quellen bezieht, muß zwangsläufig zu dem Eindruck gelangen, Europa ächze unter der Last eines sozialistischen Zwangsstaates. Gottlob gibt es Quellen wie den Blog AmiExpat einer in Deutschland lebenden amerikanischen Statistik-Dozentin, die die Dinge ein wenig geraderücken.

Les choses sont contre nous
vor 31 Tagen: So, 7.2.2010, 1:46 Antworten mit ZitatNach unten
frei_seins Avatar
k2
3051 – I.05
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vor 31 Tagen: So, 7.2.2010, 11:25 Kurz-URL Beitrag Nach oben
Der First Things-Spengler beschäftigt sich ja meist mit jüdischen bzw. jüdisch-christlichen Themen, den politischen Spengler findet man eher in der Asia Times. Dabei würde ich Goldmann schon eine recht profunde Kenntnis europäischer, speziell deutscher Kultur und Philosophie unterstellen. Dabei vertritt er, zugegeben, einen stark amerikanischen Standpunkt, der neben den Protestanten auch bei einigen amerikanischen Katholiken, wie eben Neuhaus (und Juden) zu finden ist, und der irgendwie davon ausgeht, daß Amerika die Fortsetzung Europas mit anderen Mitteln sei, und insbesondere die christliche (bzw. jüdische) Tradition bewahre, die in Europa am Untergehen sei.

Die weißen Amerikaner stehen m.E. mit einer Geburtenziffer von 1.8 noch besser dar, als die hier lebenden Ausländer (1.6) (Deutsche 1.3), über 2 werden die USA fast ausschließlich durch die Hispanics gebracht, die weit über 2 liegen, von daher halte ich diesen Teil des Textes nicht für sonderlich abstrus.

Lady Basildon: Ah! I hate being educated! Mrs. Marchmont: So do I. It puts one almost on a level with the commercial classes, doesn't it?


Von frei_sein am So, 7.2.2010, 11:44, bearbeitet, (2x)
vor 31 Tagen: So, 7.2.2010, 11:25 Antworten mit ZitatNach unten
Coriolan
dental floss tycoon
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D
529 – I.07
vor 31 Tagen: So, 7.2.2010, 12:16 Kurz-URL Beitrag Nach oben
Und du bist sicher, daß bei den "weißen Amerikanern" die Hispanics weißer Hautfarbe nicht mitgezählt sind ?

Hispanics weißer Hautfarbe: Lauren Sanchez und Rick Garcia.


Link


Sanchez ist übrigens dieses Jahr 40 geworden. ;)

Leute wie Sanchez und Garcia entstammen dem alteingesessenen spanischen Bevölkerungsteil des Südwestens. Das sind Leute, die wirklich spanische Wurzeln haben, und die für Gringos/Anglos und zugelaufene Mestizen das gleiche Quantum an Verachtung erübrigen.

Les choses sont contre nous


Von Coriolan am So, 7.2.2010, 12:26, bearbeitet, (1x)
vor 31 Tagen: So, 7.2.2010, 12:16 Antworten mit ZitatNach unten
frei_seins Avatar
k2
3051 – I.05
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vor 31 Tagen: So, 7.2.2010, 12:22 Kurz-URL Beitrag Link zum zitierten BeitragNach oben
Coriolan hat geschrieben:
Und du bist sicher, daß bei den "weißen Amerikanern" die Hispanics weißer Hautfarbe nicht mitgezählt sind ?


Ja, es sind Zahlen für die non-hispanic whites. 1,5 trifft für die california non-hispanic whites ;) zu. Hispanics liegen bei 2,8 oder so, schwarze bei knapp 2 so dass am Ende für die Gesamtbevölkerung irgendwas mit 2,1 rauskommt.

Lady Basildon: Ah! I hate being educated! Mrs. Marchmont: So do I. It puts one almost on a level with the commercial classes, doesn't it?
vor 31 Tagen: So, 7.2.2010, 12:22 Antworten mit ZitatNach unten
Coriolan
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529 – I.07
vor 30 Tagen: Mo, 8.2.2010, 18:41 Kurz-URL Beitrag Nach oben
Guter Christ, der er ist, sollte "Spengler" sich hüten, die Motive von Selbstmördern aus der Ferne zu beurteilen. Ich könnte mir denken, diese Selbstmorde haben wenig mit nackten ökonomischen Zwängen, aber viel mit der kulturellen Atmosphäre zu tun, die Houellebecq in seinen Romanen beschrieben hat - wie ja auch das Unterschichtenproblem heutzutage nicht in erster Linie ökonomisch, sondern kulturell induziert ist: als Folge einer psychischen Verwahrlosung, die alle trifft, nur manche eben mehr als andere.

Les choses sont contre nous


Von Coriolan am Mi, 10.2.2010, 2:17, bearbeitet, (2x)
vor 30 Tagen: Mo, 8.2.2010, 18:41 Antworten mit ZitatNach unten
frei_seins Avatar
k2
3051 – I.05
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vor 30 Tagen: Mo, 8.2.2010, 19:04 Kurz-URL Beitrag Nach oben
Christ ist er keiner, eher ein born-again jew. Eine Ferndiagnose anhand konkreter Fälle, die er (vermutlich) auch nur aus den Medien kennt, ist bei einem solchen Thema meist nicht angemessene Umgang mit dieser Thematik, auch wenn man es über eine Analogie zu Dante versucht. (Man kann vermuten, daß es seiner intellektuellen Eitelkeit geschuldet ist, die Vorfälle in dieser Form zu thematisieren.)

So wie ich den Text gelesen habe, sucht er aber die Ursache eben nicht in ökonomischen Zwängen, denen die Betroffenen zumeist nicht unterlagen, sondern in der kulturellen Atmosphäre (und den Persönlichkeiten die diese Atmosphäre anzieht).

Wir leben in Zeiten, in denen Autofahrer, die eine Nacht mit Decke und Tee im Auto verbringen müssen, weil die Autobahn unpassierbar vereist ist, psychologisch betreut werden, da wundert es nicht, daß Menschen, die, als Beschäftigte eines Staatsunternehmens von ihrer Persönlichkeitsstruktur eher inflexibel und risikoavers sein dürften, auf ihnen von außen aufgezwungene, objektiv gesehen erträgliche Veränderungen, krass reagieren.

Lady Basildon: Ah! I hate being educated! Mrs. Marchmont: So do I. It puts one almost on a level with the commercial classes, doesn't it?


Von frei_sein am Mo, 8.2.2010, 19:35, bearbeitet, (1x)
vor 30 Tagen: Mo, 8.2.2010, 19:04 Antworten mit ZitatNach unten
Coriolan
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D
529 – I.07
vor 30 Tagen: Mo, 8.2.2010, 21:17 Kurz-URL Beitrag Nach oben
Zitat:
eher inflexibel und risikoavers sein dürften, auf ihnen von außen aufgezwungene, objektiv gesehen erträgliche Veränderungen, krass reagieren.


Statusangst, denk` ich mal.

Diplom-Ingenieur macht sich lieber `nen Strick an den Brägen, als in einem Call-Center Kundenanfragen zu beantworten.

Oder `n Apotheker, der rostige Nägel frißt, weil er`s unter seiner Würde findet, Zahnbürsten zu verkaufen. ;)

So aufsehenerregend die Selbstmordserie auch ist, es stellt sich doch die Frage, wieviele Personen, die in den Führungsetagen der Global Players krummgezogen wurden, sich alljährlich mit frevler Hand aus dem Sonnbezirk jäten.

Bei France Telekom muß noch etwas anderes hinzukommen: Die besonderen Bedingungen der Hauptstadt tragen sicherlich dazu bei, bestehende Statusnot zu verschärfen.

Les choses sont contre nous


Von Coriolan am Do, 11.2.2010, 0:50, bearbeitet, (1x)
vor 30 Tagen: Mo, 8.2.2010, 21:17 Antworten mit ZitatNach unten
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