| Autor | Nachricht | |||
|---|---|---|---|---|
|
||||
|
Nachdem der Artikel "Gender Mainstreaming - Politische Geschlechtsumwandlung" von Volker Zastrow in der FAZ ja für lebhafte Resonanz gesorgt hat, denke ich, daß es an der Zeit ist, auch hier einen Gesprächsfaden hierzu zu eröffnen.
Der Artikel selbst ist sehr lang, deswegen werde ich ihn natürlich nicht in Gänze posten. http://www.faz.net/s/RubBF7CD2794CE ... Tpl~Ecommon~Scontent.html Zusammenfassend geht es darum, daß unter dem Begriff "Gender Mainstreaming" eine Lobbyistengruppe ihre abstrusen und nicht mehrheitsfähigen, Vorstellungen erfolgreich politisch umgesetzt hat und das die CDU hier keineswegs eine Gegenposition einnimmt. Zastrow meint, daß das öffentlich dargestellte Ziel der Gleichbehandlung in der Agenda der Aktivistinnen nur ein erster Schritt ist und geht detaillert auf die ideologischen Wurzeln und die Geschichte der "Bewegung" ein, die dem Normalbürger nicht unbedingt bekannt sein dürfte. Ich persönlich habe mich aus verschiedenen Gründen vor einiger Zeit mal mit dieser Debatte beschäftigt, wobei ich sagen muß, daß mir die Texte der feministischen Professorinnen, vor allem auch amerikanischer Provenienz, in der Regel körperliche & geistige Qualen bereiten und es erschweren, sich in den Originalquellen zu informieren
Im Prinzip geht es wieder einmal darum, daß irgendwelche Personen aus dem Elfenbeinturm der Universitäten glauben, ihre seltsamen Arbeitshypothesen (z.B. "Es gibt kein biologisches Geschlecht") zur Grundlage von Gesellschaftspolitik, social engineering und Schaffung eines neuen Menschen zu machen. Nun ist nicht anzunehmen, daß wenn schon der Sozialismus trotz über 80 Jahre währender Versuche nie erfolgreich war, einen sozialistischen Menschen zu erziehen oder zu züchten, gerade die lesbischen Extremfeminstinnen es schaffen, das biologische Geschlecht abzuschaffen, aber wie Sozialisten und Kommunisten können sie natürlich schon bei ihren Versuchen viel Schaden anrichten. Wie ich schon öfter geschrieben habe, spricht jeglicher Versuch einen "Neuen Menschen" zu schaffen , zwar den Idealisten in mir an, aber der konservativ-reaktionäre Teil in mir sieht in solchen Versuchen Anmaßung und ethisch gesprochen tatsächlich etwas "Böses", auch wenn man in einer Debatte solche absoluten Begriffe nicht verwenden sollte
Intellektuell mögen Thesen zur Nichtexistenz von Geschlechtern etc. tatsächlich interessant sein, vermutlich natürlich eher um daraus mehr oder weniger abstrakte Gedankengebäude zu entwickeln (und die Thesen anschließend zu verwerfen). Wie aber schon oben geschrieben halte ich es für absurd und geradezu verbrecherisch solche Ideen als Basis für konkrete Politk zu verwenden. Das CDU-Ministerium (!) verlautbart u.a. "Fachkongress "Verwaltung gendern im mainstream?" http://www.gender-mainstreaming.net/
Es versteht sich von selbst, daß man diese Seiten nur dosiert lesen sollte, denn sowas steht dort wirklich:
Zitat:
Mit Gender Mainstreaming sind nicht mehr nur einige wenige AkteurInnen mit Gleichstellungsfragen befasst, sondern alle AkteurInnen sind gefordert, Gleichstellung von Frauen und von Männern systematisch mitzudenken. Das "Mitzudenken" erinnert natürlich an die "gerechte" Bibelübersetzung unter Beteiligung feministischer Fossilien:
Zitat:
Das bedeutet auch, dass die in den Texten genannten oder mitgemeinten Frauen sichtbar und Frauen als heute angesprochen erkennbar werden. http://konjunktiv2.de/beitrag4192.html#4192 Dies heißt natürlich, daß die fanatisch-religiösen Extrempositionen der Professorinnen in der Verwaltungs- und Behördenrealität abgeschliffen werden und sich letztendlich in Diskussionen darüber aufreiben, ob eher in den ÖPNV oder Straßen investiert werden soll. Denn gender budgeting berücksichtigt z.B. daß Straßen und Autos mehrheitlich von Männern genutzt werden und der ÖPNV von Frauen. Es dürfte keinen k2-Leser verwundern, daß es hierzu in Österreich eine besonders aktive Szene im gesellschaftlichen und politschen Leben gibt. |
||||
|
||||
|
||||
|
|
||||
|
||||
|
||||
|
So, erst einmal danke für den Hinweis auf diesen in der Tat wichtigen Zastrow-Text. Die Debatte darüber war in den letzten Wochen (teils wohl wieder einmal wegen der WM) ein bißchen an mir vorbeigerauscht.
Zusammenfassend kann man wohl sagen, daß der Text sehr schön verdeutlich, wie in einer ineffizienten und überdimensionierten Bürokratie wie der in Brüssel exzentrische Minderheitenposition durch halbwegs konsquente Anwendung des Kaderprinzips Einfluß und vor allem Mittel und STELLEN gewinnen können. In der Disziplin "Fleischtopf-Erobern" ist die Linke wie wir wissen klassischerweise kaum zu schlagen. Hinsichtlich der Auswirkungen dieser Strategie auf nationaler Ebene scheint mir einmal mehr bedenklich, daß es kein Gegengewicht gegen die Eurokraten mehr gibt. Die Merkel-CDU ist ein linke Partei geworden, nachdem sich die CDU zuvor ein Vierteljahrhundert lang in der gesichtslosen Mitte getummelt hat. Wir leben nahezu in einem Einheitsstaat - die für einen Einheitsstaat charakteristischen strafrechtsbewehrten Denkverbote gibt's ja auch. Gut, ich möchte nicht abschweifen.
Bemerkenswert scheint mir übrigens, wie viele Planschkühe aus der deutschen Provinz da in Brüssel Lobbyarbeit betreiben können, die dann von der BRD-Politik unbedingt und beflissen "eins zu eins" werden muß. Hier die meiner Ansicht nach zentrale Passage des Zastrow-Textes - das sind nicht unbedingt die von mir oben gelobten Darlegungen linken Herrschaftswissens, nicht die Passagen über die "Techniken der Macht", sondern die über die Ziele dieser Leute:
Zitat:
Gender Mainstreaming
Politische Geschlechtsumwandlung Von Volker Zastrow [... ...] Die bedeutendsten intellektuellen Leitfiguren dieser Forschung sind der 1984 an Aids-Folgen verstorbene französische Philosoph Michel Foucault (geboren 1926) sowie die in Berkeley lehrende Amerikanerin Judith Butler (1959). Foucaults Aneignung durch den Feminismus ist verschiedentlich bemerkt worden, in erster Linie handelt es sich dabei aber um die Übernahme der Körper- und Identitätstheorien eines homosexuellen Mannes durch homosexuelle Frauen. Judith Butler ist auch dabei maßgeblich, spätestens seit Beginn der neunziger Jahre hat sie sich als eine Meisterdenkerin des Gender-Begriffs und seiner Fortentwicklung in der "Queer-Theorie" etabliert. Diese wird treffend als "inclusive umbrella label for all gendernauts and sexual outlaws, a cover-all term for lesbians, bisexuals, gays and transgendered people" beschrieben: als ein gemeinsamer Schirm für alle "Gendernauten" und sexuell Gesetzlosen, ein Dach für Lesben, Bisexuelle, Schwule und "Hinübergeschlechtliche", wie "transgendered people" in der Szene scherzhaft übersetzt wird - die Ausdrücke "Transvestit" und "Transsexueller" sind dort verpönt. Und damit endlich ist man beim theoretischen Kern des "Gender"-Begriffs. Er meint nämlich keineswegs die Existenz sozialer Geschlechterrollen und deren Merkmale: also eine Banalität, an die feministische Klassikerinnen wie Betty Friedan noch anknüpften. Vielmehr behauptet "Gender" in letzter Konsequenz, daß es biologisches Geschlecht nicht gebe. Die Einteilung der Neugeborenen in Jungen und Mädchen sei Willkür, ebensowohl könnte man sie auch nach ganz anderen Gesichtspunkten unterscheiden, etwa in Große und Kleine. Daher liege bereits in der Annahme der Existenz von Geschlecht eine letztlich gewalthafte Zuweisung von Identität: die "heterosexuelle Matrix". Diese eher philosophische Hypothese widerstreitet der ursprünglichsten Wahrnehmung und Empfindung der meisten Menschen, den Religionen und naturwissenschaftlicher Forschung. Schon ihre sprachliche Anwendung führt zu bizarren, in sich widersprüchlichen Ergebnissen. Wenn bei Luther "ein Weib empfängt und gebiert ein Knäblein", so macht daraus Dorothea Erbele-Küster, die nach Gender-Maßgaben die Bibel in "gerechte Sprache" übersetzt, eine Frau, die "Samen hervorbringt und einen männlichen Nachkommen gebiert". Zielstrebigkeit und Ignoranz Derlei Elaborate und Ideen können dazu verleiten, die dahinterstehenden Personen mit ihren Bedürfnissen und Absichten nicht ernst zu nehmen. So wirken Verachtung und Verbrämung zusammen. Deshalb verschwinden die Ziele und Methoden des Gender Mainstreaming im ebenfalls mißachteten "Gedöns" (Gerhard Schröder) der Frauen- und Familienpolitik hinter einer doppelten Nebelwand. Zielstrebigkeit auf der einen, Ignoranz auf der anderen Seite konstituieren eine "hidden agenda". Aber was sind Ziele und Methoden? Das Ziel greift hoch hinaus: Es will nicht weniger als den neuen Menschen schaffen, und zwar durch die Zerstörung der "traditionellen Geschlechtsrollen". Schon aus diesem Grunde muß das als Zwangsbegriff verneinte "Geschlecht" durch "Gender" ersetzt werden. Und möglichst schon in der Krippenerziehung soll mit der geistigen Geschlechtsumwandlung begonnen werden. Der neue Mensch ist historisch schon mehrfach als Ziel ausgegeben worden; auch die damit zusammenhängende Methode ist aus der Geschichte bekannt: das sogenannte Kaderprinzip, das zunächst für die Führung der Napoleonischen Wehrpflichtigenarmee ersonnen und von den russischen Bolschewiki nach dem Sturz des Zaren zum sozialrevolutionären Herrschafts- und Steuerungsinstrument weiterentwickelt wurde. Kaderpolitik will von oben nach unten auf allen staatlichen und gesellschaftlichen Ebenen alle Entscheidungen ihren Maximen unterwerfen. Die Institutionen werden von linientreuen Kadern durchdrungen, die überall ein Prinzip der "Parteilichkeit" zur Anwendung bringen. Im Feminismus wird das beispielsweise "parteiliche Mädchenarbeit" genannt. Gender Mainstreaming wird von der Spitze beliebiger Organisationen her als sogenanntes "Top-down"-Prinzip durchgesetzt. Es soll auf allen Ebenen bei allen Entscheidungen verwirklicht werden. Agenturen des Gender Mainstreaming schulen etwa Beamte in der Anwendung der Gender-Perspektive. "Damit gibt es", wie Dr. Barbara Stiegler von der Friedrich-Ebert-Stiftung erläutert, "keine Person in einer Organisation, die sich diesem Prinzip nicht verpflichtet fühlen muß." Eine solche Organisation ist zum Beispiel die Bundesregierung. Sie hat sich unter Bundeskanzler Schröder auf das Gender Mainstreaming verpflichtet. Im Jahr 2000, mitten in ihrer ersten Wahlperiode, ersetzte die rot-grüne Regierung die "Gemeinsame Geschäftsordnung der Bundesministerien" durch eine vollständig neue. In deren erstem Kapitel "Allgemeines" stehen nur zwei Paragraphen. Der erste bestimmt den Geltungsbereich, der zweite die "Gleichstellung von Frauen und Männern" als "durchgängiges Leitprinzip" nach der Methode des "Gender Mainstreaming". [... ...] F.A.Z., 19.06.2006, Nr. 139 / Seite 8 Ich verschiebe diesen Thread in die Zeitfragen, okay? Es ist eine Zeitfrage und unter "Inland" haben wir schon den Thread Antidiskriminierungsgesetz |
||||
|
||||
|
||||
|
Auch der Spiegel greift das Thema aus aktuellem Anlaß kurz auf
http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,416852,00.html mit Verweis auf www.queer-institut.de Die Arbeitsfelder dort umfassen z.B.
Zitat:
Heteronormativitätskritik als queere, intersektionelle Herrschaftskritik
---------------- Die lesbisch-feministische Beschäftigung mit diesem Thema sagt mir, schon allein wegen der Sprache nicht zu. Interessant finde ich dafür natürlich Otto Weiniger mit seiner Dissertation "Geschlecht und Charakter", einer herrlich misogynen Schrift. Weiniger ist auch eines jener Beispiele für jüdischen Antisemitismus, da er im zweiten Teil des Buches seine Misogynität quasi antisemitisch fortsetzt indem er das Jüdische mit dem Weiblichen gleichsetzt. (Der versuchte "Ausbruch" mancher Juden aus dem (Selbst)bild des schwachen aber intelligenten Doktors (österreichisch: "Kaffeehausjude") führte ja in der Folge zur Gründung zahlreicher jüdischer Sportvereine, die, z.B. im Fußball teilweise extrem erfolgreich waren und dem Eigenbild des "Muskeljuden" folgten. Aber das ist ein anderes, nicht-queeres Thema.) Lady Basildon: Ah! I hate being educated! Mrs. Marchmont: So do I. It puts one almost on a level with the commercial classes, doesn't it? -- ![]() |
||||
|
||||
|
||||
|
Wenn ja, wie kommen sie dann auf solche Ideen? Oder ist das die Rache, das Ressentiment der Zukurzgekommenen, frage ich mal im Nietzsche-Stil? Die berühmten zwei Stockwerke, wie jene Leute, die mehr Einwanderung propagieren, weil es ja nur "Menschen" gibt, und die Wohnung wechseln, wenn nebenan Türken einziehen (Fall ist mir persönlich bekannt)? Mir wird das immer ein Geheimnis bleiben, wie man sich für so einen Schwachsinn begeistern kann, wie man Binnen-Is schreiben kann, ohne in Krämpfe zu verfallen, ebenso die Frenesie, mit der sich Anhänger dieses Stusses dafür einsetzen, die ganze Welt plattzumachen, und das auch noch für eine glänzende Idee halten.
Hier was nicht Unpassendes von der ollen Susan Sontag:
Zitat:
"Die Tendenz linker Gruppen ist unisex, ihre Symbole sind asexuell gewesen. Rechte Bewegungen, wie puritanisch und regressiv das von ihnen verkündete Gesellschaftssystem auch immer ist, haben nach außen hin etwas Erotisches an sich." (Fand ich zitiert in einem Buch über Veit Harlan: der Autor bescheinigt dem Regisseur "erotomane" Qualitäten.) Jetzt einmal die saudämliche, typisch dummlinke Klassifizierung rechter Bewegungen als "regressiv" beiseite gelassen - mir scheint das irgendwie plausibel. Vergleiche auch Zeev Sternhell über die...
Zitat:
"...Vorliebe faschistischer Satiriker für sexuelle Vorstellungen und sexuelles Vokabular (....). Es sei die Virilität des Faschisten, seine Gesundheit und pralle Energie, die ihn letztlich von den impotenten Bürgern, Liberalen und Sozialisten unterscheidet." (Faschistische Ideologie, Verbrecher-Verlag 2002). Lina Wertmüller hat das in dem Film "Liebe und Anarchie" karikiert, da sind die Schwarzhemden hirnlose, geile Machoprotze, die davon schwärmen daß "Mussolini einen Sack aus Leder hat". Dann sehe man sich nur mal an, wie unsexy die kommunistischen Uniformen sind, wogegen faschistisches Accessoire ein Erotik-Dauerbrenner ist, und nicht nur für Homosexuelle, S/M-Fans und Fetischisten! Was Claudia Roth mit ihrem Slogan "Kein Sex mit Nazis" versäumt! Wahrscheinlich träumt sie heimlich davon, von einem Neonazi auf einer Holo-Stele in Berlin rangenommen zu werden, aber so richtig hart sexistisch, mit Gewalt...
(ich weiß, ich werfe mal eben Nazis, Faschisten und Rechte in einen Topf...aber der Punkt ist ja wohl klar.) Das wär doch mal was für die abgehalfterten Rechten, um sich wieder interessant zu machen: "Wir sind Pro-Sex! Und zwar ohne Gummi, damit der Volkstod gestoppt wird!" Was diesen ganzen Gender-Schwachsinn betrifft...es sind doch gerade Homos, Tunten, "Queers" und Transsexuelle, die durch ihre Existenz nicht in Frage stellen sondern im Gegenteil bestätigen, daß das Männliche und das Weibliche genauso real existieren wie Blau und Rot. Nur die Zusammensetzung im Individuum variiert, da hat wohl Weininger prinzipiell schon recht gehabt mit seinem "M" und "W" in "Geschlecht und Charakter". Der obsessive Eifer mit dem zB eine transsexuelle "Frau", die in einem "Männerkörper" "gefangen" ist, weibliche Formen und Verhaltensweisen adaptiert ("tuntiges" Gehabe), teilweise durch (oft haarsträubende) Operationen und Hormoneinnahme, zeigt , daß es hier einen real existierenden Archetyp gibt, dessen äußere Gestalt eine seelische Entsprechung hat. Die Einnahme von Hormonen hat nachweislich auch Einfluß auf den Charakter, Testosteron macht aggressiver, geiler, aktiver...es ist doch nachvollziehbar, daß, wenn der Körper eckiger, muskulöser, behaarter, die Stimme tiefer...usw. wird, sich auch die - pathetisches aber unvermeidbares Vokabel- Seele verändert. Ich habe mal einen Film gesehen über ein Wesen, das jahrelang dachte es wäre eine "lesbische Frau". Dann ließ es bzw er sich Testosterone injizieren und sogar einen "Penis" anoperieren (Details erspare ich). Ergebnis der über 2ojährigen Identitätsuche: "Ich bin ein Mann, der ganz normal Mädchen liebt. Ich bin heterosexuell, Unterschiede erregen mich."- So wörtlich in dem Film. Das ist der Punkt! Shantih, shantih, shantih. Von Vinneuil am Mo, 10.7.2006, 0:22, bearbeitet, (3x) |
||||
|
||||
|
||||
|
Vinneuil, sollte diese Site jemals wieder zu meinem Blog zurückschrumpfen, in dem frei_sein gelegentlich kommentiert (aus so einem Projekt ist sie hervorgeganen): Deine Beiträge während der Fußball-WM 2006 würden uns (Rasitlin und x² wohl inklusive) auf 10 Jahre mit Stichwörtern versorgen.
Respekt, echt!
Zu den Transen. Was sagt eine normale Frau über die? "Ich find die Scheiße, weil ich sie auch Scheiße fände, wenn es richtige Frauen wären." Halbdutzendfach so oder ähnlich gehört.
Zitat:
Ich habe mal einen Film gesehen über ein Wesen, das jahrelang dachte es wäre eine "lesbische Frau". Dann ließ es bzw er sich Testosterone injizieren und sogar einen "Penis" anoperieren (Details erspare ich). Ergebnis der über 2ojährigen Identitätsuche: "Ich bin ein Mann, der ganz normal Mädchen liebt. Ich bin heterosexuell, Unterschiede erregen mich."- So wörtlich in dem Film. Hä? Das muß aber doch genetisch 'ne Frau gewesen sein? Oder wie jezz? Oder ein Mann, der gedacht hat, sich zu wünschen, er sei 'ne lesbische Frau?! Ist zu schwer für mein schlichtes Niedersachsen-Gemüt.
In jedem Fall: Zeit, daß sich was dreht! |
||||
|
||||
|
||||
|
frei_sein hat geschrieben:
(Der versuchte "Ausbruch" mancher Juden aus dem (Selbst)bild des schwachen aber intelligenten Doktors (österreichisch: "Kaffeehausjude") führte ja in der Folge zur Gründung zahlreicher jüdischer Sportvereine, die, z.B. im Fußball teilweise extrem erfolgreich waren und dem Eigenbild des "Muskeljuden" folgten. Aber das ist ein anderes, nicht-queeres Thema.)Allerdings!
Hotlinksperre: http://www.a-zara.com/images/products/d336-l.jpg *trööööt* Die israelische Fußballbegeisterung führt übrigens bis heute gelegentlich zu tragischen Mißverständnissen: http://www.staatspolitik.org/?p=84
Aber keine Angst, Du bist nicht der einzige, der von dem Artikel sogleich zielsicher zum Fußball zurückgefunden hat: Stellt ihn vom Platz! Eine rote Karte für Volker Zastrows geschlechterpolitische Rhetorik der Diffamierung
Zurück zu Sache - "Gender Mainstreaming". Klar, eine Subkultur hat sich zum Ziel gesetzt, daß ihr Sonderanliegen bitte künftig alle Politik dominieren und immer und überall berücksichtigt werden möchte. Und das ist in Deutschland Regierungsprogramm - siehe bitte den Link im Ausgangspost von frei_sein.
Zitat:
Judith Butler ist auch dabei maßgeblich, spätestens seit Beginn der neunziger Jahre hat sie sich als eine Meisterdenkerin des Gender-Begriffs und seiner Fortentwicklung in der "Queer-Theorie" etabliert. Diese wird treffend als "inclusive umbrella label for all gendernauts and sexual outlaws, a cover-all term for lesbians, bisexuals, gays and transgendered people" beschrieben: als ein gemeinsamer Schirm für alle "Gendernauten" und sexuell Gesetzlosen, ein Dach für Lesben, Bisexuelle, Schwule und "Hinübergeschlechtliche", wie "transgendered people" in der Szene scherzhaft übersetzt wird - die Ausdrücke "Transvestit" und "Transsexueller" sind dort verpönt. So, und wenn man qua Genetik zu keiner dieser Gruppen gehört, bleibt einem immerhin noch übrig, sich als Möchtegern-Schwuler, nämlich als Metrosexueller zu definieren - womit wir zwar keineswegs schon bei Zidane, immerhin aber bei David Beckham wären.
Übrigens hat Zastrow den Begriff "Geschlechtsumwandlung" in diesem Artikel nicht zum ersten Mal in diesem Zusammenhang verwendet: http://konjunktiv2.de/beitrag11736.html |
||||
|
||||
|
||||
|
Das furchtbare Wortungeheuer mit seiner im Hintergrund wirkenden Semantik ist mir im privaten Bereich schon einmal untergekommen. Ich werde bei Gelegenheit meinen Senf hierzu noch abgeben.
Neben der grausamen Wortschöpfung ist es furchtbar wie eine "radikale" Minderheit versucht, im Hintergrund ihre Ziele durchzusetzen. Dies ist durch und durch undemokratisch, auch wenn sich diese Cliquen gerne mit dem Weihrauch des parlamentarischen Systems umgeben und sicher auch irgendwo einen "Gegen Faschos" Aufkleber in peto haben. Mir persönlich ist es Wurst, wie jemand denkt oder wie er genetisch programmiert ist - der "Tiergarten" des Herrn (sollte ich vielleicht von Weingarten sprechen, wie der Papst? ) ist gross und bietet für jeden eine Nische.
Die Verschleierungstaktik ist bewusst gewählt, denn bei der Mehrheit stösst solches Lobbygehabe (vor allem mit diesem Hintergrund) auf absoultes Unverständnis. Und da die Dosis nunmal das Gift macht, würde eine Überstrapazierung der Gesellschaft eine breite Ablehnung hervorrufen - in etwa so wie uns unsere 68-er Lehrer indoktrinieren wollten (was in meinem Falle nach hinten losgegangen ist ).
Aber wartet nur, irgendwann ist die Möglichkeit zum "social engineering" aufgeschöpft und der Schuss geht nach hinten los. Der Mensch pflanzt sich immer noch dadurch fort, das Männlein und Weiblein miteinander ... PS: mich ekelt alleine das Wort "GM" schon an und ich suche gerade nach einer Verballhornung. Wie wäre es mit "Bender" ? |
||||
|
||||
|
||||
|
Volker Zastrow schreibt weiter zum Thema.
Heute in der FAZ einen 1-Seiten-Artikel, S. 8. Ich komme vor heute abend keineswegs dazu, den auch nur zu lesen , daher hier nur der Hinweis.
In FAZ-typischer Mauer-Mentalität ist der auf faz.net nicht greifbar.
Falls jemand Interesse daran hat: PN an mich. |
||||
|
||||
|
||||
|
Tjörks, ich habe das vorhin doch noch gelesen. In der Tat bewegend, aber auch nicht die Offenbarung, als die das heute nachmittag verschiedentlich "im Internet" verkauft wurde.
C'est normal. Geht um einen US-amerikanischen Scharlatans-Psychiater, der in den 60er-70ern versucht, einen nach der Geburt durch einen ärztlichen Kunstfehler (wer läßt schon Kinder beschneiden Dumm für den Jungen, der deshalb von seinen Helfern kastriert wurde - buchstäblich. So ist das eben in Amerika, wenn es denn dem Fortschritt dient und sich gut verkaufen läßt. Aber auch kein Aufreger. Zumal das offenbar schon vor zehn Jahren dokumentiert wurde. Ein oder zwei rührende Passagen hat es aber doch: Der Junge, dessen Gehirn gewaschen werden und der zu einem Mädchen gemacht werden sollte, wurde bei seine Geburt auf den Namen Brian getauft. Er sollte dann von den Teufeln zu "Brenda" gemacht werden. Er bricht aus und nennt sich nun David - nach König David, der Goliath mit der Schleuder erledigt. Schön. Mit Mitte zwanzig bringt er sich um. Daß man sich zu Fragen von Sexualität und Körperlichkeit, bei psychischen Nöten und allerlei abgründigen Problemen bei der Kirche Rat holt und nicht das Psychologen-Psychiater-Gesoxe konsolutiert, wußten wir aber schon. |
||||
|
||||
|
||||
|
Konrad Adam hat sich wiedereinmal des Themas angenommen.
Zitat:
(...) Das nächste Opfer ist schon ausgeguckt und wird soeben zur Betreuung freigegeben: Es ist der männliche Spross eines arbeitslosen Stadtbewohners mit Migrationshintergrund. In ihm vereinen sich die Risiken, die das moderne, bindungs- und wurzellose Dasein begleiten. Sie zu bekämpfen macht sich derselbe Trupp von Multikulturalisten, Gender-Experten, Streetworkern und Bildungstheoretikern an die Arbeit, die eine Gesellschaft verherrlichen, die solche Risiken produziert. Jetzt wechseln sie die Mode und propagieren nach der Frauen- die Männerquote, nach dem Girls-Day den Jungentag, nach der Koedukation die Monoedukation und so weiter. Ihnen wird die Arbeit nie ausgehen.
Zitat:
"Stasi in die Produktion": An diese Parole aus der Zeit der Wende nach 1989 muss ich denken, wenn ich von den Tagträumen solcher Geschlechterforscher und Erziehungswissenschaftler höre. Diese Leute sollten endlich etwas leisten und den eigenen Kopf für jenen akademischen Humbug hinhalten, den sie in die Welt gesetzt haben. Nichts ist so erzieherisch wie die Begegnung mit der Wirklichkeit. Warum sollte man ausgerechnet denen, die aus der Erziehung einen Beruf gemacht haben, diese Wohltat ersparen? http://www.welt.de/data/2006/09/11/1031330.html Lady Basildon: Ah! I hate being educated! Mrs. Marchmont: So do I. It puts one almost on a level with the commercial classes, doesn't it? -- ![]() |
||||
|
||||
|
||||
|
Zitat:
Das nächste Opfer ist schon ausgeguckt und wird soeben zur Betreuung freigegeben
Der ganze Artikel ist klasse, danke für den Tip; schade, daß Adam nicht mehr bei der FAZ ist. |
||||
|
||||
|
||||
|
Es gibt nun tatsächlich eine Kampagne der Regierung, die sich den "Jungs" widmet.
http://www.neue-wege-fuer-jungs.de/
Zitat:
Geh mir nicht an die Wäsche!
Cooler Spruch - super T-Shirt! Auf den ersten Blick typisch Junge! Das Poster zeigt einen Jungen mit schwarz-blond gefärbten Haaren, lässig an einer Wand gelehnt. Die Bedeutung des Textes: „Geh mir nicht an die WÄSCHE!“ auf seinem blauen T-Shirt wird durch die Webadresse www.coole-jungs-sind-fit-im-Haushalt.de aufgeklärt Nichts für Sprücheklopfer... DA IST MEHR DRIN! Vielleicht hast du in seine Worte etwas Falsches interpretiert, weil du solche oder ähnliche Sprüche kennst. Dabei hat er das, was er gesagt hat, einfach nur wortwörtlich gemeint: der Junge möchte zeigen, dass er sich an der Arbeit, die zu Hause anfällt, beteiligt. Klar, geht es nicht nur ums „Wäsche machen“, sondern auch um Putzen, Bügeln, auf die Geschwister aufpassen oder den Großeltern helfen und vieles mehr. Der Junge hat erkannt, dass Hausarbeit nicht Frauen- bzw. Mädchenarbeit ist, sondern beide Geschlechter angeht. Er kann grundlegende Dinge selbstständig erledigen und sich mit anderen in der Familie absprechen. Auf einmal bekommt sein Spruch etwas Erwachsenes und vermittelt eine Lebenseinstellung, auf die du stolz sein kannst! Klasse, wenn diese Feststellung auch so gelebt wird, wenn du dir gemeinsam mit deiner Freundin oder deinem Freund eine Wohnung teilst. Du bist auch cool, wenn
*für dich der Haushalt kein Buch mit sieben Siegeln ist. *du über Machos, die dich ohne Grund auslachen, nicht ärgerst. Coole Taten – super Typ!!! Ohne Worte Mir sei lediglich der Hinweis auf die neckischen drei Ausrufezeichen am Schluß erlaubt |
||||
|
||||
|
||||
|
Gott, ist das peinlich
:
http://www.coole-jungs-sind-fit-im- ... nger_weg_von_meiner_alten
Zitat:
Finger weg von meiner Alten!
Und die Message? Nichts für Einmal-Hingucker... DA IST MEHR DRIN! Denn er meint mit „Alte“ nicht seine Freundin, sondern die älteren Menschen, um die er sich in seinem Beruf als Altenpfleger täglich kümmert. Auf einmal bekommt „meine Alte“ fast etwas Liebevolles, auf jeden Fall etwas Verantwortungsvolles und beschreibt eine Tätigkeit, die er gerne macht und auf die er stolz ist! Sprüche wie „Altenpfleger ist doch kein Beruf für echte Jungs!“ hört man oft und es stimmt, dass es in dieser Berufsgruppe mehr Frauen als Männer gibt. Auch viele andere Berufe werden eher von Frauen als von Männern ausgeübt; z.B. soziale, erzieherische und Gesundheitsberufe, um nur einige zu nennen. Das heißt aber noch lange nicht, dass diese Berufe nur etwas für Frauen sind und damit für dich nicht in Frage kommen. Probier´s mal aus und mach das, was dir gefällt. Entdecke deine Stärken, Vorlieben und neue Ideen! ---- Aber wie gesagt: Das "Gender Mainstreaming". Es lebt. Und wird mit viel Geld gefördert. Ursula sei Dank. |
||||
|
||||
|
||||
|
Und es stimmt wirkllich jedes Detail, sogar eine Praktikumsberatung gibt es:
|
||||
|
||||
|
||||
WAHNSINN!!! Wäre ich in dem Ansprech-Alter, ich würde plötzlich eine unbezähmbare Sehnsucht nach "Omas Zeiten" verspüren...die kämen mir vor wie der Gipfel der Verwegenheit...glauben die im Ernst, daß diese unfreiwilligen Selbstparodien Gehör finden???
Zitat:
Klasse, wenn diese Feststellung auch so gelebt wird, wenn du dir gemeinsam mit deiner Freundin oder deinem Freund eine Wohnung teilst.
Danke, ich will mal wieder "die moderne Welt zerstören"....wo ist Osama, der Weise aus dem Orient mit dem gütigen Blick, wenn man ihn braucht? Shantih, shantih, shantih. |
||||
|
||||
| Schnellantwort | |
|
|
|
|
Anti-Spam-Frage: |
|
|
Ihre Antwort:
|
|