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Doping auf der Arbeit

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konjunktiv 2 » Publikums-Rubriken » Feuilleton » Doping auf der Arbeit (5 / 876)
Autor Nachricht
Niltsiar
Ort: Montségur
Niltsiars Avatar
M
2842 – I.06
vor 1119 Tagen: Di, 14.8.2007, 22:52 Doping auf der Arbeit Kurz-URL Beitrag Nach oben
Die Tage kam auf der Heise-Seite folgende Meldung:

http://www.heise.de/newsticker/meldung/94273

Zitat:

"Brain Enhancer" im Test

Die Forschung hat in den letzten Jahren mehrere neue Methoden entwickelt, die die Gehirnleistung des Menschen verbessern sollen. David Ewing Duncan, Reporter des Technologiemagazins Technology Review, wagte den Selbstversuch: Er testete die so genannte Elektro-Hirnstimulation, die die Merkfähigkeit verbessern soll, sowie die Anti-Müdigkeitspille Provigil auf ihre Wirkung.
...

Die Pille Provigil (deutscher Produktname: Vigil) dient eigentlich der Bekämpfung von Schlafstörungen, Dauermüdigkeit und Jetlag. Es wird vor allem bei Narkoleptikern verschrieben. Der Hauptwirkstoff Modafinil beeinflusst laut dem Hersteller Cephalon nur die Wachheit – während andere Stimulanzien wie Kaffee und Amphetamine das ganze Gehirn aufputschen. Wissenschaftler fanden heraus, dass der Wirkstoff außerdem das Kurzzeitgedächtnis und das Planungsvermögen von Testpersonen steigerte. Andere Forscher gaben das Medikament völlig übermüdeten Probanden, die dann in einem Hubschraubersimulator sehr gute Leistungen zeigten.


Hier der Bericht über den Selbstversuch:

http://www.heise.de/tr/artikel/94101

Im Heiseforum (:roll:) kam schnell ein Gedanke auf, den ich mir auch stellte: werden wir Menschen irgendwann verführt oder dazu gezwungen, unser Leistungsfähigkeit künstlich zu steigern?

Dieses Thema ist natürlich durch die Doping-Vorfälle in letzter Zeit bei der Tour etwas sensibel. Aber ich weiss, das manche Leute für ihr Studium oder die Arbeit Aufputschmittel (oder gar Drogen) nehmen, um diese bewältigen zu können.

Ich bin selbst langsam auch wieder an der Grenze. Diesen Artikel schreibe ich mit gewaltigem Konzentrationsaufwand. Natürlich nehme ich nur die Bürodroge Nr. 1: Kaffee. Diesen Konsum versuche ich jedoch nicht Überhand nehmen zu lassen. Auch ist ab und an eine Aspirin drin, gerade wenn wieder diese ekligen Kopfschmerzen kommen (versteifter Nacken etc.).

Nun stellt sich aber eine ethische Frage: was, wenn diese Mittel den Medikamentenruf verlieren? Was wenn in, sagen wir 20 Jahren, die grossen Firmen unter der Hand diese Mittel anbieten oder gar deren Einnahme fordern - als "work-life-balance Konzept"?

Arbeit sollte meiner Meinung nach irgendwo sinnstifend sein. Oftmals laugt sie aber aus und vielmals kann man im sinnlosen Präsentations-Blabla mancher Leute keinen Sinn erkennen.
vor 1119 Tagen: Di, 14.8.2007, 22:52 Antworten mit ZitatNach unten
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VIII.MMVI
Mo, 6.9.2010, 19:07 Anzeige Kurz-URL Nach oben
Mo, 6.9.2010, 19:07 Nach unten
homo ludens
Gravatar
k2
12503 – XII.04
Kappe linksWebsite von Harki besuchen: Amyklai - Ein TagschattenbuchKappe rechts
vor 1119 Tagen: Di, 14.8.2007, 23:19 Kurz-URL Beitrag Nach oben
Nur kurz: Ganz neu ist so etwas nicht. Im Zweiten Weltkrieg (und danach noch im Extrembergsteigen der 50er Jahre) gab es da Pervitin.

Und sicher auch noch andere "glatte, postive" Drogen - Sachen, die leistungsfähiger und nicht genußfähiger machen sollen. Na, in der Regel werden dann auch irgendwann die Nachteile offenbar.

Bei mir: Kaffee in recht großen Mengen, Tee als ununterbrochenes Standardgetränk, sobald ich keinen Kaffee mehr mag, leider Gottes viel zuviel Nikotin. Bei Schmerzen (Schädel - selten, Rücken ab und an) ASS oder Paracetamol, Wein ziemlich häufig, der Sommers auch gern mal Bier des Abends als Genußdrogen. Was ich nicht abkann, ist tagsüber Alkohol zu trinken, auch nicht zum Essen ein Glas Wein, oder so. So gern ich abends Wein trinke, am Tag finde ich das scheußlich.

http://konjunktiv2.de/lastfm_Harki_12.png
vor 1119 Tagen: Di, 14.8.2007, 23:19 Antworten mit ZitatNach unten
Pictures of Lily
Pictures of Lilys Avatar
C
280 – VII.06
vor 1118 Tagen: Mi, 15.8.2007, 1:25 Kurz-URL Beitrag Nach oben
Bei dem Pervitin-Wikipedia-Link

Werner Pieper (Hrsg.): Nazis on Speed - Drogen im 3. Reich. Löhrbach: Pieper and the Grüne Kraft 2002.


Ich trinke keinen Kaffee, sonder bin bei der Besatzerbrause hängengeblieben ;)
Tee und Eistee trinke ich auch sehr gerne.
Alkohol geht bei mir immer.
Aspirin und Vioxx (jaa ich habe noch welche!) als Schmerztabletten und ab und an Fischöl.

"Jede vergangene Zeit war besser" - Jorge Manrique
vor 1118 Tagen: Mi, 15.8.2007, 1:25 Antworten mit ZitatNach unten
Nigromontanus
Gravatar
D
528 – VII.06
vor 1118 Tagen: Mi, 15.8.2007, 1:35 Kurz-URL Beitrag Link zum zitierten BeitragNach oben
Pictures of Lily hat geschrieben:

Aspirin und Vioxx (jaa ich habe noch welche!) als Schmerztabletten und ab und an Fischöl.


Haha jaja Fischöl und manchmal kriegstes auch nicht runtergeschluckt bei 2 Promille... ;)
vor 1118 Tagen: Mi, 15.8.2007, 1:35 Antworten mit ZitatNach unten
Pictures of Lily
Pictures of Lilys Avatar
C
280 – VII.06
vor 1118 Tagen: Mi, 15.8.2007, 1:41 Kurz-URL Beitrag Nach oben
Zitat:
Haha jaja Fischöl und manchmal kriegstes auch nicht runtergeschluckt bei 2 Promille... Zwinkern


Ich hab genau gewusst, dass du das schreibst :D

"Jede vergangene Zeit war besser" - Jorge Manrique
vor 1118 Tagen: Mi, 15.8.2007, 1:41 Antworten mit ZitatNach unten
Niltsiar
Ort: Montségur
Niltsiars Avatar
M
2842 – I.06
vor 1118 Tagen: Mi, 15.8.2007, 7:07 Kurz-URL Beitrag Nach oben
Die gute Panzerschokolade ;) Auch heute setzt die US Airforce und die Navy für ihre Piloten Aufputschmittel ein. Verständlich bei dieser enormen Belastung, wo der Geist hellwach sein muss. Manche Piloten berichten von "go" und "no go" Pillen zum Aufwachen/Schlafen. Das man seinen Körper dabei natürlich zugrunde richtet ist eine ganz andere Sache.

Aber mal echt: ich glaube, dass in manchen Firmen für die "High Potentials" ein kleiner Knopf stehen wird, der solche Stromstösse ermöglicht. Dann brauchen Manager immerhin keinen Koks mehr zu nehmen ;)
vor 1118 Tagen: Mi, 15.8.2007, 7:07 Antworten mit ZitatNach unten
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John Singer Sargent: "Die Herzogin von Marlborough" - eine zauberhafte Portraitskizze. Geboren wurde die Herzogin als Consuelo Vickers - es ist das Fin de siécle die Zeit, in der der amerikanische Geldadel in den englischen Adel einzuheiraten beginnt. Also: Ihr Geburtsname, auch bekannt als Name eines Maschinengewehrs, wäre einzugeben.
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