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Der Guevara-Kultus

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konjunktiv 2 » Publikums-Rubriken » Politik » Der Guevara-Kultus (29 / 4799)
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homo ludens
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vor 1769 Tagen: Di, 27.9.2005, 12:10 Der Guevara-Kultus Kurz-URL Beitrag Nach oben
Ich hatte mich auf diesem Board vor einigen Tagen in einem ganz anderen Zusammenhang mit einer kurzen Bemerkung über die seit einigen Jahren im Westen allgegenwärtig gewordenen Konterfeis des argentinischen Polit-Kriminellen und Massenmörders Ernesto "Che" Guevera geärgert.

Vorhin habe ich in der "National Review" einen schon einige Monate alten, aber sehr interessanten und ausführlichen Artikel zu dem Thema gefunden:

http://www.nationalreview.com/nordl ... ordlinger200509270142.asp

Bemerkenswert ist auch, daß den Kiddies und Pickelrevoluzzern, die hier in Che-T-Shirts herumlaufen, gar nicht klar sein dürfte, daß sie damit ganz einfach einem US-amerikanischen Mode-Trend folgen.

Und, ach ja: In den 60ern, da war die CIA noch eine recht flotte Organisation und kein Schnarch-Haufen von 30.000 technikgläubigen Bürokraten mit Häuschen im Grünen. Die Bolivianer töten Guevara - und der CIA-Mann steht daneben und macht sich Notizen. Das kriegen sie heute nicht mehr zustande.

Zitat:
Che Chic

It’s très disgusting.

EDITOR'S NOTE: This piece appeared in the December 31, 2004, issue of National Review.

It sometimes seems that Che Guevara is pictured on more items than Mickey Mouse. I'm talking about shirts and the like (but mainly shirts). One artist had the inspiration to combine the two: He put Mickey's ears on Guevara. Guevara's fans must not like it much.

The world is awash in Che paraphernalia, and this is an ongoing offense to truth, reason, and justice (a fine trio). Cuban Americans tend to be flummoxed by this phenomenon, and so do others who are decent and aware. There is a backlash against Che glorification, but it is tiny compared with the phenomenon itself. To turn the tide against Guevara would take massive reeducation — a term the old Communist would very much appreciate.

You find his items in the most surprising places. Or maybe they are not so surprising. The New York Public Library has a gift shop, and until just the other day, it sold a Guevara watch. The article featured Che's face and the word "REVOLUTION." The ad copy went like this: "Revolution is a permanent state with this clever watch, featuring the classic romantic image of Che Guevara, around which the word 'revolution'-revolves." Clever, indeed.

That one of the world's most prestigious libraries should have peddled an item puffing a brutal henchman was not big news, but some Cuban Americans, and a few others, reacted. On learning of the watch, many sent letters to the library, imploring its officials to come to their senses. One Cuban American — trying to play on longstanding American sensibilities -wrote, "Would you sell watches with the images of the Grand Dragon of the KKK?" It was also pointed out that Communist Cuba, which Guevara did a great deal to found and shape, is especially hard on librarians. The independent-library movement has been brutally repressed, and some of the most inspiring political prisoners stem from that movement.

Yet there is virtually no solidarity between Free World librarians and Cuba's librarians, or would-be librarians. A year ago, the civil libertarian Nat Hentoff "renounced" — his word — the award given him by the American Library Association, because the ALA cold-shoulders the Cubans, preferring to stick with the loved "socialist" tyrant, Castro.

In any event, the New York Public Library withdrew the watch just before Christmas, offering no statement.

The fog of time and the strength of anti-anti-Communism have obscured the real Che. Who was he? He was an Argentinian revolutionary who served as Castro's primary thug. He was especially infamous for presiding over summary executions at La Cabana, the fortress that was his abattoir. He liked to administer the coup de grace, the bullet to the back of the neck. And he loved to parade people past El Paredon, the reddened wall against which so many innocents were killed. Furthermore, he established the labor-camp system in which countless citizens — dissidents, democrats, artists, homosexuals — would suffer and die. This is the Cuban gulag. A Cuban-American writer, Humberto Fontova, described Guevara as "a combination of Beria and Himmler." Anthony Daniels once quipped, "The difference between [Guevara] and Pol Pot was that [the former] never studied in Paris."

And yet, he is celebrated by "liberals," this most illiberal of men. As Paul Berman summed up recently in Slate, "Che was an enemy of freedom, and yet he has been erected into a symbol of freedom. He helped establish an unjust social system in Cuba and has been erected into a symbol of social justice. He stood for the ancient rigidities of Latin-American thought, in a Marxist-Leninist version, and he has been celebrated as a freethinker and a rebel."

Those who know, or care about, the truth concerning Guevara are often tempted to despair. The website of our own National Institutes of Health describes him this way: an "Argentine physician and freedom fighter." Guevara was a physician roughly like Mrs. Ceausescu was a chemist. As for freedom fighter ... again, the temptation to despair is great.

[... ...]


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vor 1769 Tagen: Di, 27.9.2005, 12:10 Antworten mit ZitatNach unten
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vor 1769 Tagen: Di, 27.9.2005, 21:10 Kurz-URL Beitrag Nach oben
"Ches" Denkweise is meiner Ansicht nach stark verwandt mit der Denkweise islamistischer Mörder oder auch der Nazis in der Phase der Götterdämmerung. Auch ihm ging es weniger um das Aufbauen neuer Strukturen, sondern vielmehr um das Vernichten des Gegners. Opfer zählen hierbei weder auf der eigenen Seite noch der des Gegners. Seine Schriften sind zum Teil übelste eliminatorische Haßpredigten, daß sie locker als Freitagspredigt in einer Islamistenmoschee dienen könnten ;)

Guevaras Phantasmen über die Auslöschung amerikanischer Städte mit Atombomben dürften ja hinlänglich bekannt sein. Glücklicherweise haben ihm die Sowjets diese Mittel nicht in die Hand gegeben, sonst hätte er sich nicht nur nach Qualität sondern auch nach Quantität in die vorderste Reihe der Massenmörder des 20. Jhd. einreihen können.

Daß Phänomen, wie ein solcher Mensch zu einer Ikone des Guten werden konnte, wird in der konservativen Presse immer wieder mal behandelt. Leider wurde bis jetzt aber noch kein Mittel gefunden, die Ikonisierung zu beenden. Wahrscheinlich hat sich die Ikone schon zu sehr von der realen Person gelöst und wurde zu einer Projektionsfläche. Ein kommunistischer Messias sozusagen. Seine Aufbahrung wurde ja auch entsprechend inszeniert. Diesem irrationalen Empfinden kann man mit rationalen Argumenten kaum begegnen.
vor 1769 Tagen: Di, 27.9.2005, 21:10 Antworten mit ZitatNach unten
homo ludens
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vor 1768 Tagen: Mi, 28.9.2005, 0:35 Kurz-URL Beitrag Nach oben
frei_sein hat geschrieben:
Daß Phänomen, wie ein solcher Mensch zu einer Ikone des Guten werden konnte, wird in der konservativen Presse immer wieder mal behandelt. Leider wurde bis jetzt aber noch kein Mittel gefunden, die Ikonisierung zu beenden. Wahrscheinlich hat sich die Ikone schon zu sehr von der realen Person gelöst und wurde zu einer Projektionsfläche. Ein kommunistischer Messias sozusagen. Seine Aufbahrung wurde ja auch entsprechend inszeniert. Diesem irrationalen Empfinden kann man mit rationalen Argumenten kaum begegnen.


Das ist natürlich die entscheidende Frage, und es ist vielleicht keine gute Idee zu versuchen, noch nach Mitternacht darüber nachzudenken. Ich will's trotzdem versuchen, möchte mich aber auf einiger Gedankensplitter beschränken.

Rechte sind ohne Zweifel die schlechteren Propagandisten. Um ein in jeder Beziehung schräges Beispiel aus unserer armen Gegenwart anzuführen: Schröder aktuelle Ehefrau wirft Frau Merkel vor, keine Kinder zu haben. Was machen unsere Semi-Konservativen aus diesem Faux pas? Nichts. Wenn eine führende CDU-Figur auf die offensichtliche Impotenz oder zumindest Zeugungsunfähigkeit Schröders zu sprechen gekommen wäre, wäre die Propaganda-Maschine der Linken sofort auf Hochtouren gelaufen.

Aber nun, die CDUler sind ja auch keine richtigen Rechten, insofern ist das wirklich ein sehr schlechtes Beispiel...

Richtige Rechte haben vielleicht eine instinktive Scheu, sich der Ideale des Ochlos - seiner Gesichter und seiner Emotionen - zu bedienen. Ein Gesicht wie das José Antonios und letztlich auch das Mussolinis, wenn es nicht inszeniert wird, beunruhigt den Ochlos, beschämt ihn. Guevaras brutale, glatte Visage aber beeindruckt den Pöbel.

Vielleicht spielt hier auch das typisch rechte Vergnügen eine Rolle, sich aus Ritterlichkeit und Takt eher unsympathischer zu präsentieren, als man eigentlich könnte und als man eigentlich ist, während Linke nun einmal Heranschmeißer und Kriecher sind.

Puh, ich werde heute abend keine Lösung mehr für dieses Problem finden.

Ja, sie haben die Leiche von Guevara ausgestellt, die Geschichte ist bekannt, und das war vermutlich schon zuviel der Ehre. In der Sojetunion hätte man sein "Geständnis" abgefilmt.


Von Harki am Mi, 28.9.2005, 13:50, bearbeitet, (1x)
vor 1768 Tagen: Mi, 28.9.2005, 0:35 Antworten mit ZitatNach unten
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vor 1721 Tagen: Mo, 14.11.2005, 16:25 wütend  Die Erben von Gandhi und Guevara Kurz-URL Beitrag Nach oben
"Die Erben von Gandhi und Guevara - Europas friedliche Revolutionäre"

Diese Überschrift trägt die Titelgeschichte des aktuellen Spiegels. Bei aller Skepsis gegenüber den lebfrischen und farbenfrohen Teilzeitrevolutionären - in die Nachfolge Guevaras gestellt zu werden, haben sie nun wirklich nicht verdient, obwohl sich viele von ihnen aus schlichter Dummheit wohl nicht darüber beklagen würden...

Ich habe mir die Nummer mal lieber nicht gekauft, werde es aber vielleicht doch noch tun.

http://www.spiegel.de/static/epaper/SP/2005/46/ROSPANZ20050460001.jpg

http://konjunktiv2.de/lastfm_Harki_12.png
vor 1721 Tagen: Mo, 14.11.2005, 16:25 Antworten mit ZitatNach unten
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vor 1655 Tagen: Do, 19.1.2006, 13:57 Kurz-URL Beitrag Nach oben
Ein Fundstück in der FR. Bolivien scheint also zumindest nicht in dem Maße nach links gedriftet zu sein, daß hierzulande gelegentlich unterstellt wird.

Zitat:
Bolivien will die Mörder Che Guevaras ehren

Gesetz würdigt Soldaten, die den Revolutionär töteten, als Retter vor dem Kommunismus

Boliviens Parlament ehrt die Soldaten, die 1967 den Revolutionär Che Guevara ermordeten, für ihre "Verdienste ums Vaterland". Kurz vor der Vereidigung des Linkspolitikers Evo Morales als Präsident soll sein Vorgänger nach dem Willen der Abgeordneten ein entsprechendes Gesetz signieren.

Rio de Janeiro · Die Soldaten hatten einen lebenslangen Ehrensold für ihre Teilnahme an der Festnahme des argentinisch-kubanischen Revolutionärs gefordert. Er war ihnen am 8. Oktober 1967 verwundet, erschöpft und ohne Waffen in die Arme gelaufen und einen Tag später ermordet worden.

[...]

Denn Morales und seine Partei "sind Guevara-Anhänger, sie werden das Projekt stoppen wollen", fürchtet der Verteidigungspolitiker Carlos Nacif, einer der Autoren der Gesetzesnovelle, "aber sie müssen doch einsehen, wie wichtig die Bolivianer waren, die 1967 das Vaterland verteidigt und ihr Leben aufs Spiel gesetzt haben, um uns vor dem Kommunismus zu retten". Morales dürfte das anders sehen. Er ist bekannt dafür, dass er Guevara und dem kubanischen Modell positiv gegenübersteht: "Der einzige Unterschied" zwischen Che Guevara und ihm bestehe darin, dass er auf die Wahlurne, der Revolutionär dagegen auf den bewaffneten Kampf gesetzt habe. "Ich habe ihm gesagt, ich lasse mich nicht vereidigen, wenn er nicht dabei ist", scherzte Morales, nachdem er Kubas Staatschef Fidel Castro zur Amtseinführung am Sonntag eingeladen hatte.

Solche Rhetorik gehört zwar zur in der Linken modischen Glorifizierung der Revolutions-Ikone Che. Doch Morales' Partei hat auch einflussreiche Mitglieder, deren Verwandte mit Guevara gekämpft haben. Antonio Peredo, Senator für La Paz, und sein Bruder Osvaldo, Stadtrat in Santa Cruz, sind die Brüder von Inti und Coco Peredo, die damals in der Guerrilla-Gruppe mitkämpften und starben, die Che Guevara befehligte.

Der argentinische Arzt Guevara hatte seinen Posten als kubanischer Industrieminister aufgegeben, um Mitte der 60er Jahre die Revolution in andere Länder zu tragen. In Kongo unterstützte er den marxistischen Politiker Patrice Lumumba. Über Tansania, die CSSR und die DDR ging er nach Bolivien, das ihm als besonders fruchtbarer Nährboden für eine Revolution erschien. 1967 unterlagen er und seine Kämpfer den bolivianischen Soldaten, die von US-Militärberatern ausgebildet und unterstützt worden waren.

"Uns haben sie vergessen, niemand hat uns gewürdigt", beschwerte sich 2004 einer der Ex-Soldaten, die Che damals fingen und der heute als Pförtner arbeitet. Man habe ihnen seinerzeit "Wohnungen und Lohn" zugesagt, aber "sie haben ihre Versprechen nicht gehalten". Wolfgang Kunath


http://www.fr-aktuell.de/ressorts/n ... k/nachrichten/?cnt=790042

http://konjunktiv2.de/lastfm_Harki_12.png
vor 1655 Tagen: Do, 19.1.2006, 13:57 Antworten mit ZitatNach unten
homo ludens
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12253 – XII.04
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vor 1290 Tagen: Fr, 19.1.2007, 18:24 Kurz-URL Beitrag Nach oben
Ein Beobachtung in einem Kaufhaus in der Innenstadt. In den Stellagen, in denen 2007-Kalender verkauft (oder mittlerweile: verramscht) werden, hat es seine Serie mit "Star-Kalendern". Nebeneinander hängen dort: Marily Monreo, Einstein, Bob Marley und eben Guevara.

(Vielleicht geh ich einfach nicht oft genug in die Stadt, daß mir so etwas noch auffällt...)

http://konjunktiv2.de/lastfm_Harki_12.png
vor 1290 Tagen: Fr, 19.1.2007, 18:24 Antworten mit ZitatNach unten
Niltsiar
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vor 1290 Tagen: Fr, 19.1.2007, 18:59 Kurz-URL Beitrag Nach oben
Ach, typisch "Popkultur" für das dumme Volk. Es gibt auch Länder, wo A.H. auf dem T-Shirt gross in Mode ist.

Ich denke da muss man einfach hinwegsehen, ich hatte schon in Frankfurt Typen gesehen, die mit einer Gitarre in einer Nebenstrasse der Zeil saßen und "Comandante Che Guevara" gejault haben. ;)
vor 1290 Tagen: Fr, 19.1.2007, 18:59 Antworten mit ZitatNach unten
frei_seins Avatar
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vor 1290 Tagen: Fr, 19.1.2007, 19:18 Kurz-URL Beitrag Nach oben
Zufällig ist in der heutigen Welt ein Artikel dazu drin ;)

Zitat:
Wahr ist allerdings, dass das Restaurant "Mao" heißt, der Coiffeur "Molotow" und Bilder von Fidel Castro in der besagten Bar hängen. Im "Mao" lächelt der Dicke mit der Warze von der Wand, und in der Speisekarte erfährt man, dass der Namenspatron viel für die Bildung tat und ein "fortschrittliches Steuersystem etablierte". Das "Mao" wird nicht von ergrauten Altkadern geführt, sondern von trendigen jungen Leuten, in diesem Fall sogar asiatischer Herkunft. Auch in London und Paris gehören Che Guevaras Konterfei, Hammer und Sichel oder die Aufschrift CCCP zu den geläufigen Designelementen im Straßenbild. Das Hisbollah-Logo und Halbmond mit Stern sind schwer im Kommen.


http://www.welt.de/data/2007/01/19/1181397.html

Ein bisschen weinerlich libertär, aber ansonten paßt es zum Thema.

In der Speisekarte wäre ein kleiner Hinweis auf die Millionen Opfer des perversen Alten mit den jungen Betthasen verkaufshemmend.
vor 1290 Tagen: Fr, 19.1.2007, 19:18 Antworten mit ZitatNach unten
Vinneuil
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vor 1290 Tagen: Fr, 19.1.2007, 22:57 Kurz-URL Beitrag Nach oben
Als tendenzieller Nazi finde ich Ché prinzipiell ja gar nicht so schlecht ;) ... aber der Kult ist einer der blödesten, nervigsten und mißratensten überhaupt wo gibt. Kommt gleich nach dem Arschgeweih. Ich will jeden, den ich mit einem Guevara-T-Shirt erwische, die Kleider vom Leib reißen. Immerhin, so erkennt man die Spießer schon von weitem...

Ebensowenig kann ich Einstein ausstehen, und wenn mir Gandhi ins Visier gerät verspüre ich, ansonsten ein friedfertiger Zeitgenosse, plötzlich eine unbezähmbare Lust nach sinnloser Gewaltanwendung...

Da lese ich in dem alten Eintrag von Harki:
Zitat:
des argentinischen Polit-Kriminellen und Massenmörders Ernesto "Che" Guevera geärgert.


Massenmörder? Echt? Freude Wo kann man das nachschlagen?

Shantih, shantih, shantih.


Von Vinneuil am Fr, 19.1.2007, 23:04, bearbeitet, (1x)
vor 1290 Tagen: Fr, 19.1.2007, 22:57 Antworten mit ZitatNach unten
Vinneuil
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659 – V.06
vor 1290 Tagen: Fr, 19.1.2007, 23:10 Kurz-URL Beitrag Nach oben
Achja, hier habe ich eine Stelle gefunden...

Zitat:
He was especially infamous for presiding over summary executions at La Cabana, the fortress that was his abattoir. He liked to administer the coup de grace, the bullet to the back of the neck.


Mein "Che" ist José Antonio, by the way. Jugend braucht Idole... ;)

Shantih, shantih, shantih.
vor 1290 Tagen: Fr, 19.1.2007, 23:10 Antworten mit ZitatNach unten
Vinneuil
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659 – V.06
vor 1290 Tagen: Fr, 19.1.2007, 23:17 Kurz-URL Beitrag Nach oben
Noch was, was vielleicht zu dem Thema paßt: jetzt haben die Linken in Berlin ja in großem Stil Krokodilstränen für ihre Liebknecht & Luxemburg vergossen.

Zu dieser Zeit hatte ich Besuch aus Polen. Kommentar des sympathischen jungen Mannes: "Ich verstehe diesen Luxemburg-Kult nicht... ist doch eh besser, daß sie die alte Schlampe erschossen haben, sonst wären die Russen womöglich noch früher in Berlin gewesen!"

Mir aus dem Innersten gesprochen! :)

Shantih, shantih, shantih.
vor 1290 Tagen: Fr, 19.1.2007, 23:17 Antworten mit ZitatNach unten
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vor 1290 Tagen: Fr, 19.1.2007, 23:25 Kurz-URL Beitrag Nach oben
Es schwimmt eine Leiche im Landwehrkanal ...

(nicht daß ich Spottlieder über Tote besonders für pietätsvoll halte)

Den Spruch von der Freiheit der Andersdenkenden kann sowieso keiner mehr hören :roll: Zumal die Freiheit wohl kaum für die Klassenfeinde gegolten hätte ;)

Bei dem Kommentar Deines Besuches muß ich an die Rede Zetkins im Reichtag denken, wo sie sich 1932 wünschte, als Alterspräsidentin auch den ersten Rätekongress Sowjetdeutschlands zu eröffnen.


Von frei_sein am Fr, 19.1.2007, 23:32, bearbeitet, (2x)
vor 1290 Tagen: Fr, 19.1.2007, 23:25 Antworten mit ZitatNach unten
Vinneuil
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vor 1289 Tagen: Sa, 20.1.2007, 0:32 Kurz-URL Beitrag Nach oben
Dann gibt es diesen Kommentar von August Bebel, der ungefähr sagte, immer wenn er Luxemburg reden höre, müsse er unweigerlich auf seine Schuhe sehen, ob er nicht in Blut wate...

Shantih, shantih, shantih.


Von Vinneuil am Sa, 20.1.2007, 0:37, bearbeitet, (1x)
vor 1289 Tagen: Sa, 20.1.2007, 0:32 Antworten mit ZitatNach unten
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vor 1289 Tagen: Sa, 20.1.2007, 0:52 Kurz-URL Beitrag Nach oben
frei_sein hat geschrieben:
Es schwimmt eine Leiche im Landwehrkanal ...

(nicht daß ich Spottlieder über Tote besonders für pietätsvoll halte)

Den Spruch von der Freiheit der Andersdenkenden kann sowieso keiner mehr hören :roll: Zumal die Freiheit wohl kaum für die Klassenfeinde gegolten hätte ;)


Nein, natürlich nicht. Wie war das mit dem "Daumen auf's Auge"? ;)

Und nichts da, "Spottlieder über Tote", das war schon damals wenig bedenklich - c'est la guerre civile. Und heute erst recht nicht, die Sache ist fast neunzig Jahre her, da zählt nun wirklich kein "de mortuis nil nisi bene" mehr. Und für so eine gilt das eigentlich auch schon mal gar nicht.

Kurz und bündig: Die Alte gehörte in der Situation Anfang 1919 klar und eindeutig an die Wand. Basta.

Bebel, Noske, später Schumacher. Wenn es in der heutigen SPD auch nur eine einzige halbwegs einflußreiche Figur gäbe, die auch die Hälfte des Formats dieser Leute hätte, wüßte ich, welche Partei ich bei nächster Gelegenheit zu wählen hätte.

Übrigens: Nette Beruhigungslektüre für Vinneuil, er kennt sie vermutlich schon:

http://de.wikipedia.org/wiki/Rosa_Luxemburg

;)

http://konjunktiv2.de/lastfm_Harki_12.png
vor 1289 Tagen: Sa, 20.1.2007, 0:52 Antworten mit ZitatNach unten
Niltsiar
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2815 – I.06
vor 1289 Tagen: Sa, 20.1.2007, 0:59 Kurz-URL Beitrag Nach oben
Hotlinksperre: http://www.axishistory.com/fileadmi ... load/f/freikorps-logo.jpg

;)

Ich sag mal: Pech. Wenn man sieht was in der "Räterepublik" für Schweinereien passiert sind. Dann noch der Spartakusaufstand etc. Pech für die Luxemburg.
vor 1289 Tagen: Sa, 20.1.2007, 0:59 Antworten mit ZitatNach unten
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