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Jo mei, wer zum Schwert greift, muß damit rechnen...
Ach, die Freikorps... allein der Fall Luxemburg zeigt, daß das keine schlechten Menschen gewesen sein können... Shantih, shantih, shantih. Von Vinneuil am Sa, 20.1.2007, 1:12, bearbeitet, (2x) |
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Zitat:
Übrigens: Nette Beruhigungslektüre für Vinneuil, er kennt sie vermutlich schon: Habe ich mir bisher erspart ... da haben die Wiki-Hagiographen mal wieder zugeschlagen. Die Alte ist nach Ulrike Meinhof eine der größten linken Nervensägen des Jahrhunderts gewesen.
Ich werde heute nacht feuchte Träume haben, in denen ich am Landwehrkanal stehe und glücklich lächelnd persönlich den Abzug drücke, wieder und wieder... *hach* Shantih, shantih, shantih. Von Vinneuil am Sa, 20.1.2007, 1:14, bearbeitet, (1x) |
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Immerhin gibt es noch Länder, in denen Commie-Chic nicht einfach kommentarlos hingenommen wird.
Zitat:
Ein Modegag wird zum Politikum: Bei ihrem Peru-Besuch trug Hollywood-Star Cameron Diaz eine Umhängetasche mit dem Mao-Slogan "Diene dem Volk". Ein Fauxpas in dem Land, in dem einst Zehntausende Menschen im Guerillakrieg der maoistischen Bewegung "Leuchtender Pfad" ihr Leben ließen. http://www.spiegel.de/panorama/leute/0,1518,490291,00.html Persönlich schwanke ich ja ein wenig in der Bewertung. Einerseits ist es ja durchaus interessant zu sehen, wie die kommunistischen Helden und Symbole von eins als Dekomotiv irgendwelcher dümmlichen Moderscheinungen kapitalistisch verramscht werden. Andererseits stellt sich natürlich schon die Frage, ob dies der angemessene Umgang mit Massenmördern ist, die Millionen Menschen ermorden ließen. Die beste Methode wäre wohl, Frau Diaz die Tasche ein paar mal um die Ohren zu hauen. --- Der Leuchtende Pfad / KP Peru war eine der wenigen Kommunistischen Parteien, die bei der Gründung der "Linken" nicht als offizielle Gäste begrüßt wurden Von frei_sein am Sa, 23.6.2007, 18:18, bearbeitet, (1x) |
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Ich habe vorhin beim Laufen (12 km, immerhin
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Ich meine, daß der Aspekt, daß hier der Kommunismus sozusagen trivialisiert und materialistisch verwurstet, mithin also auch ein bißchen gedemütigt wird, die Geschmacklosigkeit nicht aufwiegen kann. Die Tatsache, daß man da in Peru sensibel ist, spricht für sich. Angesichts der Zig Millionen Opfer dieser bestialischen Ideologie finde ich es fatal, einfach zum Kotzen, wenn seine Symbole zu modischen Accessoires von Hohlköpfen werden. Und fast genauso geschmacklos finde ich es übrigens generell, wenn man sich mit Sätzen in einer Schrift und in einer Sprache schmückt, die man nicht versteht und nicht lesen kann. Ich finde es peinlich, wenn Schrift zum bloßen Ornament wird. Man wird mich gewiß nicht übertriebenen Respekts vor der chinesischen Kultur verdächtigen, aber es ist geschmacklos, wenn die ehrwürdige chinesische Schrift zu einem Mode-Gag gemacht wird. Das sollte sogar in ein Schauspielerinnen-Köpfchen gehen. Also, eben: um die Ohren hauen. |
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[quote="Harki"]
frei_sein hat geschrieben:
Richtige Rechte haben vielleicht eine instinktive Scheu, sich der Ideale des Ochlos - seiner Gesichter und seiner Emotionen - zu bedienen. Ein Gesicht wie das José Antonios und letztlich auch das Mussolinis, wenn es nicht inszeniert wird, beunruhigt den Ochlos, beschämt ihn. Guevaras brutale, glatte Visage aber beeindruckt den Pöbel. Der Che sah einfach verdammt gut aus, jedenfalls besser als der Duce! Und Stil hatte hatte er auch. Ich finde es etwas befremdlich, dass selbsterklärte Ästheten beim Che plötzlich zu moralisierenden Erbsenzählern werden. Hat der Che nicht etwa einen wahrhaft heroischen Lebensstil kultiviert? Ist sein Leben nicht etwa exemplarisch für die iberische Todessehnsucht? Wolfgang Venohr gehört zu seinen Bewunderern. Neben dem Portrait Gneisenaus hing in seinem Arbeitszimmer das Guevaras. |
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Durch die temporäre Auszeit des Forums wurde hier ja die Che-Büste, die, unter Beteiligung von Bürgermeister Häupl und Bundesministern, in Wien aufgestellt wurde, nicht thematisiert. Mittlerweile dürften die geneigten Leser dieses Forums mitbekommen haben, daß diese Objekt eines bilderstürmerischen Aktes wurde.
http://wien.orf.at/stories/358183/ Seinerzeit hatte ich mich nicht sonderlich über das Denkmal aufgeregt, sondern es mit einer gewissen Ironie aufgenommen, daß diese Ehrung durch den Chef des SPÖ-Pensionistenverbandes initiiert worden war, seineszeichens Ex-Minister mit österreichtypisch -mutmaßlich- 14-16 fünfstelligen Monatspensionszahlungen pro Jahr, nicht direkt das Urbild eines jugendlichen Rebellens gegen die alte Gesellschaftsordnung. -- Sogar im eher linksliberalen Standard kommentiert man die Aktion unaufgeregt: http://derstandard.at/?id=1240550012201 (Im Hauptartikel darf die Festlegung auf "Neonazis" als Täter freilich nicht fehlen, die wissen wohl nicht, daß Che heute in einigen Nazi-Kreisen (siehe Autonome Nationalisten) mittlerweile sehr beliebt ist.) Lady Basildon: Ah! I hate being educated! Mrs. Marchmont: So do I. It puts one almost on a level with the commercial classes, doesn't it? -- ![]() Von frei_sein am Mo, 27.4.2009, 22:35, bearbeitet, (2x) |
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Nee, ich hatte das mit der Büste nicht mitbekommen... Danke für den Hinweis. Ich finde, die Büste sieht aus, als ob das ein australischer Ureinwohner sei...
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Harki hat geschrieben:
Nee, ich hatte das mit der Büste nicht mitbekommen... Danke für den Hinweis. Ich finde, die Büste sieht aus, als ob das ein australischer Ureinwohner sei... Nun, die Künstlerin heißt Gerda Fassel und sieht, auf einem vorteilhaften Foto, so aus: Fassel I auf einem realistischeren so: Fassel 2 (Es handelt ich hier um offizielles Bildmaterial der Österreichisch-Kubanischen Gesellschaft, nur für den Fall, daß mir hier fehlender Charmanz vorgeworfen würde - abgesehen davon finde ich das zweite Foto durchaus reizvoll, der Kontrast zwischen dem golden-entrückt-hochnäsigen Che und der jovial-bodenständig wirkenden Künstlerin hat was.) Ihre sonstige Kunstproduktion halte ich für, soweit es sich nicht um andere Portraitwerke irgendwelcher Kommies handelt, für nicht sonderlich bemerkenswert, vielleicht in Einzelfällen doch mal nicht schlecht, aber im Großen und Ganzen halt schon 1000mal gesehene, mehr oder weniger deformierte, menschliche Körper. -- Aber wie gesagt, Chef der SPÖ-Pensionisten als Initiator, Elfriede Jelinek als Spenderin und Komiteemitglied und Frau Fassel als Künstlerin, da dachte ich mir letztes Jahr, ist jegliche Erregung über das Che-Denkmal völlig unnötig und man müsse Che, bei aller "Schadenfreude", schon fast bemitleiden Lady Basildon: Ah! I hate being educated! Mrs. Marchmont: So do I. It puts one almost on a level with the commercial classes, doesn't it? -- ![]() Von frei_sein am Mo, 27.4.2009, 23:36, bearbeitet, (9x) |
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[quote="Gast"]
Harki hat geschrieben:
frei_sein hat geschrieben:
Richtige Rechte haben vielleicht eine instinktive Scheu, sich der Ideale des Ochlos - seiner Gesichter und seiner Emotionen - zu bedienen. Ein Gesicht wie das José Antonios und letztlich auch das Mussolinis, wenn es nicht inszeniert wird, beunruhigt den Ochlos, beschämt ihn. Guevaras brutale, glatte Visage aber beeindruckt den Pöbel. Der Che sah einfach verdammt gut aus, jedenfalls besser als der Duce! Und Stil hatte hatte er auch. Ich finde es etwas befremdlich, dass selbsterklärte Ästheten beim Che plötzlich zu moralisierenden Erbsenzählern werden. Hat der Che nicht etwa einen wahrhaft heroischen Lebensstil kultiviert? Ist sein Leben nicht etwa exemplarisch für die iberische Todessehnsucht? Wolfgang Venohr gehört zu seinen Bewunderern. Neben dem Portrait Gneisenaus hing in seinem Arbeitszimmer das Guevaras. Che hat auch dezidiert "faschistische" Werte vertreten, Mut, Kampfbereitschaft, Kameradschaft, die Bereitschaft, sein Leben für eine Idee zu opfern etc. Das ist den hedonistischen Linken, die sein Porträt als T-Shirt heute tragen, im Regelfall fremd. |
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Vinneuil hat geschrieben:
Zitat:
Übrigens: Nette Beruhigungslektüre für Vinneuil, er kennt sie vermutlich schon: Habe ich mir bisher erspart ... da haben die Wiki-Hagiographen mal wieder zugeschlagen. Die Alte ist nach Ulrike Meinhof eine der größten linken Nervensägen des Jahrhunderts gewesen.
Ich werde heute nacht feuchte Träume haben, in denen ich am Landwehrkanal stehe und glücklich lächelnd persönlich den Abzug drücke, wieder und wieder... *hach* Vorsicht. Symphatien für die Luxemburg/Liebknecht- "Mörder" haben schon den ein oder anderen rechten Provinzpolitiker hohe Geldstrafen eingebracht. |
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Ich hab in einer Debatte mit ein paar Che-Verehren vor ein paar Jahren mal angemerkt, dass dieser ganze Kult um Che mich manchmal verflixt an Heiligenverehrung erinnert, Martyrium inklusive, halt nur auf Links und Atheistisch. Hat ihnen gar nicht gefallen.
Was nun das so viel gedruckte T-Shirt angeht - man kann dem Maler nicht absprechen, dass er was konnte. Es ist ein Bild, das eher Emotion als Verstand anspricht und natürlich eine Menge Assoziationen/unterschwellige Botschaften transportiert. Von daher wundert mich nicht wirklich, dass es beliebt ist, verknüpft mit einem Helden/Heiligenmythos ganz besonders. ![]() |
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Darkfalconheart hat geschrieben:
Ich hab in einer Debatte mit ein paar Che-Verehren vor ein paar Jahren mal angemerkt, dass dieser ganze Kult um Che mich manchmal verflixt an Heiligenverehrung erinnert, Martyrium inklusive, halt nur auf Links und Atheistisch. Hat ihnen gar nicht gefallen.
Was nun das so viel gedruckte T-Shirt angeht - man kann dem Maler nicht absprechen, dass er was konnte. Es ist ein Bild, das eher Emotion als Verstand anspricht und natürlich eine Menge Assoziationen/unterschwellige Botschaften transportiert. Von daher wundert mich nicht wirklich, dass es beliebt ist, verknüpft mit einem Helden/Heiligenmythos ganz besonders. Das ist ohne Zweifel eine der wirkungsvollsten politischen Ikonen des 20. Jahrhunderts. Vergleichbares hat die Rechte seit 45 nicht hinbekommen. Deswegen instrumentalisiert die NPD seit einigen Jahren Guevara auch für ihre Zwecke. |
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Sicher, da gibt es klare Parallelen. Auch Christisvergleiche gab es ja (Christus mit Kalaschnikow).
Google mal nach San Ernesto de La Higuera, speziell auch die Bildersuche. Lady Basildon: Ah! I hate being educated! Mrs. Marchmont: So do I. It puts one almost on a level with the commercial classes, doesn't it? -- ![]() |
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In Österreich geht die Auseinandersetzung um die Nase des Che weiter:
Politpensionär Blecha drückt auf die Tränendrüse:
Zitat:
Er sei ein Mensch gewesen, der nicht nur geredet, sondern auch gehandelt habe und jedes Wochenende mit der Machete in den Zuckerrohrplantagen gestanden sei. Wenn grad niemand zum Erschießen da war, mußte halt das Zuckerrohr dran glauben
Die kubanische Botschafterin prüft seit Wochen eine offizielle Beschwerde und fühlt sich zu neuem Kampfgeist angestachelt, Bolivien protestiert ebenfalls offiziell. Die ÖVP konstatiert:
Zitat:
"Es ist Blecha unbenommen, in Che-Guevara-Bettwäsche zu schlafen. Das ist seine Privatsache." http://wien.orf.at/stories/359891/ Lady Basildon: Ah! I hate being educated! Mrs. Marchmont: So do I. It puts one almost on a level with the commercial classes, doesn't it? -- ![]() |
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Verschoben: Mo, 5.4.2010, 11:07 Uhr von Harki Von Feuilleton nach Politik |
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