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(Ich stelle gerade perplex fest, daß es hier tatsächlich keinen Sammelthread zum F-Thema gibt... Nun gibt es einen.)
Zu Scheil. Ich halte den Begriff "Vernichtungspolitik" für abstrus und eines Historikers unwürdig, insofern er moderne Praktiken in vormoderne Zeiten hineinprojiziert. Grundsätzlich hat er aber natürlich recht: Die Versöhnung mit Frankreich (dieses Wunderwerk der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts) konnte gewiß auch deshalb so gut gelingen, weil im Laufe der Geschichte beide Seiten ausgeteilt und eingesteckt haben, weil keine Seite einen Opferkomplex hatte. (Anders halt als im Falle des deutsch-polnischen Verhältnissen, bei dem Polen überproportional oft das Opfer gewesen ist.) Von Harki am Fr, 12.2.2010, 16:43, bearbeitet, (3x) |
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Er hat auch recht mit dem Vorwurf, daß deutsche Politiker die Geschichte des eigenen Landes im Ausland regelmäßig zur einzigartigen Verbrechensgeschichte stilisieren. Das wird sicherlich auch auf ausländische Staatsmänner abstoßend wirken.
Man kann nur hoffen, daß das Pendel irgendwann wieder zurückschlägt, was in der Geschichte im Regelfall passiert. |
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Cherusker hat geschrieben:
Er hat auch recht mit dem Vorwurf, daß deutsche Politiker die Geschichte des eigenen Landes im Ausland regelmäßig zur einzigartigen Verbrechensgeschichte stilisieren. Das wird sicherlich auch auf ausländische Staatsmänner abstoßend wirken. Absolut richtig. Und auch Scheils Zorn über diesen Merkelschen Jammerelsen-Tonfall ist sicher berechtigt. Wenn es dieses kostbare "Von gleich zu gleich" schon einmal gibt (und, hey, ich meine, D und F haben mittlerweile ein komplettes TV-Programm gemeinsam), dann muß man es nicht durch so einen Scheiß kaputtmachen. Das ist dann wirklich mal "Schuldkult". Und gerade auch Verdun, siehe Scheils Foto, steht doch für dieses "Von gleich zu gleich". Dazu: Link (Denk sich jeder, der mich länger kennt: "Au nein, kommt der schooon wieder damit. ) |
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Ich persönlich glaube, daß den Politikern der Schuldkult genauso aufstößt und sie insgesamt ebenso denken wie der Rest der Bevölkerung. Allerdings scheinen in der Politik derart eingefahrene Mechanismen zu existieren, die verhindern, daß man sich von dieser Schuldkult- und Betroffenheitslyrik emanzipiert.
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Eilmeldung...
Aus der SZ:
Zitat:
Französische Spezialtruppen haben bei einem Militäreinsatz am Horn von Afrika vier Geiseln aus den Händen somalischer Piraten befreit - darunter ein Kind. Eine Geisel kam bei dem Einsatz ums Leben, zudem wurden zwei Piraten getötet, wie das Büro des französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy am Freitagabend bekannt gab. Tja. Das Mädchen wehrt sich eben.
Tut mir leid um die Geisel, aber dann muß man eben anderswo segeln gehen. Von Harki am Fr, 10.4.2009, 21:52, bearbeitet, (1x) |
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Die Große Praktikantin hat geschrieben:
Die Geiselnahme an Bord eines französischen Segelboots endete tragisch. Bei der Erstürmung des Boots durch französische Soldaten wurden eine der fünf Geiseln sowie zwei der Piraten getötet. http://www.faz.net/s/RubDDBDABB9457 ... Tpl~Ecommon~Scontent.html Wer ist die Große Praktikantin?
Gut, ich gebe zu, daß mit der Geisel ist bedauerlich. Aber wie gesagt, wer in der Gegend segeln geht, muß schon mit einigem rechnen. Aber es ist nicht zu fassen. Ich bin hier wirklich falsch und verstehe diese Leute hier überhaupt nicht mehr. Natürlich ist es rundheraus erfreulich, wenn bei solchen Operationen Geiselnehmer getötet werden. Ich finde es eher bedauerlich, daß nicht systematisch alle erledigt worden sind. In Israel lautet der Auftrag bei so etwas immer: "Geiseln befreien, Geiselnehmer töten." So soll's sein; deshalb gibt's da ja auch keine Geiselnahmen mehr.
Und ich bleibe auch dabei (bei aller Sympathie für die tschetschenische Sache), daß die systematische Exekution der betäubten tschetschenischen Geiselnehmer im Nordost-Theater in Moskau sehr vernünftig, moralisch angemessen und in jeder Beziehung richtig, gut und schön war. Geiselnehmer dürfen, im Interesse aller, die Geiselnahme nicht überleben. Von Harki am So, 12.4.2009, 0:42, bearbeitet, (2x) |
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Harki hat geschrieben:
Natürlich ist es rundheraus erfreulich, wenn bei solchen Operationen Geiselnehmer getötet werden. Ich finde es eher bedauerlich, daß nicht systematisch alle erledigt worden. Yahoo titelt gerade kurz und knapp:
Zitat:
Captain freed, pirates slain.
Zum Vergleich: FAZ: Amerikanischer Kapitän unverletzt befreit, SPON: US-Marine befreit Kapitän aus der Gewalt der Piraten Lady Basildon: Ah! I hate being educated! Mrs. Marchmont: So do I. It puts one almost on a level with the commercial classes, doesn't it? -- ![]() |
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Zitat:
Captain freed, pirates slain. |
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Und natürlich, es ist die Nutte* aus dem Springer-Verlag, nicht FR oder die Zeit, die nach unten ausreißt:
Barack Obama gestattete die Tötung der Piraten
* Das Bild ist eigentlich gemein gegenüber richtigen Nutten. Sollte vielleicht eher heißen "Betreuerin", "Beraterin", oder so. |
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Auf BBC World hatte es gerade einen interessanten Bericht über die französischen Soldaten in Afghanistan.
Amerikanische Soldaten äußern sich sehr anerkennend über die Franzosen. (Natürlich. )
Und zum Schluß die Reporterin: "But there's always a French touch..." Es geht darum, daß französische Soldaten abends zusammenhocken und Bier trinken. Die Amis und die Engländer handhaben das nämlich so: Wer bei Alkoholtrinken erwischt wird, wird nach Hause geschickt. Man weiß ja, wie empfindlich die Leute da in einem muslimischen Land ist. Und wen wohl kümmert das eben nicht? |
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Zitat:
Die französische Nationalversammlung sollte das strengstmögliche Gesetz gegen die Verschleierung muslimischer Frauen erlassen, heißt es in dem am Dienstag (26.01.2010) vorgelegten Bericht der parlamentarischen Enquetekommission."Ganz Frankreich sagt Nein zur Vollverschleierung." Die Burka widerspreche "den Werten der Republik". Parlamentspräsident Bernard Accoyer ergänzte: "Die Burka ist ein Zeichen für die Unterdrückung der Frau und das Banner des extremen Fundamentalismus." http://www.dw-world.de/dw/article/0,,5171666,00.html
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Irgendwo stand vor ein paar Tagen sinngemäß, daß die Burka in einem Land, dessen Symbol eine Frau mit entblößter Brust ist, naturgemäß gegen die "Werte der Republik" verstoßen muß
Lady Basildon: Ah! I hate being educated! Mrs. Marchmont: So do I. It puts one almost on a level with the commercial classes, doesn't it? -- ![]() |
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Ja, ja, genau!!!
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Zitat:
Amerikanische Soldaten äußern sich sehr anerkennend über die Franzosen. Darauf kann der Poilu sich - wie man in Berlin zu sagen pflegt - `n Ei pellen. Die prächtigen, kaugummi-mümmelnden Boys sind ja in militärischer Hinsicht das Maß aller Dinge, the world`s greatest usw... Andererseits haben aber auch die Boys Recht, den Poilu beizeiten daran zu erinnern:
Zitat:
If it weren`t for the Americans, you would be speaking German today Don`t pee on my leg and tell me it`s raining Von Coriolan am Di, 26.1.2010, 23:53, bearbeitet, (2x) |
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Das kam in dem Film aber (wenn ich mich recht erinnere) nicht so herablassend rüber! Die waren halt von der BBC auf die politischen Reibereien F-USA wegen des Iraks angesprochen worden. Und hatten dann einfach gesagt, daß man hier (also in Afghanistan) sehr gut zusammenarbeite. Die Franzosen machten vieles anderes als sie selbst, aber man komme eben gut miteinander klar.
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