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Ursprünglich sollte dieser Post im Skandinavien-Thread landen, da meinem Lokalblatt zu entnehmen ist, daß es in Schweden eine große Entrüstung über die Polizei gäbe, die sich weigerte, das Prostitutionsverbot mit der angezeigten Verve umzusetzen. So sei nur die Hälfte der Gelder, die u.a. zur Überwachung und Beschattung von Freiern zur Verfügung standen, abgerufen worden. Die Argumentation der Polizei, sie hätte in der Zeit wichtigeres zu tun gehabt, wäre dabei im "stark emanzipatorischen Schweden" auf schärfte Kritik gestoßen.
Aber wie die Dinge so stehen, man googelt ein bisschen zur Printstory und stellt fest: Es gibt keinen skandinavisch-puritanischen Irrweg, der nicht sogleich im einstig katholischen und tendenziell freiheitsliebenden Schottland nicht auch begeisterte Anhänger zu finden scheint. Schottland, das schon lange ein Vorreiter bei der Genußkontrolle (Rauchen, Essen im Ramadan etc.) ist, möchte nun ebenfalls ein Prostitutionsverbot erlassen. Edit: Abgetrennt und nur bearbeitet, um den - von mir vergebenen - Titel des neuen Threads auch als Titel des Startbeitrags einzufügen. Betrifft die Suchfunktion, hat mithin nur technische Gründe... Sonst nichts verändert. LG, Harki Lady Basildon: Ah! I hate being educated! Mrs. Marchmont: So do I. It puts one almost on a level with the commercial classes, doesn't it? -- ![]() Von Harki am Sa, 6.2.2010, 22:14, bearbeitet, (1x) |
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Geteilt: Sa, 6.2.2010, 22:11 Uhr von Harki Von Quo vadis, Britannia? in der Rubrik Politik |
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Danke für den Hinweis. Peinlich, ja.
Ich denke, daß lohnt mal einen eigenen Thread, wir haben die Schotten ja noch nicht explizit auffem Kieker. |
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Da kann ich dann gleich noch meinen in de k2-Interimszeit per Twitter verbreiteten Link zu einer Rezension bei den sympathischen Marxisten von Spiked Online bringen:
Zitat:
From smoking bans to sin taxes, Brian Monteith finds that Scotland has proved itself a willing victim for the practices of the nanny state’s angrier successor: the bully state.
(...) “Newly devolved, Scotland rushed to become the international bellwether for ‘lifestyle fascism’” http://www.spiked-online.com/index. ... viewofbooks_article/7766/ Lady Basildon: Ah! I hate being educated! Mrs. Marchmont: So do I. It puts one almost on a level with the commercial classes, doesn't it? -- ![]() |
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Interessant ist, daß hierzulande mit der Prostitution völlig anders umgegangen wurde. Während in Schweden (und vielleicht bald auch Schottland) diese "zum Schutz der Frauen" verboten wurde, hat man hierzulande die Prostitution rechtlich aufgewertet. Un dies natürlich unter Federführung von weiblichen, feministisch bzw. emanzipatorisch ausgerichteten Politikerinnen, insbesondere aus den Reihen der Grünen und der SPD, aber auch der Liberalen und sogar der CDU. Ähnliche Tendenzen gibt es auch in Österreich, dort bestehen weniger Bedenken gegen die Prostitution an sich, sondern man beschäftigt sich mit ihrer gender-mainstreaming-korrekten Bewertung, sind doch der überwiegende Teil der Prostituierten weiblich und der überwiegende Teil der Kunden männlich, was natürlich Gender-Spezialist_innen auf den Plan ruft. Inwieweit man sich über die hohe Frauenquote des nun anerkannten Berufes freut, die sogar die norwegischer Aufsichtsräte übertrifft, oder ob man für weibliche Kunden ein Angebotsdefizit konstatiert, das Gegenmaßnahmen erfordert, wird in den Verlautbarungen allerdings nicht ganz klar.
Lady Basildon: Ah! I hate being educated! Mrs. Marchmont: So do I. It puts one almost on a level with the commercial classes, doesn't it? -- ![]() |
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